Motor/Luftschraube für Carf Marchetti SF-260

Hallo community,

ich spiele mit dem Gedanken eine Carf Marchetti SF-260 elektrisch zu betreiben.
In einem Video von Carf war diese Maschine als Schlepper für eine Kobuz-3 zu sehen.
lt. Kommentaren war ein Hacker Q100-5L Motor (28 pol.) mit JetiMaster Spin 220a und 12S2P Setup im Einsatz.

Mich würde eine elektrische Variante reizen, da ich aber nicht der Experte in Sachen Auslegung bin und auch gehört habe das die Maschine in der Form nicht mehr elektrisch existiert, stelle ich nun die Frage an die Experten unter Euch:

Welches Setup würdet ihr für die Maschine einsetzen?

Q-Motor sind 28-polig, also wenig Innenwiderstand bei viel Drehmoment, dafür etwas kritsch bei der Reglerwahl habe ich gehört.
Hacker Jeti soll das lösen indem sie die Gasannahme etwas träger machen, was beim Schleppen ja auch egal ist - bei Kunstflug vielleicht schon nicht mehr - gibts hier Lösungen/Alternativen?

Danke
Gruß
Christian
 
HI!

Mit dem Hemotec 105.30 KV 135 an 14s Lipo mit einem Prop Fiala E3 29x14 ist J... begeistert.
Als BL-Controller hat er einen Spin 300 mit der aktuellen Software (für den Motor geeigenet auch für Beschleunigungen bis 2s runter)
Wenn ein kürzeres Ansprechen (begrenzt durch die Steckverbinder der Kabel wegen der sehr hohen Spitzenstöme) gewünscht ist, nebenbei Telemetrie, aktive Freilaufbremse und auch Prop. Positionierung, dann greif zu dem IBEX200
 

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eAnSys

User
Hallo Christoph,

Direktantrieb geht, wie ausgeführt mit einigen Besonderheiten bezüglich Timing und Reglerbeschleunigung und einer Masse, wie dem Hemotec 105.30 KV 135 von 2.450g.

Alternative wäre ein Getriebeantrieb wie KSG, StinGr oder eAnSys.
Dabei werden 10-14-polige Hubschraubermotoren verwendet und es gibt ein weites Spielfeld an einsetzbaren Luftschrauben. Vorteil an den Motoren ist, dass sie leicht und sehr leistungsfähig sind und mit Ausnahme der Pyro mit fast jedem Regler betrieben werden können. Da sind auch Beschleunigungszeiten < 0,7s möglich.
Bei der Masse liegt man so im Bereich zwischen 1.400-1.600g.
Informieren bei den Herstellern lohnt sich.
Mit einer ENGEL-Super-Silent 30" x 16" und einem Motor der 5035er Klasse oder Pyro 900 ist da erstaunliches möglich . . . . ;)

Gruß



Frank
 
Vielen Dank für Eure Hinweise und Ratschläge.

Bisher dachte ich immer gerade beim Getriebemotor ist ein Sanftanlauf zu verwenden um nicht das Gertriebe zu beschädigen?
Weiters ist vermutlich der Abstand der Luftschraube zum Boden zu beachten? Insbesondere bei einem größeren Löffel?

Danke für den Hinweis zum Hemotec 105.30 KV 135, der scheint bei ähnlichen (fast gleichen?) Daten zum Hacker ein ordentliches Stück günstiger zu sein.
Welche Beschleunigungszeiten wären mit dem IBEX 200 realistisch (wenn man es auf die Spitze treiben möchte..)?

Sonst noch etwas zu beachten?

Gruß
Christian
 
Welche Beschleunigungszeiten wären mit dem IBEX 200 realistisch (wenn man es auf die Spitze treiben möchte..)?
Hi!

Einstellwerte könnten bis 0,2 sec gesetzt werden, aber bei den großen Props wär dann der Anlaufstrom extrem hoch, bei Tests hat es uns bei diesen Prop Größen bei 0,3 Sekunden die Steckverbinder (5,5mm Gold zwischen Motor und Ibex "verdampft".
Bei 0,5 Sekunden ist kein Problem, beachte aber: bei aktiver Freilaufbremse wird auch so schnell verzögert, da passieren anfangs schon mal Aussenlandungen ;-))
 
Hallo Frank,

nach genauerer Betrachtung ist die eAnSys Lösung durchaus attracktiv und kann durchaus seine Vorteile haben.
Mich würde ein Auslegungsvorschlag von Dir interessieren.

Wäre für die Marchetti ein Single Gear L oder XL zu wählen?

Welchen Motor (und Stator, kv,.) würdest Du empfehlen? Ich persönlich bin leider kein Scorpion Freund mehr, lieber wäre mir ein Egodrift, die könnten auch frei konfiguriert werden und gehen bis 5040 bei Bedarf.

wenn ein 32" Prop drauf gehen würde, dann würde man hier bis zu 19" Steigung mit den Engel-Super-Silence Props bekommen.

Was meinst Du Frank?

Gruß
Christian
 

eAnSys

User
Hallo Christian,

in der Tat haben wir die 32“ x 19“ Engel-Super Silent auch schon gemessen.
Daten findest du im pdf im Anhang.

Die Sache mit der „Antriebsauslegung“ ist eigentlich von folgenden Faktoren abhängig:

Leistung: Das betrifft den Zahnriemen der pro mm Breite einen bestimmten Wattbetrag übertragen kann. Die erhöht sich aber mit der zunehmenden Propellerdrehzahl. Verwendet werden 17mm (Standard) oder 19mm breite Riemen.

Kreiselkräfte. Sind abhängig von Drehzahl, Luftschraubenmasse und „Manöverlasten“. Damit sind die Rotationsbeschleunigungen um die Y- und Z-Achse gemeint (Höhenruder und Seitenruder). Hier kommen vor allem bei gerissenen Flugfiguren der harten 3-D-Fliegerei enorme Lasten für die Lager zusammen. Deswegen fliegen die Hardcore 3-D Leute mit XOAR oder FALCON C2E-Luftschrauben (XOAR 28“ 13“ PJT-E hat 80g) für schnelle Beschleunigung und rpm bis 7.000 Umdrehungen.

Für den Schleppbetrieb wiederum sind gute Ventilation des Motors (Vollgas über 60s -90s) und hohe Luftschraubeneffizienz wichtig. Die hohe Luftschraubeneffizienz bedeutet in der Regel niedrigere Drehzahl und hohe Luftschraubensteigung. Die Masse der Luftschraube ist eher untergeordnet (ENGEL 32“ x 19“ = 322g) und die Lastvielfache aus den Kreiselkräften sind eher moderat . . . .

Für den Motor gilt wiederum je höher die KV desto größer seine Leistungsfähigkeit.
Das erfordert dann aber unter Umständen wiederum eine höhere Untersetzung.

Bei den Motoren gibt es dann auch noch „Eigenheiten“. Die Scorpions haben in der Regel 2 Lager, XNOVA und Egodrift haben 3 Lager und die PYRO´s ab dem 800er haben 4 Lager.

Ach ja, C-Rate der Akkus und Belastbarkeit des Reglers sind auch noch da . . . und oft bereits vorhanden.

Das Alles jetzt bitte sinnvoll zusammenmixen und Voila´ du hast den optimalen Getriebeantrieb für dein Modell. . . . . :cool:

Für die Carf Marchetti SF-260 tendiere ich bei einem eher Allround ausgelegten Set-Up zum Single-Gear-L mit einer 28“ x 13“ und einem Motor der 5025er Klasse.
Wenn es mehr Richtung Schlepper gehen soll mit breitem Geschwindigkeitsband zum Single-Gear-XL mit einer 30“ x 16“ – 32“ x 19“ und einem Motor der 5030-5035er Klasse oder einem 4540. Im Schlepper sollte der Motor auch zwingend mit einem Thermosensor in der Wicklung versehen werden, da bei Temperaturen >120°C das Fett in den Lagern flüssig wird und man ab dann ständig Ölen darf . . .

Soweit meiner „Erste Idee“, ohne von zu berücksichtigenden Faktoren (s.o.) zu wissen . . . . ;)

Gruß

Frank
 

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