Empfängerstromversorgung mit LiIon

Hallo,

ich habe wegen eines defekten Notebook-Akkus 6 LiIon-Zellen mit jeweils 3,6 Volt übrig. Suche im Forum ergab, dass man diese Zellen als Empfängerstromversorgung verwenden könnte, allerdings mit einer Regelelektronik. Wo ich die herbekommen kann (und was sie eigentlich macht) hab ich leider nicht rausgefunden.
Nun meine Frage: warum kann ich nicht einfach zwei Zellen in Reihe schaltenund mit zwei Widerständen einen Spannungsteiler bauen? Weil dann permanent Energie von den Widerständen in Wärme umgesetzt wird? Wenn das der einzige Grund ist könnte ich die beiden Widerstände ja sehr groß wählen, um den Energieverlust gering zu halten, oder? Welche Probleme gibts denn noch?

Vielen Dank,
Michel
 
könnte ich die beiden Widerstände ja sehr groß wählen, um den Energieverlust gering zu halten,
Michel, offenbar ist dir die Wirkung des Gesetzes vom guten alten Herrn Ohm nicht ganz geläufig...
Natürlich fliesst in einem Spannungsteiler mit höheren Widerständen weniger Strom.
Aber: woher sollen denn die armen Servos ihren Strom bekommen?
Regelelektronik. Wo ich die herbekommen kann (und was sie eigentlich macht) hab ich leider nicht rausgefunden
Die bekommst du u.A. in jedem guten Modellbau-Fachgeschäft.
Was die macht? Die regelt die Spannung auf die benötigte Volts der Servos.
Gruss Jürgen
 
Hallo,

danke für deine Antwort, da hätte ich mit einem bisschen mehr nachdenken selbst drauf kommen sollen! Jetzt habe ich mir einen solchen Regler gekauft.

Eine Frage hätte ich aber noch, weil ich in der Suche dazu nichts gefunden habe: ist das Laden von Li-Ion Zellen ähnlich problematisch wie bei Li-Po? Kann ich die beiden Zellen bedenkenlos in Reihe laden, oder muss dazu ein Balancer eingeflickt werden?

Danke,
Michel

edit: es handelt sich um Zellen von Samsung (gibt es auch von anderen Herstellern) mit der Typenbezeichnung 18650-24
 
Michel,
Lipos sind nicht problematisch.
Wenn man sich an die Grundregeln hält: Nie ohne Balancer laden. Und natürlich nur mit einem bewährtem, geeigneten Ladegerät.
LiIon sind natürlich robuster. Haben sich nur wegen dem höheren Gewicht nicht durchgesetzt.
Kannst sie bedenkenlos ohne Balancer laden.
Sollen auch die um 0.1V höher Lade-Endspannung der Lipo Ladegeräte verkraften. Was ich allerdings nicht mache, da ich ein entsprechendes Ladegerät habe.
Gruss Jürgen
 

Otti

User
Jürgen N. schrieb:
Kannst sie bedenkenlos ohne Balancer laden.
Sollen auch die um 0.1V höher Lade-Endspannung der Lipo Ladegeräte verkraften.
Vorsicht! LiIon is nicht gleich LiIon!
Da gibt es verschiedene Typen mit unterschiedlichen Materialien drin (Manganoxid, Kobalt, Eisenphosphat...)

Soweit ich weiß, sind die typischen Schlepptop-Zellen mit Kobalt und können bei Fehlbehandlung brennen oder sogar explodieren, auch weil sie teilweise keine eingebaute Sicherung haben. Im Laptop-Akku sind meist auch entsprechende Elektroniken zur Balancierung drin, in Werkzeug-Akkus mit Manganoxid-Zellen nicht - das sollte uns zu denken geben! Von den "Konions" (Manganoxid) wissen wir, daß sie nicht balanciert werden müssen, aber mit Verallgemeinerungen, daß das für alle Arten von Li-Ion Zellen gilt, wäre ich vorsichtig. Zumindest sollte die Zellenspannung beim Ladeende mit dem Voltmeter überprüft werden, um evtl. Driftneigung zu erkennen und ggf. durch Einzelzellenladung auszugleichen. Driften die Zellen nicht auseinander, kann man die Häufigkeit der Kontrollmessungen verringern.

Grüße,

Otti
 
naja, wenn 2 hinüber sind ists mit den anderen auch nicht mehr weit; so meine Erfahrung. Wäre mir zu heiß, musst du aber wissen. Würde auf jeden Fall mal ein paar Test zu Spannungslage und entnehmbarer Kap. bei versch. Temp. machen und danach die Zelen selektieren
 
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