Drehzahl beim bürstenlosen Motoren am Steller-Ausgang messen?

Razzo

User
Hallo,

kann man bei bürstenlosen Motoren die Drehzahl des Antriebs am Ausgang des Stellers messen, z.B. mit einem Oszilloskop?

Gruß,
Razzo
 
nö, weil das ja auch vorraussetzen würde, dass der Motor auch genau das macht, was der steller will......
im extremfall kkönnte er ja stehen, und der steller lässt trotzdem das feld rotieren.... oder ?
 

Razzo

User
Sind unsere Bürstenlosen nicht sog. Synchronmaschinen die, wie der Name sagt, synchron zum Feld laufen müssen?
 
Der Jochen Zaiser hat seinen Uni-Test irgendwie umgemoddelt, daß das ging. Ich hab nur keine Ahnung wie, aber irgendwo hier im Netz schwirrt auch was rum, ich find's nur nicht ! :rolleyes:
Suchfunktion bemühen, oder vielleicht postet ja jemand was... :)
Muß aber wohl recht aufwändig sein.

Gruß,

Alex
 

plinse

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Moin,

@ Dominik: Der Steller gibt eine Rampe auf den Motor, mit der er ihn hoch zieht. Sobald er den Motor ausmessen kann, kommutiert er synchron. Wenn der Motor nur annähernd gescheit läuft, kannst du von Synchronität ausgehen, mit der Rampe schleppt der Steller den Motor nur an. Außerdem würde der Motor nicht ansatzweise irgendeine Leistung bringen, wenn er nicht dem Drehfeld folgen könnte. Du gehst von einer Asynchronmaschine aus, ja die haben Schlupf.

Wir verwenden aber blockbestromte permanenterregte Synchronmaschinen, teils auch Brushless DC Motoren genannt. Die laufen nur synchron.

Die meisten Steller dürften 120°el Block bestromen. 120°el Strom an, 60°el aus, 120°el Strom in anderer Richtung an, 60°el aus. Das auf jeder Phase 120° versetzt ergibt, dass immer 2 Phasen leiten und eine stromlos ist.

Je höher die Drehzahlen aber werden, desto unsauberer verläuft der Strom bzw. die Flanken sind nicht mehr so steil.

Prinzipiell geht das mit dem Messen, mit einem digitalen Scope müsste man sich sogar die Frequenz ausgeben lassen können, per math Funktion durch die Polpaarzahl teilen (deshalb auch °el (elektrisch) bei den Einschaltwinkeln oben, nicht ° mechanisch) und du hast die mechanische Drehzahl.
 

Razzo

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Danke, so ungefähr dachte ich mir das. Hat das jemand schon mal praktich durchgeführt?

Das Getriebe muss man natürlich auch noch einrechnen.
 
Hallo zusammen,
ich habe gelegentlich schon mit dem Scope die Drehzahl gemessen, die Werte erschienen mir immer plausiblel. Da ich aber keinen herkömmlichen Drehzahlmesser habe, kann ich nicht mit Bestimmtheit sagen, dass kein Schlupf auftritt.

Da ich aber auch der Ansicht bin, dass ein Brushlessmotor per Definition syncron ist, sehe ich da kein Problem in der Drehzahlmessung per Scope.

Carsten
 

plinse

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Moin,

Schlupf ist prinzipbedingt nicht möglich. Lediglich Meßfehler und die Frage, wie sauber das Scope auf immer schwammigere Stromflanken bei steigender Drehzahl triggert.

Abgesehen davon, dass ein Drehzahlsteller bei Teillast per PWM taktet. Die Frage ist also auch, ob man die Strangspannung misst oder den Stragstrom. Spannung kann ich schalten, die liegt an oder nicht. Strom ist ein anderes Thema wegen der Induktivitäten der Maschine. Der stellt sich aufgrund der Spannungen ein und hat über den Freilauf der Endstufen einen weiteren Pfad, was PWM ohne Endstufentod auch erst ermöglicht.

Raum für Meßfehler gibt es genug ;) .
 

quax

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Hallo,

hier kannst Du ein paar Bilder sehen (inkl. der passenden Erklärung), welche auf dem Oszi zu sehen wären.

Gruß
Kai
 
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