Leichtes Biaxial Gelege - Wo gibt es sowas?

Hallo zusammen,

die Bausaison steht vor der Tür und die neuen Projekte erblicken die Welt :D.

Bisher habe ich das 60er Biaxial von R&G für meine HR und leichte Außenflächen eingesetzt.
Da jedoch dieses Gelege ganz schön Harz schluckt, bin ich auf der Suche nach leichterem Material.

Jetzt gibt es ja x Versionen von Spread-Tows. Nur, ich verbaue dies unter Abachi!
Das bedeutet, die Optik spielt keine Rolle!

Mir sind die Aspekte Gewicht und Festigkeit sehr wichtig.

Gibt es evtl. eine Adresse woher man 2. Wahl Spread-Tows günstig beziehen kann?
 
Hallo Thomas !

Wenn Du positiv Leicht bauen willst, wuerde ich eher das schwere Abachi ,wie dick auch immer ,
gegen Pappel oder Balsa austauschen und dann erst die schwerere Kohle .
Wie heisst es , je leichter die Kohle , desto mehr Kohle legst Du hin! :cry:

Fliegergruss. Gerhard
 
Hallo Thomas,
hast du schon mal versucht das Gelege vorher zwischen zwei Folien zu tränken? Das Harz massierst du dabei mit einer Kredidkarte ein, überschüssiges Harz wird an den Seiten herausgestrichen. Dabei hat das Furnier auch nicht die Möglichkeit Harz zu saugen.
Die zweite (und dabei recht günstige) Möglichkeit an Biaxiallagen zu kommen sind zwei UD Lagen aufeinander zu laminieren. Ich habe so Leitwerke gebaut und war von der Festigkeit echt beeindruckt. Gebaut wurde allerdings in Formen und ich hatte kleinere Probleme mit der Oberfläche, weswegen ich momentan wieder davon abgekommen bin, aber das ist bei dir ja wurscht. Ein weiterer Vorteil: Du kannst den Faserwinkel variieren.
Schöne Grüße,
Johannes
 
Hallo zusammen,

danke für Eure Vielzahl an guten Tipps.

Stefan,
so um die 40 Gramm/m² und so um 40€/m².

Gerhard,
ich nehme schon 0,8mm Abachi. Mit Pappel und Balsa habe ich nicht so gute Erfahrungen gemacht.

Johannes,
das Abachi wird von mir durch Porenfüller immer verschlossen, sodass es nicht das Harz aufsaugt.
Ich arbeite auch immer mit einer Scheckkarte und massiere das Harz ein und das was zu viel ist, wird herausgedrückt.
 
Hallo

Harz sparen?
Gewebe auf Folie legen, mit Harz tränken, ein oder zwei Lagen Zeitungspapier drauf, in einem kühlen Raum bis zur weiteren Verarbeitung ablegen. Gelierzeit beachten. An Topfzeit orientieren.
Weitere Verarbeitung: Zeitungspapier abziehen, Gewebe positionieren, Folie abziehen.

Gewebe ist durch nichts zu ersetzen, außer durch mehr Gewebe. ;)
 
Hi Stefan,

manchmal hat man das Glück und läuft per Zufall an 2. Wahl Gelege hin.
Dann wird es auch wieder günstiger :cool:

An der Verarbeitung kann ich bestimmt auch noch arbeiten.
Vom Gefühl her arbeite ich schon sehr gewichtsoptimiert.
Aber, man kann seinen Arbeitsablauf immer noch weiter verbessern.
 
Gerhard,
ich nehme schon 0,8mm Abachi.

Johannes,
das Abachi wird von mir durch Porenfüller immer verschlossen, sodass es nicht das Harz aufsaugt.
Ich arbeite auch immer mit einer Scheckkarte und massiere das Harz ein und das was zu viel ist, wird herausgedrückt.
Nimm 0,6er Linde und sperre ebenfalls mit porenfüller.
Bringt schon mal eine Grammatur
 
leichte Furnierflügel

leichte Furnierflügel

Hallo zusammen,

es hängt vielleicht vom Einsatzzweck und dem Fluggebiet (und dem Flugstil) ab - achso, und vom Transport natürlich -aber ich würde bei Positivbauweise bei Abachi bleiben. 1mm ist gut, etwas geht beim Schleifen ja noch weg. Balso habe ich 30Jahre verwendet, es wird nicht so viel leichter damit (Abachi wiegt etwa so viel wie schweres Balsa). Außerdem muss man immer erst mehrere Brettchen zusammentapen. Und das schlimmste ist die Druckempfindlichkeit - auch bei GFK-beschichtetet Flächen - ratzfatz hat beim Transport im Auto etwas gedrückt und man hat kleine Macken.

Als Torsionslage habe ich mich von 160g CFK Gewebe über 93g CFK Gewebe gerade zu 36g CFK Gelege heruntergearbeitet und bin erstaunt, wie torsions-stabil so ein Furnierflügel noch ist (bzw. sich im Hand-Verdreh-Test anfühlt).

Harz sparen geht m.E. am besten, in dem man den theoretischen Harzverbrauch des Gewebes ausrechnet, sich genau diese Menge Harz anrührt (gut, man braucht dann doch immer etwas mehr...) und erst einmal versucht, damit auszukommen. Erst wenn nichts mehr hilft und immer noch trockene Stellen da sind, kommt das Reserve-Harz zum Einsatz.

Das Tränken von Fasern mit der Scheckkarte geht mindestens bei Geweben recht gut - auch ohne Folie. Einfach etwas Harz auf das Gewebe gießen und sofort mit der Scheckkarte gefühlvoll verteilen. Bei Gelege habe ich vorsichtshalber mit der Rolle gearbeitet, das geht auch gut, verbraucht aber gefühlt immer etwas mehr Harz (bis ich einmal die Rolle vorher und nachher gewogen habe, dann ist klar wo das Harz bleibt...). Unabhängig vom Werkzeug ist auch ein Fön sehr hilfreich, das Harz wird dann so richtig flüssig und zieht in die Fasern. Aber vorsichtig mit Dämpfen und nicht so erhitzen, dass das Harz verkocht o.ä.

Furnier sollte immer mit Clou gestrichen werden (auch am besten mit der Scheckkarte).

Viele Grüße
Christoph

PS: die ursprüngliche Frage war eigentlich, wo es leichtes Biax-Gelege gibt... ich habe das o.a. CGE36 Gelege bei EMC Vega bezogen.
 
leichtes biaxial gelege

leichtes biaxial gelege

...kannst du auch bei HP-textiles bekommen.60gramm pro qudratmeter und etwa 27 euro pro quadratmeter.lässt sich gut tränken und mit hartgummi oder messingwalze gut verdichten für minimale harzaufnahme.liegt 1270mm breit und hat +/-45° ausrichtung der fasern.zum beplanken abachi,bzw ayousfurnier ist gut und stabil,jedoch etwa doppelt so schwer,wie hartes balsa.der quadratmeter abachi mit 1mm dicke wiegt zwischen 350 und 450 gramm.gibts natürlich auch dünner,0,6mm dicke reichen auch.das verwende ich beispielsweise,weils eben verfügbar war.ich verklebe mit harz und schaumtreibmittel und behandle das furnier nicht mit porenfüller vor.der gewichtszuwachs ist nicht nennenswert,ich habe vergleichswiegungen gemacht.bei balsa benutze ich porenfüller,da ist die gewichtsdifferenz deutlich. viel erfolg gruß holger
 
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

ich habe das o.a. CGE36 Gelege bei EMC Vega bezogen.

Die 36 g/m² sind das reine Fasergewicht, der Nähfaden und die zusätzliche Klebefixierung bringen auch nochmals 21 g/m² auf die Waage. Ich hab's schlicht gewogen und auf einen m² runtergerechnet, weil ich dem Braten nicht getraut habe.
 
Hallo zusammen,

Ich möchte mich bei Euch allen recht herzlich für die vielen Bautipps bedanken.
Da kommen doch ganz viel Erfahrungen zu Tage.

Wenn ich soweit bin, werde ich meine auch teilen:D
 
Die 36 g/m² sind das reine Fasergewicht, der Nähfaden und die zusätzliche Klebefixierung bringen auch nochmals 21 g/m² auf die Waage. Ich hab's schlicht gewogen und auf einen m² runtergerechnet, weil ich dem Braten nicht getraut habe.

Sehr cool, finde ich sehr erstaunlich!
Danke für die Info.

Wenn 36 gr/m² angeboten werden gehe ich davon aus dass dieses auch die komplette Grammatur ist.....
Dann noch zusätzlich 21 gr/m² sind demnach 57 gr/m², sorry geht garnicht.

Erstaunlich mit welchen Methoden in der Branche gearbeitet wird.
Ein Schelm der Böses dabei vermutet.

Gruß
Mike
 
leichtes biaxial gelege

leichtes biaxial gelege

...ja ,ganz schrecklich.ich vermute eine globale verschwörung der verstärkungsfasermafia.wieviele wettkampfsiege werden die wohl durch falsche grammatur-angaben auf dem gewissen haben...wenn man leichtbau systematisch betreibt,dann sollte eine gutgehende briefwaage immer in reichweite stehen und die bauteile und materialien werden gewogen,bevor sie mit harz und kleber beschmiert werden.im anschluß wird dann das fertige produkt gewogen und ggf.die bautechnik nochmal hinterfragt.auf diese weise kann man zum beispiel herausfinden,daß nicht die geringe grammatur das alleinige heilmittel für leichtbau ist(beispielsweise werden laminate mit 80g carbongewebe gleichschwer ,wie 93g carbon,laminate mit biaxgelegen werden bei gleicher grammatur geringfügig schwerer als mit geweben).nicht zuletzt kann man sich dann fragen,welchen zweck das furnier auf dem flügel überhaupt noch hat,wenn die lasten ohnehin von den darunter liegenden fasern aufgenommen werden....furnier wiegt 3-4 gramm pro quadratdezimeter.folie drauf nochmal ein halbes gramm.das mündet dann in die wing-bagging bauweise,wenn nicht per reglement explizit faserverbundoberflächen untersagt sind.viel erfolg bei konstruktion und bau wünscht holger
 
...ja ,ganz schrecklich.ich vermute eine globale verschwörung der verstärkungsfasermafia.

Ich glaube nicht, dass du verstanden hast, worauf ich hinauswollte. Es geht darum, wissentlich (ich hatte ihn bereits 2 mal darauf hingewiesen) falsche Angaben zu machen, um einen Wettbewerbsvorteil daraus zu erzielen. Anders kann ich mir eine derartige Dreistigkeit nicht erklären. Und ja, ich sehe das aus einem anderen Blickwinkel.


(beispielsweise werden laminate mit 80g carbongewebe gleichschwer ,wie 93g carbon,laminate mit biaxgelegen werden bei gleicher grammatur geringfügig schwerer als mit geweben)

Nach identischer Methodik (definierte Harzmenge, gleiches Verarbeitungswerkszeug) verarbeitet, wage ich zu behaupten, dass deine Aussage falsch ist. Du gehst von zwei 1k-Geweben aus, die sich nur durch die Fadenzahl unterscheiden. Das 80er hat 6 das 93er 7 Fäden pro cm in Kette und Schuss. Die geringere Flächendeckung der leichteren Type ist aber nicht das Kriterium für eine etwaig erhöhte Harzaufnahme. Beim Biax sieht die Welt wieder etwas anders aus, aber auch nur in einem reinen Handlaminat ohne zusätzliche Kompaktierung. Aber Letztere erwähnst du ja ausdrücklich.
 
Zuletzt bearbeitet:
Na ja, bei den Gewichtsangaben geht es ja um zwei Informationen. Zum Einen: Wie schwer wird meine Konstruktion? Zum Anderen: Welchen Verstärkungseffekt erziele ich?

Und dann fragt sich auch noch, inwieweit die Kleberfixierung (die ja harzlöslich sein soll) es erlaubt die Harzmenge zu reduzieren. Bei solchen Mengen, wie Du sie angibst, kann das ja durchaus signifikant sein.

Ehrlich wäre natürlich, beide Gewichte anzugeben. Dass ich also weiss, wieviel Kohle bekomme ich für meine Kohle, und wie schwer wird das ganze.
 
leichtes biaxial gelege

leichtes biaxial gelege

hallo stefan,meine sarkasmus bezog sich nicht auf dein vorausstehendes posting,sondern auf das gespielte entsetzen im nachfolgenden post.der einwand der wettbewerbsverzerrung durch die halbe wahrheit in den produkteigenschaften ist aus deinem blickwinkel völlig berechtigt.für modellbautypische anwendungen dürften die gewichtsnachteile im rauschen untergehen,zumal man das produkt ja auch zurücksenden kann,da es beworbene eigenschaften offensichtlich nicht besitzt.die von mir beschriebenen differenzen hinsichtlich laminatgewichten hast du zwar theoretisch widerlegt,ich habe sie praktisch ausgewogen,natürlich habe ich kein labor,nur einen hobbykeller.theoretischer gewichtsvorteil hätten 19% sein müssen (mein 80er carbon wiegt 78 gramm),praktisch waren es weniger als 7%.ich zweifle deine aussage nicht an,kann nur meine resultate dagegensetzen.gruß holger
 
noch zu dem CGE36 Gewebe: die Webseite von EMC Vega sagt dazu: "Gewicht : 40gr Carbon Anteil + 10 Gramm Nahtfixierung/Schiebeverfestigung = 50gr/m²". Ich rechne bei dem Gelege daher immer mit 50g/m² für die Harzmenge bzw. 100g/m² für das fertige Laminat. Das haut (grob) hin. Probestücke oder Messungen habe ich allerdings nicht gemacht.

Daher eine Frage zu den anderen Lieferanten (R&G, HP, Carboplast usw.): ist da das Gelege nicht durch Klebefäden o.ä. fixiert? Ist die Verarbeitung davon dann auch so einfach möglich? Das CGE36 war mein erster Versuch mit Gelege und ich war überrascht, wie einfach das geht, eigentlich genauso wie mit Gewebe...

Christoph
 
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