• Liebe RC-Network Benutzer: Bitte beachtet, dass im August 2020 alle Passwörter zurückgesetzt wurden. Mehr dazu in den News...

Wilga-Eigenkonstruktion ganz in Holz

Nach einigen Überlegungen, wo ich denn unseren Baubericht nun platzieren könnte, habe ich mich doch für diesen Ort hier entschieden, obwohl unser Projekt eher vorbildähnlich bis semiscale werden wird. Aber das wird sich erst im späteren Baustadium zeigen, in welche Richtung wir uns da bewegen.

Erstmal kurz die Eckdaten unseres Vorhabens:
Grundsätzlich ging es darum, eine neue Schleppmaschine zu bauen, welche auch meine Alsema Sagitta mit gut 7 Kg schleppen kann. Mein Schlepppilot wollte zudem kein reines Zweckmodell, es sollte also schon nach "Flugzeug" aussehen. Zu groß sollte das Modell wegen der Kosten nicht werden, zu klein aber auch nicht wegen der Sichtbarkeit in größeren Höhen. Also war ein annehmbarer Kompromiss zu finden. Dass es eine Wilga wird, da waren wir uns schnell einig. Die Größe ergab sich eher zwangsläufig...

Spannweite: ca. 240 cm
Länge: ca. 170 cm
Gewicht: ca. 7 Kg (Wunschgewicht)
Profil: Clark-Y
Motor: 32-er Super Tigre

Na ja, und dann habe ich als oller Holzwurm darauf gedrängt, das Modell komplett aus Holz zu bauen. Das kommt mir und meinem Partner auch sehr entgegen, da wir beide nicht sooo viel mit Harz und diesem Zeugs anfangen können. D.h. uns fehlt hier auch ganz einfach das handwerkliche Rüstzeug sowie die entsprechende Ausstattung.

Ich habe also meine kleine (zerschossene) Wilga von estermodels als Grundlage genommen und einen Plan gezeichnet. Wobei ich an der Rumpfkonstruktion gar nicht so viel geändert habe, außer der Flächenaufnahme und natürlich der Anpassung aller Materialien. Leitwerke und Flächen wurden komplett neu gezeichnet.

So, jetzt habe ich genug herum geeiert. Da mein Auftrag der Rumpfbau ist, zeige ich auch hiervon erste Bilder. Für Fläche und Leitwerke muss ich meinen Schlepppiloten besuchen fahren. das passiert aber auch in den nächsten Tagen, so dass es je nach Baufortschritten immer mal Neuigkeiten geben wird.

Für Kritiken, Anmerkungen u.ä. bin ich immer offen. Es ist immerhin meine erste Eigenkonstruktion in dieser Größe, die bisherigen Modelle waren immer etwas kleiner. Von daher betrete ich auch etwas Neuland mit der Wilga.

Auf den Bildern sieht man sehr schön mein organisiertes Chaos beim Erstellen der Bauteile. Aber trotzdem entsteht schon mal das Rumpfvorder- und Hinterteil, wobei die vordere Sektion noch nicht fertig ist. Hier fehlen noch einige Rumpfgurte, sämtliche Einbauten und natürlich die Beplankungen. Aber erstmal musste ich das Gerüst ja gerade aufbauen, und das ist gar nicht so einfach...
 

Anhänge

Heute hatte ich mal wieder etwas mehr Baulust. So habe ich die hintere Rumpfsektion zusammengesetzt und an den vorderen teil angepasst. Na ja, es passt!
Nun kann ich das ganze Rumpfgerüst verschleifen, um dann die Beplankungsfelder anzupassen und natürlich alle Einbauten vorzunehmen, also Servobrett, Fahrwerksaufnahme, etc. Aber dazu gibts später mehr Bilder. Für heute soll es das erstmal gewesen sein.

Gruß Mirko
 

Anhänge

mjw

User
Ich bewundere immer wieder wie sorgfältig man ein Modell aus Holz aufbauen kann....ist eine Augenweide so eine saubere Arbeit zu sehen! Weiter so!
 

Mari

User
Hi Mirko,
da machst echt eine Gute Arbeit. Bin schon gespannt auf weitere Baufortschritte.
Und übrigens Chaos...da muss ich mich dem Vorredner anschließen...Du solltest mal meinen Keller anschauen:eek:
Mach weiter so...
Gruß
Rolf
 
Danke für die Aufmunterungen.

Ich muss aber wirklich gestehen, dass das "Chaos" noch im Entstehen ist, wobei es sich mit den Baufortschritten durchaus meist steigert...

Und denkt mal nicht, dass ich da Teile in CNC-Qualität verarbeite. Den Pfusch sieht man auf den Fotos nur nicht. Nee mal im Ernst: Bei so`ner Eigenkonstruktion ist doch einiges nachzuarbeiten. Da passt lange nicht alles so zusammen, wie es die Zeichnung eigentlich vorgibt. Und ich bin da auch meist recht faul und passe die Teile eben eher an, als sie neu zu fertigen. Den Perfektionisten mag das die Nackenhaare hochstellen. Aber alles, was unter einer Beplankung oder Verkleidung verschwindet, muss ich nicht auf Hochglanz polieren. Und der entscheidende Fakt ist doch, dass der Rumpf gerade wird. Und das ist er wirklich!
Na ich werde heute etwas weiter machen und mal schauen, was es zu berichten gibt.

Gruß Mirko
 
Hallo Mirko,

schönes Projekt! Bitte berichte weiter davon.

Besonders sympatisch finde ich, dass ihr ein so niedriges Gewicht angepeilt habt. Bei anderen wäre bei der Größe schnell von 12 kg o.ä. die Rede. Leicht fliegt halt immer gut.

Gruß Walter
 
Ich habe heut wieder ein paar Teile angebaut. Nachdem jetzt alle Rumpfgurte eingeklebt sind, habe ich alles überschliffen (Pfusch begradigen...) und dann begonnen, von unten zu beplanken. Die Fahrwerksaufnahme habe ich auch gleich eingeklebt. Hier kommt ein gebogener 6-er Federstahl rein, der etwa 10 cm aus dem Rumpf ragen wird. Darüber wird dann später das eigentliche Fahrwerksbein samt Federschwinge geschoben.
Ich muss jetzt nur daran denken, wirklich alles in den Rumpf einzubauen, wo ich später nicht mehr oder schlecht herankomme. Also die Servobretter, Aufnahmen für die Fahrwerksabstützungen, etc. Auch der Tankeinbau und so`n Kram muss ja jetzt schon geplant und berücksichtigt werden. Wenn der Rumpf erst zu ist, wird es da bestimmt an einigen Ecken recht fummlig. Deshalb ist Sonntag auch erstmal wieder Baubesprechung. Dann gibt es auch Bilder vom HLW.

@ Walter
Na klar wollen wir so leicht wie möglich bauen. Ich kann mit so mordsmäßig schweren Kisten nichts anfangen. Außerdem müssen wir mit dem vorhandenen Motor klarkommen. Also wird sich daran der Rest orientieren. Ob die Nummer aufgeht, weiß ich natürlich auch nicht. Aber die Waage wird öfter aus dem Schrank geholt...

Die Bilder zeigen die Teile für die Fahrwerksaufnahme und deren teilweisen Einbau. Der Deckel kommt natürlich erst drüber geklebt, wenn der fahrwerksdraht eingeharzt ist. Ansonsten habe ich den Rumpfboden beplankt, wobei der vordere Bereich bewusst noch offen gelassen wurde (Klammern störten...). Ach ja, die Beplankungsbretter hefte ich immer mit Sekundenkleber an (eigentlich sind sie dannn schon richtig verklebt) und vermuffe das Ganze dann von innen mit Holzleim entlang der Rumpfgurte. Das macht sich ganz gut und ich komme ohne die Klammer- und Nadelorgie aus.

Okay, nächste Woche gehts weiter, da ich am WE verreise.

Gruß Mirko
 

Anhänge

Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen...

Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen...

...und so geht es natürlich auch bei mir nur in kleinen Schritten voran. Heute ist die Rumpfbeplankung ein wenig gewachsen, das Servobrett für Höhe und Seite habe ich auch gebastelt und eingepasst und dann noch begonnen, den Bereich der Schleppkupplung vorzubereiten.
Den vorderen Rumpfbereich habe ich immer noch offen gelassen, da ich den Tank noch nicht einpassen konnte. Auch musste ich mir nochmal Bilder vom Original ansehen, um zu schauen, wie und vor allem wo die Streben des Fahrwerks am Rumpf angeschlagen werden (wegen der Verstärkungen unter der Balsahaut).
Ich hoffe, auf den Bildern sieht man die kleinen Baufortschritte...

Gruß Mirko
 

Anhänge

Ingo Seibert

Vereinsmitglied
Hallo Mirko,

dann muss ich ja wohl endlich mal Material für die Fahrwerke bestellen, was :rolleyes: ?! Hattest Du eigentlich die Dämpfer schon bestellt? Auweia, 8 Fahrwerke ...

Sieht auf jeden Fall schon hervorragend aus, freue mich auf unser Wilga-Treffen ;)

Walter L. schrieb:
Bei anderen wäre bei der Größe schnell von 12 kg o.ä. die Rede.
Hallo Walter, mir wurde prophezeit, (m)eine Wega-Sunshine-Wilga könne man nie und nimmer unter 11 kg bauen, wahrscheinlicher seien 13 kg, und das bei rund 2,30 m Spannweite! Natürlich waren dies absolute Experten und alte Hasen auf ihrem Gebiet *hüstel*.

Gegenbeweis:



 
Hallo Ingo,

das ist ein sehr schönes Modell. Das Gewicht ist auch völlig o.k.!

Gruß

Walter


p.s.: Der Seglerrumpf im Hintergrund sieht nach Club-Libelle aus. So einen habe ich im Maßstab 1 : 3 auch noch auf dem Dachboden liegen...
 

Ingo Seibert

Vereinsmitglied
Hallo Walter,

das IST ne Club-Libelle in 1:3, alter Rosenthal-Rumpf ;). Habe mangels Zeit den Flächenbau "outgesourced", sprich alles vorhandene Material (Kerne, Kabel, Holz etc.) an meinen Flächenbauer übergeben. Wenn alles gut läuft, habe ich Ende März meine Rohbau-Libelle :cool:
 
Hallo Ingo,

schön von dir zu hören. Beschäftigst dich also nicht NUR mit kleinen Doppeldeckern? Ja, du musst jetzt langsam mal an Fahrwerksbau denken, haste ja versprochen. Wa? Ich sende dir deswegen aber noch `ne Mail.

Komme gerade von der Baubesprechung mit meinem Flug- und Baukollegen. Deshalb gibt`s noch Bilder vom fast fertigen Höhenleitwerk und dem im Bau befindlichen Seitenleitwerk. Die hier herausschauenden Leisten werden durch den Rumpf hindurch das Leitwerk abstützen, da es sonst nur stumpf auf dem Rumpf befestigt werden würde. Da kommt dann doch wieder der Stabilitätswahn ein wenig durch. Das HLW wiegt komplett 178 Gramm. Ich hoffe, das ist bei dieser Größe (80 cm Spannweite) nicht zu viel.

Gruß Mirko
 

Anhänge

Feinschliff

Feinschliff

_LGI1054-1.jpg _LGI1754-001.jpg

Mein Freund kaufte vor einiger Zeit einen Baukasten Wilga von FlyFan, genau Deine Abmessungen (Spw. 2400mm usw.). Rumpf GFK, Flächen Rippenbauweise. Flächen waren dermassen unmöglich, sodass ich für ihn kurzerhand neue entworfen und gebaut habe. Schaue Dir die "Blechoberfläche" der Flächen an - angefertigt von Aeronaut's Plastik "V" Profile. Ebenfalls das Fahrwerk hochinteressant - geschweisste Stahlrohre mit Schwenkelement plus Stossdämpfer. Angetrieben vom Laser V 40ccm.
 
Heute ging es wieder ein wenig weiter:

Da der vorgesehene Tank natürlich nicht so ohne weiteres in den Rumpf passt, zumindest nicht hinter den Motorspant, war Operation angesagt. Die ersten Bilder zeigen den Ausschnitt im Spant vor und nach der OP. Da ich bis auf den Kielstringer herunterschleifen musste, habe ich nun noch Verstärkungsdreiecke eingeklebt, um die Sache wieder zu stabilisieren. Schließlich hängt an diesem Spant auch das Fahrwerk dran. Jetzt muss hier nur noch eine Auflage für den Tank eingeklebt werden und dann kann ich den Rumpf schon fast verschließen.
Etwas Beplankung ist auch noch dazu gekommen.
Und dann habe ich noch begonnen, die Schleppkupplung an ihren Platz zu verfrachten. Das große Sperrholzbrett, welches die SK abstützt, wird später noch von der oberen Beplankung verdeckt, so dass man es durch das Dachfenster nicht mehr sehen kann. Das Servo wird dann in der Halterung (die noch nicht befestigt ist!) direkt unter der SK (quasi im Dach) hängen, also mit kurzer und knackiger Anlenkung...

Gruß Mirko
 

Anhänge

Hallo Mirko,

da kannst du ja froh sein, dass du rechtzeitig gemerkt hast, dass der Tank nicht passt. Jetzt kommst du ja noch recht gut an die Stelle ran. Es ist ja ohnehin schon schwierig genug, das massive Sperrholz weg zu schleifen.

@ivanlanger:
Ich überlege auch einen Laser Motor anzuschaffen. Woher hast du die Krümmer? Selbstgedreht oder gibt es da einen Hersteller?

Gruß

Walter
 
Moin Walter,

ich habe den Rumpf extra noch nicht verschlossen, um diese Arbeiten noch erledigen zu können. Dabei hilft mir mein Dremel mit Welle unheimlich. Das Teil ist sein Geld wirklich wert!!! Ansonsten würde ich mir natürlich `nen Wolf schleifen und das tut ja nicht Not.

@ivanlanger:
Deine Bilder sehen recht schön aus. Ich weiß auch, dass es diesen Bausatz gibt. Nur ist es eben ein Bausatz und keine Eigenkreation... Über das Fehlen der Sicken auf Flächen und Rumpf habe ich auch schon ernsthaft nachgedacht. Nur wird unser Modell komplett mit Folie bespannt. Und wenn ich da was draufklebe, hätte ich erstens Bedenken, dass das dauerhaft hält und müsste es zweitens lackieren. Und das fällt mal gleich aus, denn dafür nehme ich ja farbige Folie. Letztlich muss ich hier eben den Kompromiss der nicht perfekten Optik zu Gunsten des Aufwandes und auch Gewichtes eingehen. Wir wollen nämlich in erster Linie ein Schleppmodell. Ich denke aber, dass auch unsere Wilga ganz ordentlich aussehen wird. Und wir wissen ja alle, wenn so`n Teil erstmal abgehoben hat, sieht kein Mensch mehr, ob da ein Detail fehlt oder nicht.
Trotz dieser meiner Meinung ziehe ich aber immer wieder den Hut vor Leuten, die sich in eben diesen Details austoben. Mir fehlt hierzu einfach der Perfektionismus. Da bin ich wirklich mehr der Praktmatiker, fliegen muss es...

Deswegen gehe ich jetzt ein wenig bauen.

Gruß Mirko
 
Ergebnisse der Vormittagssession:

Ergebnisse der Vormittagssession:

Um noch mal auf mein sich entwickelndes Bauchaos zurück zu kommen, zeige ich nochmal ungeschminkt den derzeitigen Zustand meiner Werkstatt. Wie gesagt, es entwickelt sich halt...

Ansonsten habe ich den Ausschnitt für den Tank auf die erforderliche Größe gebracht. Auf dem Rumpfboden platzieren sich vier Balsaklötze, welche das Auflagebrett des Tanks in den Ecken abstützen. Seitlich sind noch zwei Sperrholzverstärkungen eingeharzt. Hier sollen die Fahrwerksabstrebungen Halt finden. Ein Bild weiter habe ich mal die Tankauflage platziert. Da trocknet gerade der Leim, während ich hier beim Mittag schreibe.
Die Schleppkupplung ist nun auch schon an ihrem Platz und verklebt. Wenn ich es heut noch schaffe, wird auch die Servohalterung nebst Verstärkungen von unten noch installiert. Dann ist nämlich auch dieser Abschnitt erledigt.

Gruß Mirko
 

Anhänge

Re

Re

An Walter L.
Die Wellenschläuche wurden mit Motor von Fa. Haede gekauft. Sie passen exakt in die Öffnungen im Motorkopf, elegante Lösung!

An Fliegerassel
Die Idee der Wilga ordentliche Flächen zu verpassen kommt von meiner Erfahrung mit meinem Storch (Vorflügel und Spalt-Landeklappen + Querruder). Mich fasziniert halt die Breite des fliegbaren Geschwindigkeitsbereiches, steile Landeanflüge usw. Die "Kosmetik" wie Sicken ist andere Sache, zum Fliegen braucht man sie nicht, also Deine Entscheidung.

Ivan
 
Die Schleppkupplung hat ihre restlichen Bauteile erhalten, so dass die Bilder hier eigentlich mehr sagen, als mein Geschreibsel. Das Servo ist natürlich nur als Muster drangeklemmt, da kommt schon noch was Ordentliches rein. Auch der Anlenkungsdraht wird noch durch ein 2-mm Exemplar ersetzt. Der dünne Draht ließ sich nur besser zurechtbiegen, um zu schauen, ob das auch so geht, und das macht es.
Insgesamt ist die ganze Mimik jetzt aber schön im "Dachboden" verstaut und lässt Optionen für einen ungestörten Cockpitausbau zu...

Gruß Mirko
 

Anhänge

Oben Unten