BIRD OF TIME (Dynaflite): Lieferant in Deutschland?

vollker

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So langsam wächst die Lust, ihn mal wieder zu fliegen

So langsam wächst die Lust, ihn mal wieder zu fliegen

Ich habe meinen abgestürzten und eingelagerten BoT rausgeholt und etwas näher untersucht (siehe Beiträge #68 - #73).

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Was man am Schadensbild erkennen kann:
1.) Falsche Steckungsdrähte im Höhenleitwerk verwendet.
2.) Tragflächenbefestigung mit 4 Kunststoffschrauben M6 überdimensioniert.

Was zu reparieren wäre:

Linke Tragfläche:
- im Knick gebrochen, 2 Rippen ersetzen, Endleiste reparieren, zusätzliche Sperrholzverbinder einleimen
- Schraubenaufnahmen und erste Rippe gebrochen, ersetzen
- Steckungsrohr rausgebrochen, neu einharzen

Rechte Tragfläche:
- Schraubenaufnahmen und erste Rippe gebrochen, ersetzen
- Endleiste locker, nachkleben

Flächenstahl:
- verbogen, richten

Höhenleitwerk:
- Steckungsdrähte krumm (Draht durch Stahl ersetzen)

Seitenruder:
- Scharniere ersetzen

Rumpf:
- Beide Bowdenzüge ersetzen (Seite verbogen, Höhe gebrochen)
- Bruchstelle flicken
- Motorspant rausgebrochen, erneuern
- Servoaufnahme erneuern
- Neue Flächenhalterung (Gummi statt Schrauben)

Elektronik einbauen:
- Neuer Motor mit Regler
- Servos einbauen
- neue Akkuhalterung

Genaueres sehe ich dann, wenn ich dabei bin. Ich werde jetzt erst mal anfangen, die gebrochene Flächen wieder zusammensetzen und dann sehe ich weiter. Wie gut, dass ich die Zeichnung habe..

IMG_2857 - Kopie.JPG
 
Strömungsabriss mit der BoT?

Strömungsabriss mit der BoT?

Hallo Volker,
Deine BoT schaut doch gar nicht so schlimm aus. Schön, dass Du den Fieger wieder reparierst. Ich denke das wird schneller gehen, als der bevorstehende Winter dauert.
Ich hatte beim Erstflug (siehe #105) auch einen Absturz, wo der Rumpf ziemlich demoliert wurde. Die Flügel blieben gott sei Dank heile. Ich verwende auch Nylonschrauben zur Flächenbefestigung. Durch den Absturz haben diese auch die Spanten im Rumpf rausgerissen. Bei einer Gummibefestigung hätte ggf. der Schaden geringer ausfallen können. Dennoch bin ich bei dieser Befestigungsweise geblieben und damit bis jetzt gut damit gefahren (bzw. geflogen). Wenn man die BoT normal fliegt und landet, kann eigentlich nichts passieren. So ist mein Fazit für die erste Saison mit dem tollen Segler! Der Flieger kann ja wirklich langsam gefolgen werden, aber zu langsam darf die BoT auch nicht werden.
Der Grund meines Absturzes war das falsch eingestellte Pendelleitwerk und vermutlich ein Strömungsabriss, da ich versucht habe den Vogel in einer zu großen Entfernung zu landen und nicht mehr gesehen habe, ob der Flieger noch "Speed" drauf hatte. Der ist mir einfach abgeschmiert. Ich war vermutlich zu langsam unterwegs und hatte dadurch einen Strömungsabriss. Vielleicht ist das bei Dir, bzw. Deinem Anfänger so gewesen? Wie verhält sich die BoT bei einem "Strömungsabriss"? Ich hab nach meinem Erstflug immer darauf geachtet, nicht zu langsam zu werden. Einen Strömungsabriss habe ich bis dato auch nicht versucht nachzustellen. Hat da jemand Erfahrung?

Ich bin mal gespannt, wie Dein Reparaturbericht aussehen wird.

Gruß
Matthias
 

vollker

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Gebrochene Tragfläche zusammengeklebt:

Gebrochene Tragfläche zusammengeklebt:

Ich habe die Bruchstellen begradigt und zwei 3 mm Sperrholz-Verbinder auf die gebrochenen Sperrholz-Verbinder aufgeleimt. Nach dem Aussägen nach Zeichnung musste ich den Winkel noch anpassen, damit beide Tragflächen den gleichen Knickwinkel bekommen. Um sie ordentlich fest spannen zu können, habe ich kleine Öffnungen in die D-Box geschnitten, die ich hinterher wieder zuleime. Im Knick habe ich die vorhandene Rippe aufgedoppelt, um eine Auflage für die Beplankung zu bekommen:

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Die mehrfach gebrochene Endleiste, die ich erstmal mit Sekundenkleber geflickt hatte, wurde ersetzt:

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Anschließend wurde eine im Endbereich zerbröselte Rippe am Ende aufgedoppelt und eingepasst. Die Rippe im Knick wurde eingepasst und mit Sperrholzecken versteift.

IMG_2899 - Kopie.JPG

Nach dem Trocknen wird noch das kleine Stück Auflage auf der Rippe ergänzt und die Endleiste verschliffen.
 
Rippenaufleimer: Faserrichtung

Rippenaufleimer: Faserrichtung

Hallo Volker,

die Faserrichtung der Aufleimer ist ungünstig, ist dies auch im Bauplan so vorgesehen? Sie sollte längs zu Rippe verlaufen und nicht quer; so trägt sie nicht zur Stabilität der Rippen bei, sondern nur zu einem höheren Gewicht, und zur besseren Haftung der Bespannung.

Verwundert.
Klaus.
 

vollker

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Rippenaufleimer

Rippenaufleimer

Hallo Klaus,
ich hatte mich auch gewundert und es ist im Bauplan anders angegeben. Es war aber bei meinem Vogel schon verkehrt und ich habe es deshalb so gelassen.
 

vollker

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Als wäre nichts gewesen

Als wäre nichts gewesen

Die gebrochene Fläche ist wieder zusammengeklebt und neu bebügelt. Obwohl die alte Bügelfolie bereits 10 Jahre alt ist, passt die heute neu gekaufte Oratex noch ganz gut dazu. Die kleine Farbabweichung ist kaum zu sehen.
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Der Flächenstahl war verbogen, ich habe ihn im Schraubstock mit dem großen Schlosserhammer gerichtet:

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Das Steckungsrohr der linken Tragfläche ist nur im ersten Rippenfeld verbogen, der Holmkasten seitliche aufgebrochen. Wenn man den Flächenstahl hineinsteckt, und etwas nach hinten drückt, kann man das Messingrohr geradebiegen und den Stahl komplett hineinstecken. Die hinteren ca. 2/3 des Steckungsrohres sind noch fest, die obere und untere Holmleiste unversehrt. Deshalb denke ich, dass ich das ohne große Operation einfach wieder zusammenkleben kann. Also Stahl einstecken und den Holmkasten mit dünnflüssigem Sekundenkleber zusammenkleben.

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vollker

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Flächensteckung und Wurzelrippe geklebt

Flächensteckung und Wurzelrippe geklebt

Das Steckungsrohr wurde ausgerichtet, der Holmkasten mit einer Rohrzange zusammengedrückt und geklebt. Die gebrochene Wurzelrippe ließ sich fast nahtlos zusammenstecken, so dass sie nicht ersetzt werden musste.

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Das Vierkant-Messingrohr neben der Flächensteckung ist übrigens die Drehachse für die Störklappen. Den schraubbaren Deckel in der Beplankung habe ich so gelassen.
 

vollker

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Wurzelrippe rechts geklebt

Wurzelrippe rechts geklebt

Auch bei der rechten Tragfläche konnte ich die alte Wurzelrippe wieder zusammenkleben. Hier konnte ich sogar weitgehend mit Weißleim kleben.

IMG_2944.JPG

Eine neues Stück Endleiste und ein paar Balsaflicken waren schnell eingeklebt und bündig geschliffen:

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Beim Zusammenstecken der beiden Flächenhälften habe ich dann gemerkt, dass die Zeichnung vom Flächenstahlknick nicht maßstäblich ist. Also den Stahl wieder aufgebogen, bis die 1,5 Zoll passten. Hier zur Warnung für Nachmacher der Stahl mit passendem Winkel auf die Zeichnung gelegt:

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Jetzt noch die Störklappenmechanik nacharbeiten / einstellen und ein bisschen Feinarbeit mit dem Schleifklotz, dann kann ich die Flächen fertigbügeln.
 
Hallo Volker,

das sieht doch gut aus! :) Ich hätte das genau so gemacht. Nach dem bebügeln sieht man die zusammengeklebten Rippen sowieso nicht mehr. Ich habe mal eine komplett durchtrennte Miss America Tragfläche in dieser Weise wieder repariert, so dass man die Reparatur nicht mehr erkennen kann.

Willst Du dann wirklich künftig die Fläche mit Gummies befestigen?

Gruß
Matthias
 

vollker

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Tragflächenbefestigung mit Gummis

Tragflächenbefestigung mit Gummis

...
Willst Du dann wirklich künftig die Fläche mit Gummies befestigen?
...
Hallo Matthias,
ist doch selbst im Bauplan so vorgesehen! Und mein BoT ist im Juli 2001 noch mit Gummis geflogen (siehe Fotos). Auch bei anderen Modellen habe ich gute Erfahrungen mit Gummibefestigungen gemacht. Ich denke, damit sieht man gleich, dass es ein Oldie ist.

Spricht etwas dagegen, gibt es negative Erfahrungen damit?

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vollker

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Flächen fertig repariert

Flächen fertig repariert

Der Farbton der neuen Folie passt zwar ganz gut, aber die neue Folie glänzt stärker als die alte. Je nach Lichteinfall sieht man es mehr oder weniger stark. Aber in 50 Meter Höhe gar nicht mehr ;)

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Die Endleiste in der rechten Tragfläche scheint mir an mehreren Stellen etwas zu beweglich gegenüber den Rippen zu sein. Ob dort einige Rippen angebrochen sind? Ich überlege, dort etwas Sekundenkleber mit einer Einwegspritze zu injizierren. Ich habe aber Angst, dass ich den Kleber nicht richtig dosieren kann und dann Flecken in der Folie oder weiße Ränder (Ausblühungen) bekomme. :confused:
 
Querruder

Querruder

Hallo,

Ihr schreibt, dass Ihr die V-Form der Fläche zum Einbau von Querrudern halbiert.

Halbiert Ihr V-Form Mittelteil und Ohren oder nur die Ohren.

Noch ne Frage, gibt es die Graupner Störklappen noch zu kaufen, bin bei Graupner nicht mehr fündig geworden.


Gruß an alle

Franz-Josef
 
V-Form

V-Form

Mittelteil und Ohren-V-Form halbieren.
Wegen der Graupnerklappen kann ich keine Auskunft geben , ich habe >normale< 250 mm lange Störklappen mit je 1 Servo verbaut.
mfg
werner
 
Hallo Werner,

Danke für Deine Info :)

Habe jetzt 2 Tage damit verbracht den Plan ins Deutsche zu übersetzen und umzurechnen.

Werde mir jetzt noch die Querruder in den Plan einzeichnen, und hoffe am WE mit dem Bauen

anfangen zu können. Bin auf das Project schon sehr gespannt.

Gruß

Franz-Josef
 

vollker

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Untersuchung des Rumpfs

Untersuchung des Rumpfs

Der Rumpf war schon einmal etwas weiter hinter gebrochen und geflickt. Das hatte gut gehalten. Auch diesmal werde ich die Hälften wieder zusammenkleben. Dazu werde ich zuerst die Bruchstellen säubern, bis sie lückenlos zusammenpassen. Irgendwo scheinen auf der rechten Rumpfseite noch einige Fasern quer zu liegen, denn die Hälften lassen sich noch nicht auf den letzten mm zusammenschieben. Dann werden die Längstrisse mit Sekundenkleber geklebt und der Querbruch mit Holzleim (da komme ich überall gut hin). Auf der linken Rumpfseite fehlen einige Holzsplitter, dort werde ich wohl drei Balsaholz-Quader einkleben. Vielleicht kommt innen noch eine Lage dünnes Sperrholz auf die Bruchstelle.

Aber bevor ich den Rumpf zusammenklebe, werde ich noch die Anlenkungen der beiden Ruder neu einziehen. Für die Befestigung der Anlenkung des Höhenruders muss ich den Rumpf hinten an der Seite öffnen.

Die Flächenbefestigungsdübel hatte ich damals abgesägt und zwei Brettchen mit vier Einschlagmuttern eingeklebt. Jetzt werden entweder die Längstdübel erneuert oder statt dessen zwei seitlich herausstehende Querdübel an die Spanten geharzt. Mit Querdübeln hätte die Gummibefestigung eine breitere Basis (die Gummis wären weiter auseinander).

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vollker

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Höhenruder-Anlenkung

Höhenruder-Anlenkung

Zur Reparatur der Höhenruderanlenkung habe ich ein Fenster geschnitten. Im Foto habe ich den gebrochenen Bowdenzug für das Höhenruder oben drauf gelegt und den verbogenen Innenzug für das Seitenruder neben den Rumpf gelegt. Mir irritiert, dass die Bowdenzüge nicht durchgängig mit Draht bestückt waren, sondern nur die Enden. Außerdem frage ich mich, wie das Ende des Bowdenzugs im Kunststoff-Gabelkopf befestigt war. Scheinbar nur eingeklebt. Das hat nicht gehalten. Ich werde jedenfalls auf der ganzen Länge eine Drahtseele verwenden.

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Gast_19368

User gesperrt
Moin Volker,
bei meinem ersten BOT habe ich damals die HR- Anlenkung auch nach Plan gebaut ,empfand aber den Ausschnitt im HR - Blatt für den Anlenkhebel als Schwachstelle.Hat sich dann auch bei einer späteren härteren Landung als berechtigt herausgestellt.Meine danach gebauten BOT's habe ich dann so modifiziert, das der Anlenkungspunkt nach hinten wanderte.Dafür brauchte ich nur eine Nut für den Bowdenzug ins HR-Blatt einarbeiten , siehe Foto.
Seitdem ist jedenfalls an dieser Stelle nichts mehr gebrochen ;).
Grüsse , Kai

http://www.vatertagsflieger.de/
 

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vollker

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Rumpf ist wieder zusammen

Rumpf ist wieder zusammen

Der neue Bowdenzug mit Metallgabelkopf ließ sich einfach einhängen. Das Loch im Heck ist bereits wieder verschlossen.

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Der Bruch im Rumpf wurde mit Holzleim geklebt.

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Einige fehlende Splitter wurden mit Flicken aufgefüllt. Originale Splitter ergeben immer die besten Klebeflächen, sie sind zig-fach geschäftet und ergeben somit eine riesengroße Klebefläche mit vergleichsweise kleinen Spalten. Jeder gradlinige Flicken ist dageben nur eine Behelfslösung. Hier sind zwei möglichst kleine Flicken bereits eingeklebt, sie werden nach dem Trocknen oben bündig geschliffen.

IMG_3087.JPG

Oben soll auch noch ein Flicken eingesetzt werden, wobei ich in der Tiefe möglichst wenig vom Originalholz wegschnitzen möchte. Es wird wohl ein vorne flach auslaufender Keil werden.
 
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