Doppeldecker Bremsen

Ironeagle1967

Vereinsmitglied
Teammitglied
Hallo zusammen,

Nach Landeproblemen und entsprechenden Schäden am Doppeldecker eines Kollegen letztes WE, möchte ich mal folgende Frage in den Raum stellen.:confused:

Ein Kollege ist letztes WE mit recht hoher Geschwindikeit gelandet (Er hatte Probleme mir viel zu hohem Standgas und wollte den riesen Tank nicht leerfliegen).:eek:
Aus den Nachfolgende Unterhaltungen und Ratschlägen kam ein Punkt heraus, bei dem wir uns nicht einigen konnten.

Zum Bremsen des Modells könnte man ja die Querruder (4 Servos) einsetzen, nur wie ?:confused:
Obere Fläche nach unten, untere Fläche nach oben, oder umgedreht, also obere Fläche nach oben, untere Fläche nach unten.

Habt Ihr Erfahrungswerte was besser geht in Punkto Bremswirkung, Stabilität, Strömungsabriss usw.

Viele Grüße

Olaf
 
Es ist doch völlig klar, dass beides gleich viel bremst...
In beiden Fällen wird je eine Fläche entwölbt und die andere Fläche verwölbt.
Ob es sich dabei nun um die obere oder untere Fläche handelt, die ent- bzw. verwölbt wird ist ja für den daraus resultierenden Mehrwiderstand völlig egal, denn dieser Mehrwiderstand ist ja eine Addition aus dem entstehenden Mehrwiderstand an der oberen Fläche und aus dem an der Unteren. ------> 1+3=4 und 3+1=4

Darüber hinaus wird es wohl wenig Sinn machen, einen Strömungsabriss anzustreben, es sei denn, Dein Kollege möchte seinen Doppeldecker kaputt kriegen.
Viel mehr Potential, das Problem zu lösen steckt in der Abstimmung des Motors mit Hauptaugenmerk auf niedrigeres Standgas. (Irgendwie muss das doch möglich sein, ich habe so ein Problem noch nie bei jemandem aus meinem Verein beobachtet). Eine mögliche Ursache kann auch eine zu hohe Steigung der Luftschraube sein, die zu einer relativ hohen Strahlgeschwindigkeit führt, selbst im Standgas. Möglicherweise kommt in dem hier beschriebenen Fall erschwerend hinzu, dass das Modell relativ viel wiegt und damit eine hohe Flächenbelastung hat.
Um noch genauere Aussagen treffen zu können sind auch genauere Angaben zum Modell vonnöten. Also: Spannweite? Gewicht? Motor und Luftschraube? Typ (Oldie/Scale/Rennflugzeug)?

Soll während des Anflugs, also in der Luft, oder unmittelbar nach dem Aufsetzen, also auf dem Boden gebremst werden? Oder beides? Es gibt ja auch Radbremsen... Notfalls Fanghaken, wie an trägergestützten Fliegern einbauen und seile quer zur Landerichtung über die Bahn legen:D

mfg jochen
 
...
Zum Bremsen des Modells könnte man ja die Querruder (4 Servos) einsetzen ...

Hallo Olaf,

normalerweise bremst ein Doppeldecker aufgrund von Streben, Seilen etc. eh schon mehr als ein freitragender Eindecker. Die Nutzung aerodynamischer Bremsen hilft wenig gegen einen zu hoch drehenden Motor, da die aerodynamische Bremswirkung mit sinkender Geschwindigkeit abnimmt, der "Schubüberschuss" dagegen eher noch zunimmt. Hier hilft also nur eine vernünftige Motor- bzw. Vergasereinstellung mit der Möglichkeit den Motor abzustellen.

:) Jürgen
 
Hallo Jochen,

ich bin auch davon ausgegangen, das die Bremswirkung gleich ist, es ging dabei mehr um die unterschiedliche Wirkung der Querruder bei Stellung nach oben oder unten.

Bei Querruder nach unten müste sich ja der Auftrieb der entsprechenden Fläche verbessern (mehr Wölbung), und wo ist das jetzt besser an der oberen oder an der unteren Fläche ?

Einige meinsten es wäre besser wenn dieses an der oberen Fläche ist, andere wiederum unten. Hier ging es eher darum wann das Abrissverhalten besser ist, wenn oben oder unten der bessere Auftrieb ist.

Der Kollege will natürlich nicht bis an die Abrissgrenze gehen, aber falls es doch passiert, wann liegt das Modell stabiler ?

Da auch im Internet beide Varianten als die bessere angepriesen werden, die einen sagen, um so höher um so besser, die anderen die Anströmung durch die Luftscharaube ist unten besser (wenn sie noch läuft !) usw., wollte ich gerne Wissen was Ihr für Erfahrungen gemacht habt.

Normal hat der Kollege auch keine Probleme mit dem Standgas, es gab wohl Probleme mit dem Gestänge oder dem Servo (habe Ihn seit dem noch nicht gesehen und fragen können), so das er nicht mehr weiter runter oder abstellen konnte, vor dem Start am Boden war wohl noch alles OK.

Aus dem Problem des Kollegen ist halt leider eine Grundsatzdiskussion geworden, für die ich hoffe hier eine Antwort zu finden.

Viele Grüße

Olaf
 
Nachdem ich erste Erfahrungen mit dem EGE-Pro gesammelt habe, habe ich dort Wölbklappen programmiert, also bei Querruder ein Stück nach oben, dazu etwas das Höhenruder nach unten. Nach Umstieg auf MPX Gemini habe ich genau diese Einstellungen übernommen, lediglich die zugemischte Tiefe musste ich korrigieren. Insgesamt funktioniert das sehr gut. Da die Gemini insgesamt aber sehr langsam fliegen kann, nutze ich die Funktion kaum, außerdem stört es mich, wenn ich auf einer schmalen Straße lande und wieder durchstarten muss.
LG Dirk
 
Bei Querruder nach unten müste sich ja der Auftrieb der entsprechenden Fläche verbessern (mehr Wölbung), und wo ist das jetzt besser an der oberen oder an der unteren Fläche ?
Klappenausschlag nach unten verbessert zwar den Höchstauftrieb, erhöht aber auch die Auftriebsbelastung. IDR reisst an so einem Flügelteil die Strömung eher ab.

Dann ist die Staffelung zu berücksichtigen. Strömungsabriss am unteren (meist hinteren) Flügel zuerst ist unerwünscht, da es zu einem aufbäumenden Moment führt.

Unterschiedlicher Auftrieb an den gestaffelten Flügeln führt ausserdem auch ohne Strömungsabriss zu Nickmomenten, die ausgetrimmt werden müssen.
 
Hallo zusammen,

danke für die Interesaanten Antworten.

Für meinen Teil schließe ich also daraus, das es besser ist, die obere Fläche (auch vordere) nach unten zu stellen und die untere Fläche nach oben. So wird bei dieser Methode des Bremsen die wahrscheinlich größte Stabilität des Modells erreicht.

So langsam das die Strömung abreißt sollte man eh in keinem Fall machen.;)

Mal sehen was am WE darüber wieder für Diskussionen entstehen....:D

Viele Grüße

Olaf
 
Sind die Flächen gepfeilt und die Querruder außen, alle QR nach oben! Dies entlastet die entsprechenden Flächenteile. Wird gewölbt und dort reißt die Strömung ab, führt dies sonst zu einem stark aufbäumenden Moment mit daraus resulierendem kompletten Abriß. Entwölbt liefert die Flächenmitte mehr Auftrieb, bei einem Abriß dort entsteht ein Nickmoment auf die Nase, bei voller Steuerbarkeit. Etwa analog zu einer Ente (nur im übertragenden Sinn)
 
Fliege u.a. auch einen DD. Bei mir, brachte es fast nix. Wollte nach einem Turn Airbrakes setzten, um langsamer runterzukommen. Auch beim Landen, habe ich die QR runtergefahren, aber nur so auf Neugierde, weil er sich auch so wie ein Shokflyer mit Schrittgeschw. fliegen lässt.
Mein Tip:
1. Motor RICHTIG einstellen.
2. geht das nicht, was ich nicht glaube, eine große Schraube mit wenig(er) Steigung drauf.
Das hilft garantiert.
Derartiges "Klappensetzten" i.d. Landephase, endet früher, oder später mit einem Einschlag!
Meiner kommt ohne Schleppgas überhaupt nicht gescheit rein(Gleitwinkel wie ein Backstein).

Gruß Frank
 
Wenn der Flieger keine QR über die ganze Spannweite hat, sondern nur außen, dann ist man mit Verwölben sowieso aufm Holzweg. Dann weicht die Auftriebsverteilung nämlich so weit vom Optimum (Ellipse) ab, dass der Flieger unter Umständen unkontrollierbar wird!
Und wie oben schon geschrieben wurde: Aerodynamische Bremsmethoden bringen bei niedrigen Geschwindigkeiten kaum was.
Was ist es denn nun für ein Flieger? Ne Stearman? Ne Great Lakes? Ne Jungmeister? Oder doch n Mong Racer???

Zur Not gibt's ja noch die Trägermethode:D

mfg jochen
 
wo gibt es profilierte Abstrebungen ?

wo gibt es profilierte Abstrebungen ?

Hallo,

für meinen DD Python Pitts ( 2,20m) suche ich profilierte Abstrebungen. Damit möchte ich das Seitenruder bzw. Höhenruder abstützen.
Ich habe mal in irgendeiner Modellbauzeitung einen Anbieter gefunden. Leider ist mir diese Info abhanden gekommen.
 
Tropfenprofile

Tropfenprofile

Hallo, Bernd!
Schau doch mal da: http://shop.wega-sunshine.com/index...shop&cl=alist&cnid=62945fabf5818e014.22640491

Wenn die dir zu breit fürs Leitwerk sind, dann nimm doch einen 2mm CFK-Stab und einen Streifen aus 3mm Balsa mit der gewünschten Breite (also eig. Tiefe).
Dann in den Balsastreifen an der Nase eine Nut reinschleifen (3-Ecksfeile oder so, sei einfallsreich), den CFK-Stab mit Epoxy in die Nut kleben und an beiden Enden knapp 1cm über das Balsa überstehn lassen. Jetzt noch ein Tropfenprofil in das Balsa schleifen (geht schnell mit nem kleinen Schleifblock mit 60er Körnung, nur den Feinschliff mit 120er oder feiner) und dann bespannen oder lackieren. Auf die Enden des CFK-Stabs werden jetzt Gabelköpfe zur Befestigung aufgeklebt oder das ganze wird "pfuschmäßig" ohne Gabelköpfe direkt mit den Enden in die Dämpfungsflächen geklebt, wobei letzteres bei langsamen und leichten Fliegern sogar noch vertretbar ist.
Man kann auch Halbrundprofile an das Balsa kleben, dann muss man hinten nur noch spitz zuschleifen...
http://shop.r-g.de/Halbzeuge/CFK-Profile-Sonstige/CFK-Halbrundprofil.html

mfg jochen
 
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