Doppelstromversorgung mal anders

bronco

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Hallo Leute,
durch meine Umstellung von Futaba auf Jeti ist ein Umbau meiner Taifun notwendig geworden. Im Modell sind 6 Servos und die elektrischen Fahrwerke verbaut, das kann man natürlich nicht dem BEC im Regler mit 3 A zumuten. Nun meine Lösung: Ich habe im Flügel ein externes BEC verbaut, das die Stromversorgung dort, mitsamt des Empfängers übernimmt. Die Zuleitung erfolgt über ein V-Kabel, das vom Akku zum Regler und zugleich zum BEC im Flügel geht. Die Servos im Rumpf werden über das BEC vom Regler versorgt, ich habe nur die Impulsleitungen verlängert und am Empfänger angesteckt. Ich hoffe Euch mit meiner Lösung einen brauchbaren Vorschlag gemacht zu haben, den manche vielleicht auch umsetzen werden.
 
Hier ein paar Fotos, denn Bilder sagen ja oft mehr als Worte.
 

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Hallo

du gehst jetzt mal stillschweigend davon aus,

dass die Masse Ausgang des Regler BEC = der Masse Ausgang des
Turnigy BEC ist

das ist scheinbar so, weil es anscheinend funktioniert, es muss aber nicht unbedingt so sein.
Angenommen das Turnigy BEC wäre galvanisch getrennt von der Eingangsspannung,
dann hätten die Servosignale überhaupt keinen Bezug zu der Masse des Regler BEC..

Prinzipiell haben die Servoausgänge des Empfängers ein Bezugspotential, und das
sind die Masse Ausgänge der Servoausgänge.
Deshalb sind die Signalleitungen und die Masseleitungen der Empfängerausgänge zu benutzen.

In deinem Fall kannst du ein Problem bekommen wenn die beiden verschiedenen MASSE durch Belastungen oder Störungen auseinanderlaufen.

Kurz gesagt, sowas macht man nicht !

Außerdem erhöhst du das Ausfallrisiko mit zwei BEC.
Eine Doppelstromversorgung sollte eigentlich die Ausfallsicherheit erhöhen.

Ich würde erstmal etwas messen und testen ob das 3A BEC nicht doch ausreicht,
das hängt natürlich von den verwendeten Servos und dem Einziehfahrwerk ab.
Ansonsten würde ich ein hochwertiges externes BEC (z.Bsp: Jeti SBEC) einbauen , das Regler BEC nicht benutzen.

Gruß
Thomas
 
Hallo Rudi,

schön, daß es bei Dir funktioniert, aber das ist - sorry - Pfusch. Bitte nicht nachmachen.

Wenn Du das Regler-BEC unterstützen möchtest, verwende einen Pufferakku ggfls. mit Sperrdiode zum Regler-BEC (Beiträge dazu gibt es massenweise). Oder nutze das Regler-BEC gar nicht und besorge Dir das 6A/12A-SBEC z.B. von Jeti. Das ist - obwohl "nur" einfache Stromversorgung - besser als diese Lösung.
 
Hallo Robin,
worauf stützt Deine Aussage, daß meine Schaltung "Pfusch" ist und nicht nachgenacht werden sollte?
 
Ich muss meinen Vorrednern leider recht geben. Du hast unbewusst ganz viele zusätzliche Fehlermöglichkeiten eingebaut. Z.B. wenn das Regler-BEC durchbrennt funktionieren wegen fehlender Versorgungsleitungen die Servos im Rumpf nicht mehr.
Desweiteren würde beim Durchbrennen eines BECs das zweite auch gleich versagen, da ich auf deinen Bildern keine Dioden zur Entkopplung finden kann.

Insgesamt hast du das Ausfallfallrisiko erhöht statt gesenkt. Deshalb rate ich dir dringend deine Verkabelung nochmals zu überdenken.

Gruss Lukas
 
Hallo Lukas,
wo soll ich was mit Dioden entkoppeln, das gar nicht verbunden ist? Jedes BEC ist selbständig mit Plus versorgt. Der Minuspol ist zugleich das gemeinsame Potential.
 
Hallo Rudi,

ich verwende in jeder +Leitung zum Empfänger Schottky-Dioden, hier die Schaltung von meinem Big Lift.

Gruß
Günter

BigLift_AR8000.jpg
 
Servus miteinander,
nochmal zum Verständnis, ich habe keine zwei Pluspole zum Empfänger, daher gibts auch nichts zu entkoppeln. Das BEC des Reglers versorgt die Servos im Rumpf, das externe BEC die Servos im Flügel.
 
Auch das ist nicht optimal. Wenn eines der beiden BECs ausfällt ist der Flieger hin, da entweder die Rumpfservos oder der Empfänger ausfallen. Du hast indem du zwei BECs parallel ohne Redundanz betreibst die Ausfallwahrscheinlichkeit verdoppelt. Nur ein grosses BEC welches alle Servos versorgt wäre die sicherere Variante, ausser du baust eine Diodenweiche zwischen die BECs. Dann müssten die Ausgangspannungen der BECs gleich sein, sonst läuft die Last trotzdem wieder nur über ein BEC.

Was schon geschrieben wurde, ist die fehlende Masseleitung zu den Rumpfservos. Das hat zufälligerweise funktioniert da bei beiden BECs die Masse am Eingang mit der Masse am Ausgang verbunden ist.
Die Servosignale der Rumpfservos werden über das ReglerBEC über den Antriebsakku über das zweite BEC massenausgeglichen. Das wäre mir definitiv zu störanfällig.

Gruss Lukas
 
Servus miteinander,
also Sigi hats erkannt :-) auf die Antwort von Robin warte ich immer noch. Er schreibt zwar, dass es Pfusch ist, aber zu einer explizit technischen Erklärung ist es bis jetzt nicht gekommen. Also die Schaltung basiert nicht auf Versuch und Glück gehabt, aber keiner der Kritiker hat bis jetzt eine Erklärung gebracht, warum das man so nicht machen soll. Geh ich vielleicht richtig in der Annahme, dass sich diese Leute einfach nicht vorstellen können, um was es sich hier handelt und es deswegen nicht funktionieren darf (kann)?
Also ich werd mich hier jetzt ausklinken und das Feld den "Experten", oder wie wir hier in Niederbayern sagen, den Gschaftlhubern und Gscheidhaferln überlassen. Vielen Dank, mir reichts.
 
Überlege einmal warum es verdrillte Servoleitungen gibt !

Durch den Stromfluß vom Servo im Servokabel baut sich aufgrund der Kabelinduktivität ein Magnetfeld auf. Dieses induziert eine Störspannung im Servokabel. Das Verdrillen der Servokabel dient der Reduktion von induzierten Störspannungen im Kabel selbst. Dies gilt auch für äußere Störungen. Mit der Lösung vom Rudi hat das aber nichts zu tun.

Gruss
Micha
 
@Micha

Bei Rudi's Lösung bilden die Signalleitungen der Servos und Masseleitungen eine riesige Schleife und sind
somit sehr störanfällig gegen Einkopplungen (äußere Störungen).
Also genau das Gegenteil was man mit verdrillten Kabeln erreichen will.

dazu dann noch die Masse für die Servos über vier Ecken geholt, über stromführende Leitungen ?

Das Bezugspotential für die Servosignale sind die Masseanschlüsse des Empfängers !!!
 
Hallo Thomas,

das Hauptproblem sehe ich in den Masseschleifen, die können zu Problemen gerade bei unterschiedlichen Strömen in den Masseleitungen führen. Die Einkopplung von äußeren Störungen ist da m. E. weniger das Problem. Der Kabelverhau mit den vielen Steckverbindungen ist generell auch sehr fehlerträchtig. Die Lösung vom Rudi ist so natürlich nicht zu empfehlen.

Zudem können beide BEC durch den Fehlermode Kurzschluss den Antriebsakku kurzschließen. Dies gilt auch für
die Doppelstromversorgung vom Guenni52. Somit ist nebenbei beim Thema Sicherheitsgewinn wenig gewonnen.

Gruss
Micha
 
Hallo Thomas,

Zudem können beide BEC durch den Fehlermode Kurzschluss den Antriebsakku kurzschließen. Dies gilt auch für
die Doppelstromversorgung vom Guenni52. Somit ist nebenbei beim Thema Sicherheitsgewinn wenig gewonnen.

Gruss
Micha

Hallo Micha,

Ich denke bei einem Kurzschluss eines der BEC´s im Eingang fliest bei einem Akku 6S 5800mA ein dermaßen hoher Kurzschluss-Strom das sich der Steller an den Anschlüssen auslötet oder abraucht.
Die Wahrscheinlichkeit des Ausfalles am BEC Ausgang zum Motor oder Empfänger (+5,5V) ist wesentlich höher.
Deshalb die Doppelversorgung, damit sollte noch eine Notlandung möglich sein.

Gruß
Günter
 
Hallo Günter,

die relative Häufigkeit für den Fehlermode Kurzschluss am Regler oder BEC Eingang ist m. E. wesentlich höher als der Fehlermode Unterbrechung am Ausgang. Die Fehlerverteilung für Transistoren und Kondensatoren liegt bei mehr als 50 % bei dem Fehlermode Kurzschluss. Siehe folgende Tabelle. Ich war lange in der Luftfahrtindustrie (Avionik) tätig, dort müssen redundante Systeme wie auch Spannungsversorgungen möglichst unabhängig voneinander sein. Eine Spannungsversorgung (LiPo) mit zwei redundanten Power Supplies (BEC's in unserem Fall) in einem Gerät bringen keinerlei Vorteil. Zudem kann auch der Akku ausfallen oder rausfallen (aus dem Flieger...) :D. Was bei einem Kurzschluss mit den Anschlüssen am Eingang vom Regler und dem BEC passiert ist für mich reine Spekulation.

Failure_Modes_A.Birolini.jpg

Gruss
Micha
 
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