Elektro-Pfeil

Hallo Leute,

da sich hier ja einige Nuri Spezialisten tummeln, bitte ich Euch hier um Eure Unterstützung.

Ich möchte mir einen Nuri-Pfeil mit ca 2,2m Spannweite bauen, den ich mit einem LRK Motor und 7 Zellen betreiben will. Der Nuri sollte gute allroundeigenschaften haben.

Hier mal eine Hardcopy:
e-3eck.jpg


Hier ein paar Daten:
Tiefe innen = 240mm
Tiefe Knick = 210mm
Tiefe aussen = 160mm
Pfeilung T/4 = 18°
Länge Segment innen = 900mm
Länge Segment aussen = 200mm
Schränkung Liner, aussen = -3°
Profil vorgesehen = HS522

Das Modell wird in Syro-Furnier Bauweise GFK/CFK Verstärkungen gebaut. Eventuell wird die Oberfläche noch beglast. Der Rumpf wird aus GFK gemacht.

Das Modell möchte ich für die bei uns in Österreich geflogene Nationale Klasse RC-E7 einsetzen.

Vorgaben von RC-E7:
E-Antrieb mit 7 sub-C Zellen, 15 min Flugzeit & Ziellandung.

So, ich bin für alle Anregungen dankbar.

So

[ 19. November 2003, 21:38: Beitrag editiert von: Rainer ]
 

Hans Rupp

Vereinsmitglied
Hallo,

und was für ein Profil soll der haben? Was mir spontan aufällt ist einzu niedriges Auslegungs-ca für Zeitflug.

Gibt es irgendwelche Größen oder Gewichtsbeschränkungen?

Hans
 

RSO

User
Hallo Rainer,

sieht doch gut aus. Kann man warscheinlich
nicht besser machen.

Entscheidend ist die Form und Ausführung der
Winglets, sowie dessen Übergang. Da kannst Du
noch ein bischen Leistung rausholen. Geh mal auf
die Seite vom Hepperle, da stets geschrieben wie
Winglets ausgelegt werden.

Gruss, Raimund
 
Wenn Du eine Wettbewerbsklasse mitfliegen willst, dann würde ich das Modell so leicht wie möglich bauen. Versuch das Furnier wegzulassen. Furnier hat je nach verwendetem Material ein Gewicht von 300 bis 600g pro m² bei einer Stärke von 0,5 bis 1mm. Da kannst Du gleich 200er Kohlegewebe nehmen mit einer Deckschicht aus 40er Glas. Der Flieger ist dann sehr hart und nur schwer kaputt zu kriegen.

Grüße von einem Hessen im Schwabenland
 
Hallo Leute,

ich baue sonst immer in Positiv Bauweise, wollte abe dieses mal mit weniger Aufwand arbeiten.

Ich denke auch dass das Ding leicht sein sollte.
Für den Rumpf möchte ich eine Forma bauen.

Habt Ihr sonst noch Ideen, dann her damit.

Danke für Eure Mühe.

nurflügelfliegen
Gruss Rainer
 
Ich kenne Die Wettbewerbsklasse nicht, aber wenn von dem Modell nur Zeitflug verlangt wird, dann würde es Sinn machen das Auslegungs Ca auf 0,5 bis 0,7 zu erhöhen. Deine Auslegung scheint bei 0,2 zu sein oder liege ich hier falsch.
Um den Flieger über Ruder zu höheren Ca Werten zu trimmen, brauchst Du sonst große Ruderausschläge und die versauen Dir den k-Faktor, dann hast Du schnell keine elliptische Auftriebsverteilung mehr sondern eine Beule mit 5 bis 10% weniger Auftrieb als möglich.
 

Hans Rupp

Vereinsmitglied
Hallo,

das HS522 ist für einen flotten (Pylon)-Nuri entwickelt. Daher könnte es sinnvoller sein, ein Profil mit postiverem cm0.25 zu verwenden als das HS522, statt mehr zu schränken. Das HS520 ist da schon besser. Ich kruschtle mal in meiner Profilkiste für Dich. Ich habe mal aus TL54 + irgendwas etwas zusammengemischt, das taugen könnte.

Hans
 

Hans Rupp

Vereinsmitglied
Hallo Rainer,

ich hätte Dir die Profile zugeschickt, aber keine Mailadresse gefunden.

Das Profil ist aus dem TL54 und dem HS520 enstanden. Das HS520 dürfte aber vom Profilmoment noch besser passen.

Hans
 

Hans Rupp

Vereinsmitglied
Hallo Bernd,

welche Polaren hättet Du den gerne?
- Profile ?
- Re-Zahl ?
- Klappenstellung ?
- ncrit ?
- mit welchen Koordinaten gerechnet?
- mit welchem Algorythmus geglättet?

Das Problem an genaue diesen Profilen ist, dass sie auf äußere Begleitumstände sehr sensibel reagieren. Deshalb traue ich den von mir gerechneten Polaren selbst nicht.

Das HS520 hat ein (berechnetes!) cm0.25 von rd. 0,006 (etwa wie MH45), das HS522 von - 0,005 nd das TL54 von -0,017. Meine Entwürfe liegen zwischen +0,012 und -0,005, wobei ein Punkt an der Endleiste anders schon Sprünge von 0,005 im Moment bewirkten können. Wohlgemerkt alles theoretisch rechnerisch!

Daher nur mal eine Tendenz (ich habe mir die Polaren nochmal angeschaut, unkommentiert will ich sie aber nicht reinstellen und zum kommentieren habe ich gerade keine Zeit; meine Mailadresse hast Du ja ;) )

- MH45 als Referenz ist bei postiven ca minimal schlechter als alle genannten Entwürfe, am besten im Rückenflug; d.h. die Polaren berühren sich mal, aber nie ist das MH45 besser
- TL54 ist über ca 0,8 der Meister, wie von Siggi vorgeschlagen modifiziert (etwas dünner und entwölbt) verliert er ewtas vom Vorsprung und wird wird trotz cm0.25=-0,013 vom HS520 mit positivem cm0.25 fast eingeholt
- das HS522 ist zwischen ca=0,1 und ca=0,8 die Messlatte
- mein Entwurf ist zwischen ca=0 und 0,1 etwas besser und kann im Rest nahezu mithalten, hat sogar etwas mehr ca-max als das HS522

Aber wie gesagt, alles theoretisch und schon ob man ncrit=09 oder 11 wählt wird sich zugunsten des einen oder anderen aus. Epplercode hat wieder ganz andere Meinungen.

Übrigens ist das Sipkill im ca-Beriech 0,5 bis 0,8 wirklich gut, rezahlunemfpindlich und für einen Elektropfeil daher auch ein sehr gute Wahl. Wer keine Höchstleistung für jeden Preis sucht ist mit dem Profil bestens bedient, da es durch die etwas dickere Endfahne deutlich leichter zu bauen ist. Um ca = 0,7 schlägt es alle hier versammelten Profile und im (hier wohl unwichtigen) Speed ist es nur etwas schlechter (etwa MH45 Niveau :eek: ). Ich halte dieses Profil für einen riesen Entwurf bei den Rahmenbedingungen (Profildicke 10%, cm0.25=-0,005 und die dicke Endfahne). Speziell von der Baubarkeit der Endfahne bin ich begeistert. Was nützt das theoretisch beste Profil, wenn ich es nicht genau genug bauen kann.
(Falls es jemand noch nicht gemerkt hat: dies war gerae ein Plädoyer, das Sipkill zu nehmen :) ; Unter ca=0,5 ist der Nachteil gegenüber den anderen Profilen hauptsächlich am Stammtisch interessant und was fliegen wir den mit einem Elektromodell mit 15min Zeitflugaufgabe? Aber wir kennen das Reglement ja noch nicht genau.... Übrigens XFoil weist immer ein höheres ca-max gegenüber dem Epplercode aus, deshalb nicht wundern das bei Siggi die Polare des Sipkill unter 0,8 aufhört und ich fasele, es hätte dort mehr camax als andere Profile, ich rede von XFoil-camax )

Hans

[ 27. November 2003, 07:29: Beitrag editiert von: Hans Rupp ]
 
Hallo Leute,

bin wieder im Lande.

So ich habe den Flügel nochmals mit einem Auslegungs-Ca von 0,6 gerechnet.
e-3eck_1.jpg


Als Profil wollte ich erst das S5020 verwenden.

Die Klasse RC-E7 ist eine Elektroflugklasse.
Aufgabe ist ein Zeitflug von 15 Minuten mit einer Ziellandung im 15m Kreis.

Der Elektroantrieb darf nur von 7 Sub-C Zellen gespeist werden. Die Motorlaufzeit ist frei.

Um bei der Ziellandung besser zu treffen, möchte ich die Wölbklappen einsetzen.
 

Hans Rupp

Vereinsmitglied
Hallo Rainer,

die Aufgabe ist ja einfach (das ist nicht negativ gemeint, ich finde solche Wettbewerbe gut; sind nicht so verbissen). D.h. man muss das Modell nicht eng an den Bestimmungen halten.

Was Du oben gerechnet hast ist keine Auslegung für ca=0,6. Da sehe ich nämlich ein unfliegbares Stabilitätsmaß von 2,18%, weil Du das ca fixiert hast. Ein Auslegungs-ca von 0,6 ist auch bei einem Pfeil mit der Geometrie nicht sinnvoll. Da geht dann im Schnellflug nur mehr wenig. Setze mal das Stabiltätsmaß auf 8%, dann kommt ein Auslegungsca von um die 0,2 heraus bei 3Grad Verwindung.

Verwendest Du ein HS520 steigt das auf 0,3. Das wäre o.k. für Deine Zwecke. Wenn Du bei 1kg Gewicht bleibst würde ich das Auslegungs-ca zwischen 0,3 und 0,4 ansiedeln. Also entweder ein bisschen mehr Verwindung oder ein Profil mit postitiverem cm0.25.

Hans
 

jwl

User †
ich trau's mich gar nicht zu sagen habe mir für den winter einen e-pfeil gebaut erstflug mit motor steht noch aus.
b 1600mm
t 220mm
m 1200g
motor 540 gear
zellen 7x1.7
profil jwl081
jwl_plot.php

das profil ist für kunstflug gedacht und dass standard servos reinpassen. die flächen sind bedingt durch die dick sehr steif.

welches profil ich ans herz legen kann und was schon 5stunden hangflug auf dem buckel hat ist das profil von der neuen uzza b=1800
jwl_plot.php

die sinkleistung liegt bei ca 50-60 cm/s
und der schnellflug ist beidruckend bei 20g/dm2

uzza02.jpg

ein kleiner eindruck davon
http://leinauer.de/aero/movies/uzza02_sor.mov
http://leinauer.de/aero/movies/uzza02.mpg

das profil dürfte noch etwas besser sein
jwl_plot.php

für deinen einsatzzweck und von der statik haste ja nicht harte anforderung wie beim hochstart.
die profile zeichen sich vorallem durch gute böen unempfindlichkeit aus. das war der grund warum ich sie entworfen habe, da die leichten pfeile bei durchsetzer luft vom himmel flielen.
so rainer nun musst du dich entscheiden :)

gruss jwl
 
Hallo,

@Hans, ich denke ein auslegungs ca von 0,4 währe schon O.K. da man ja mit den Klappen arbeiten kann.

Ich denke dass ich beim Modell im schlimmsten fall mit 2 kg rechnen muß.

@jwl, ich möchte mit dem Modell schon mal heizen und die Sau rauslasen, trotzdem soll das Ding auch Termikempfindlich sein.
 

jwl

User †
Original erstellt von Rainer:


@jwl, ich möchte mit dem Modell schon mal heizen und die Sau rauslasen, trotzdem soll das Ding auch Termikempfindlich sein.
geht doch. beim hochstart treten einfach bei zentralem haken sehr hohe kräfte auf die es sonst im flug nie gibt. bei deiner streckung wirst du keine problem in sachen festigkeit haben. es wird ausreichen wenn du mit apachie beplankst und eine holmsteg vorne und hinten einbaust. da sollten eigentlich 9% dicke aureichen. der unterschied zwischen dem 10 und 8.8% dicken profil sind nicht so hoch ich schätze den leistungewinn im besten gleiten und schnellflug auf 3-4% im geringesten sinken ist der unterschied akademischer natur.

gruss jwl
 
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