F3E-600

What? Was ist F3E-600??? Kurz dazu, das ist (noch) keine offizielle FAI/DAeC Klasse. Wir haben diese "Klasse" in Holstein das erste Mal getestet um zu sehen wie es sich unter Wettbewerbsbedingungen darstellt.

Hier die drei erfolgreichen Testpiloten:
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Die Idee hinter dem Reglement kurz und knapp:
  • F3E/F5D Modelle nach aktuellem Reglement
  • Akkus frei (min 3s, max 5s) - 4s wird hier vermutlich die beste Wahl sein
  • Motor frei, muss aber 4-Poler sein
  • Prop maximal ein 5,5x6,5 aus GS Material (Glasfaserverstärkter Spritzguss) - gibt es von APC
  • Drehzahl max 27500rpm per "homologierten" Regler geregelt
  • Kein Limiter, kein Logger etc
Somit haben alle Modelle den gleichen Speed. Kein Abstimmen des Antriebes ist erforderlich. Und die Modelle sind ein gutes Stück schneller als Limited (siehe Zeiten). Die geflogenen Zeiten sind aufgrund des kurzen Kurses nicht ganz repräsentativ. Auf einem regulären Kurs wäre es wohl eher 69sek.
Die Zeiten die in Holstein geflogen wurden (im vergleich mit F3E und F3E-Limited):
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Das Drehzahllimit haben wir uns von unseren Niederländischen Kollegen aus E2KS abgeschaut. Dort wird ein YEP Regler mit einer umgeflashten Software eingesetzt, der die max-Drehzahl begrenzt - wir haben die Software auf unsere Bedürfnisse angepasst und auch die YEP 80A Regler von HK verwendet. Die Setups liefern damit zuverlässige gleiche Drehzahl = gleiche Speeds, was ein Garant für viele spannende Rennen war die wir am WE beobachten und genießen durften... Der Pilot und sein Helfer macht das Rennen ;)

Auch in Brüggen werden wir wieder "F3E-600" austragen... Diesmal dann mit deutlich mehr Piloten
 

Javlin

User
Auf dem Wettbewerb in Holstein wurden alle 3 Akkuvarianten getestet.
Setup mit 3S 2300 mAh Gensace Tattu mit einem Tenshock Viper 3100 KV
Setup mit 4S 2200 mAh Gensace 45C mit einem Leomotion 2600 KV
Setup mit 5S 1800 mAh Gensace Tattu mit einem Turnigy 2200 KV

Die Motoren sind alle 4-Pol 28 oder 29 mm Durchmesser 50 bis 60 mm Lang.

Diese Setups sind alle mit reichlich Reserven, sowohl Drehzahl als auch Kapazität.
Der Strom bei dem 5S Setup liegt unter 40 A und verbraucht ca. 900 mAh Kapazität. Ergo kann man auch einfach seine 5S 1550 mAh Drohnenpacks mit einem Chinamotor nehmen und loslegen.
 
Finde die Idee super mit F3E - 600 und mich freut es das es auch unter Wettbewerbsbedingungen sehr gut geklappt hat!
Das abstimmen des Antriebes fällt weg und man kann sich voll und ganz aufs fliegen konzentrieren (man kommt immer mit Motor an - was vorher oftmals nicht der Fall war ;) )

Der Speed gegenüber dem "normalen" Limited ist schon deutlich höher - Modell ist aber immernoch gut beherrschbar.
Racing pur.
Gab richtig schöne Duelle!:D

Geflogen bin ich mit einem SSS Motor 2960 - 3250 kv an 3 S 2300mAh Tattu 45 c
Strom liegt so bei 65-67A
Nachgeladen hab ich ca. 1100 mAh.
Beim Training (Start aus dem Kurs) waren es ca 1370 mAh.

Gruß Pascal
 
F3E-600 finde ich sehr interessant. Limited finde ich zu langsam und die 600er Variante macht es deutlich schneller.
Am Besten finde ich allerdings, dass man sich keine Gedanken um das Setup, also die Motorlaufzeit machen muss.

Am Wochenende habe ich im NoFuze #1 eingabaut: SSS Motor 2960 - 3250 kv an 3 S 1800mAh Tattu 45c
Das ging ziemlich gut und hat sich nicht viel langsamer angefühlt als das F3E Setup im NoFuze #2
Durch das leichtere Gewicht sollte ein Handstart möglich sein - das ist noch zu testen... @gruni ;)

Gerade wurden nochmal 10 Regler zum flashen bei Peet bestellt - das werden viele spannende Rennen :D

Gruß Fabian

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Lownoise

User
Hier mein Weg zum F3E-600 Modell: Eigentlich sollte es ein kurzer Beitrag werden, um euch zu motiveren, auch da mit zu machen... So nach dem Motto: Einfach irgend einen billigen China Motor in ein vorhandenes Modell einbauen und los legen... Wer ein Modell hat, kann für unter 100€ Einsatz (für Regler, Motor, Prop) in der neuen Klasse antreten. Da 5S Packs vorhanden sind, habe ich einen 5S Antrieb gewählt.

Nachdem "Kleinigkeiten" wie zu kurze Motorwelle dank extrem weit hinten eingebautem Motorspant behoben waren, ging es zum Erstflug. Hier fiel auf, dass der Antrieb entgegen oben genannter, erwarteter unter 40A satte 57A zog... Zudem wurde der Motor sehr heiß. Klar, an 5S sind es knapp 1 kw Eingangsleistung, also so viel wie beim "richtigen" F3E....?! Im Rumpf ohne jegliche Kühlung heißt das: Die ca. 400 W Wärme, die mein Motor produziert, bleiben im Rumpf... Der Motor wird so heiß, dass man ihn nicht mal eine Sekunde anfassen kann, ohne sich zu verbrennen... Klar, wer will, kann ja mal einen 100W Lötkolben in die Hand nehmen... Wenn man dann bedenkt, dass ca. 3-4x so viel Wärme entsteht, weiß man Bescheid... ;)

Das nächste Problem ist, dass das Modell, die gute alte Viper, so 930g wiegt. Das Mindestgewicht beträgt 800g. Aus meiner Sicht mit vorhandenen alten und/oder gekauften Modellen nach wie vor schwierig zu erreichen. Nicht dass es hier wieder in einer Materialschlacht und im Leichtbauwahn endet... Hatte die Klasse F5D schon einmal....

Dementsprechend top motiviert ging es zum Wettbewerb nach Brüggen. Im Rumpf habe ich die vom Vorbesitzer aus meiner Sicht nicht optimal plazierten Kühlöffnungen wieder frei gelegt.

Nun kommt die Wende der Geschichte zurück zum eigentlichen Ziel: Der Motor wurde trotz "Kühlung" noch sehr heiß, hat aber das ganze Wochenende tapfer durchgehalten. Das Übergewicht hat sich nicht negativ bemerkbar gemacht. Dank eines Cuts im letzten Durchgang "nur" Platz 5 mit 99,3%...

Die Leistungsdichte war bei dem Wettbewerb extrem hoch. Ein minimalster Piloten- oder Helferfehler hat hier demnach deutlich mehr Auswirkung als Motor, Zellenzahl, Art und Gewicht des Modells. Das ist schon einmal gut. Auch alte, stark gebrauchte oder nicht mehr top aktuelle Modelle sind demnach voll und ganz konkurrenzfähig. Das ist ja auch das Ziel der Klasse. Ohne viel Gefummel und Setup Einstellungen mit minimalem finanziellen Einsatz gleiche Voraussetzungen zu schaffen, und das Fliegen wieder in den Vordergrund zu stellen. Aus meiner Sicht voll und ganz gelungen!

Verwendet habe ich einen 2960 SSS Motor mit 2.200 kv sowie ca. 8 Jahre alte 5S 1580er Hacker Lipos. Der Motor hat, gemessen an 2s im Leerlauf, 2.192 kv, passt also sehr gut, aber weiterhin keine Erklärung dafür dass er so extrem heiß wird....?!

Szenario a) alles so lassen, da es ja läuft...
Szenario b) gleichen Motor nochmal bestellen um zu sehen, ob nur meiner persönlich einen Hau hat...
Szenario b) 4S Antrieb probieren...
Bin noch unentschlossen und für Tipps und Ratschläge dankbar ;)

Der Regler für F3E-600 ist wie oben schon beschrieben wurde, ein vom niederländischen F3E Kollegen Peet speziell geflashter YPG. Dieser wird, wenn genug weitere Interessenten da sind, ehrenamtlich zum Selbstkostenpreis + Versand von Peet und Kai F. organisiert und verschickt bzw. mitgebracht bei nächster Gelegenheit. Wer Interesse hat, kann sich gerne melden, ich leite den Kontakt dann weiter.

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Gewicht Antriebssetup incl. Unisens-E (muss man nicht haben, ist nur weil ich Telemetrie gut finde, und somit ein wenig mehr weiß über den Antrieb)

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Gewicht ohne Unisens-E (hier ohne Stecker, aber mit langen Kabeln, also in etwa passend)

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Der nötige Regler: Mit ca. 70g ein Klopper, aber mit fettem Kühlkörper & 80A auch robust und mit BEC

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Der vorher im Modell installierte F3E (bzw. ehem. F5D) Antrieb incl. Unilog Limiter usw. Hier kann man sich den Gewichtsunterschied berechnen

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Graupner Präzisionsspinner: Kappe muss für den 5,5 x 6,5 APC leicht angepasst werden, damit sie passt (hier noch im Originalzustand)

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Modell wartet auf Einsatz ;)
 
Zuletzt bearbeitet:

Javlin

User
Das schöne an der F3E-600 Klasse, wie meine Vorredner schon detailliert beschrieben haben, ist die Einfachheit.
Man braucht nur irgend ein 15,38 dm² Pylonmodell und einen Taschenrechner.

3,5 Volt pro Zelle (worst case) x Zellenzahl x KV Motor unter last >= 27500.

Ich rechne noch mit 0,8 Wirkungsgrad und Messungenauigkeit wenn die reale KV nicht bekannt ist.
Der Rest ist persönliche Vorliebe wie z.b. Stützakku, Akkukapazitätsreserven, Telemetrie, eine Prise Salz und Motordrehmomentsreserven.

APC 5,5x6,5 und 800g Mindestgewicht und los gehts...und zwar links rum!

Auf dem Wettbewerb in Brüggen war alles an Fliegern am Start...Viper, Avionik, Batleth, Valkyrie, Excite, Sharky, Jump mit 3S, 4S und 5S.
Die Plazierungen zeigten dass das alles egal ist und nur der Pilot/Caller den Ausschlag geben.

Wir sehen uns im Kurs...
 

F3B-E

User
Schreibt mal hin ,wo man diese Regler bekommt und was er kostet .
Ein Regler aus dem Laden kann man ja nicht verwenden .

Und nennt mal ein Antriebs Set was so geflogen wurde,das ist sicher wichtig für Neueinsteiger .

So quasi ein sorglos SetUp was man alles braucht .

Gruss Marcel
 
Bezüglich der Temperatur der Motoren. Haben andere auch die Probleme mit den SSS Motoren oder werden die Motoren alle recht warm (SSS sehr günstig, Leomotion ist eher top Premium)? Es werden ja häufig die Dr. Mad Thrust Motoren geflogen, die baugleich der SSS sind (Vermutung, sehen zumindest extrem ähnlich aus).
 

Lownoise

User
Hallo Marcel, zur Zeit sieht es noch so aus wie ich schrieb:

Der Regler für F3E-600 ist wie oben schon beschrieben wurde, ein vom niederländischen F3E Kollegen Peet speziell geflashter YPG. Dieser wird, wenn genug weitere Interessenten da sind, ehrenamtlich zum Selbstkostenpreis + Versand von Peet und Kai F. organisiert und verschickt bzw. mitgebracht bei nächster Gelegenheit. Wer Interesse hat, kann sich gerne melden, ich leite den Kontakt dann weiter.

Der Regler kostet zur Zeit ca. 48€ (gerade bei google nachgesehen), dazu kommt halt noch (anteiliger) Versand. Also für einen 80A Regler voll und ganz OK finde ich.

Generell habe ich auch nichts dagegen, wenn jemand z. B. eine Software für BLHeli_32 programmiert, die das kann, so dass am besten noch andere Polzahlen eingesetzt werden können. Aber... Wir sind halt nicht die Copter-Lobby... So lange das nur ein, zwei handvoll Leute wollen, macht das wohl keiner...

Und nennt mal ein Antriebs Set was so geflogen wurde,das ist sicher wichtig für Neueinsteiger .

Das steht doch eigentlich alles in den ersten Posts...?! Also Art und Größe vom Motor, welche kv Zahl, welcher Akku dazu passt usw.

Hallo Marcus,

Bezüglich der Temperatur der Motoren. Haben andere auch die Probleme mit den SSS Motoren oder werden die Motoren alle recht warm (SSS sehr günstig, Leomotion ist eher top Premium)? Es werden ja häufig die Dr. Mad Thrust Motoren geflogen, die baugleich der SSS sind (Vermutung, sehen zumindest extrem ähnlich aus).

Es ist halt alles noch recht neu. Evtl. müssen erst Erfahrungswerte gesammelt werden?! Ich werde noch einen Log aus einem Flug nachreichen. Dr. Mad Thrust und/oder alle Inrunner mit niedriger kv Zahl, passend für 5S, sind rar sowie schwer bis garnicht mehr zu bekommen, das ist das Problem. Daher wirds wahrscheinlich bei den meisten auf 4S hinaus laufen...
 
Und nennt mal ein Antriebs Set was so geflogen wurde,das ist sicher wichtig für Neueinsteiger .

Ich fliege einen Surpass Hobby 2968 mit 2800kv (gibt es für ca. 30€ auf Ebay) und 4s. Regler und Prop sind ja vorgegeben.
Der Motor wird zwar recht warm, hat bis jetzt aber keine Probleme gemacht.
Wobei das Ziel von 600 ja auch ist, dass man mit einfachen (günstigen) Motoren konkurenzfähig ist und eben keinen Leomotion braucht, um vorne mitzufliegen.
Also an alle (potentiellen) Einsteiger: Marke vom Motor ist quasi egal, einfach einbauen und mitfliegen;).

Gruß Jannik
 
Hallo Marcus,

sowohl in Holstein als auch in Brüggen bin ich im Frankenshark den Dr. Mad Trust 2970 mit nominell 3000KV an drei Zellen Gens Ace 2300mAh mit 45C geflogen. (Und hatte auf Anhieb den schnellsten Durchgang. 😀)
Mein Motor dreht im Leerlauf gemessene 3150KV und überspringt im Betrieb wohl gerade eben die maximal zulässigen 27500 Umdrehungen.
Weder der Regler noch der Motor oder auch die Zellen werden auffallend warm.

Grüße,
Thomas
 

F3B-E

User
Danke für eure Antworten!
Welche Spinner nutzt ihr, ich frage, weil mein Motor eine 4 mm Welle hat, die 30 mm Spinner haben alle nur Bohrungen für eine 3,175 mm Welle 🤔


Den gibt es auch als 4mm version ,ggf. musst du halt den spannt ändern .

Graupner ,Präzisionspinner 30/4mm
Art. Nr. 1298.4

Gruss Marcel
 

Lownoise

User
Nachdem "Kleinigkeiten" wie zu kurze Motorwelle dank extrem weit hinten eingebautem Motorspant behoben waren, ging es zum Erstflug. Hier fiel auf, dass der Antrieb entgegen oben genannter, erwarteter unter 40A satte 57A zog... Zudem wurde der Motor sehr heiß.

Hier noch ein Log von einem Flug. Erfreulicherweise geht der Strom doch deutlich runter im Flug, so dass es einigermaßen OK ist alles...
Dennoch kocht mir ohne Kühlung sehr wahrscheinlich der Motor ab.... ?!
Viel Spass beim Interpretieren
 

Anhänge

  • Viper F3E-600 Log.xls
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Hallo Sebastian,

nimmt man die Werte für den Start und für das Ende des Fluges mal raus, übernimmt also nur die Werte ab der vierten bis zur sechsundsiebzigsten Sekunde, dann kommt man auf eine durchschnittliche Spannung je Zelle von 3,42V (17,09V für den nicht mehr ganz frischen fünfzelligen Pack) und einen Strom von 39,25A bei einer Drehzahl von 27644 1/min. (Für die Du Dich glücklich schätzen kannst...) Demnach bist Du mit einer Leistung von 670W unterwegs, was ja auch etwa den Vorgaben entspricht.
Allerdings wird der Motor mit der gemessenen Lehrlaufdrehzahl von 2192 1/min versuchen, bei einer Spannung von 17,09V unbelastet auf 37461 Umdrehungen hochzudrehen! Abzüglich rund 14% für den Drehzahleinbruch durch die Belastung blieben immer noch 32200 1/min übrig, die der Regler auf 27500 drücken muss.
Vielleicht ist das noch ein wenig viel? Oder der Motor ist von den Magneten her nicht ganz O.K.?

Grüße,

Thomas
 
Hallo Sebastian,
kleiner Fehler wohl noch:
Relevanter in der Betrachtung ist wohl der Bereich ab 12 Sekunden aufwärts, da der Flieger dann erst komplett ausbescheunigt ist. Da hat sich der Strom auf einen recht konstanten Wert von knapp 38A bei gut 650W Eingangsleistung eingpendelt. Passt ganz gut zu der Vorgabe von 600W.
Ich glaube nicht, dass der Motor einen Schaden hat, zumal er ja die gelabelte KV vorbildlich genau trifft.
Kann es sein, dass die Temperatur-Problematik bei bestimmten Motoren aus einer unterschiedlichen Schaltungsart rührt (Stern oder Dreieck)?
Und interessant wäre sicher auch, einmal den Spannungsverlauf der drei Phasen unter Last mit einem Oszilloskop sichtbar zu machen.
Grüße,
Thomas
 
...Kann es sein, dass die Temperatur-Problematik bei bestimmten Motoren aus einer unterschiedlichen Schaltungsart rührt (Stern oder Dreieck)?...


TP zum Beispiel weist seine Motoren mit Stern-als auch Dreieckschaltung an den Wicklungen aus, also "Y" bzw. "D" in der Motorenbezeichnung.

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1633602695109.png


Auf der Seite von TFL-Hobby werden die SSS-Motoren in der Bezeichnung nur mit einem "D" versehen oder aber es fehlt eine weitere Bezeichnung.

Das "D" kann bei TFL natürlich auch eine ganz andere Bedeutung haben...?!?

Grüße,

Thomas
 
Wie Thomas schon analysiert hat, geht die Eingangsleistung bei Lownoises Setup im Flug ja etwa auf den erwarteten Bereich zurück. Der Strom beim Start ist denke ich auch nicht wirklich kritisch. Ich bin den Motor mit 2200kV (als Dr. Mad Thrust, wohl gleich wie SSS nur mit anderer Welle und anderen Lagern) in F3E geflogen, hier liegt der Strom beim Start sogar bei 80A (Ursache: höheres Drehmoment des Propellers bei niedrigen Geschwindigkeiten). Das ist vergleichbar mit meinem Leomotion. Deshalb halte ich die 400W Verlustleistung auch für eine Fehlinterpretation ;)
Was man bedenken sollte: der Motor wird durch die "echte" Drehzahlregelung permanent im Teillastbereich betrieben, deshalb macht der große Regler Sinn. Der Regler pulst den Strom im Teillastbereich, der Motor "glättet" die Pulse. So kann man je nach Eingangsspannung und Motor-kV in unterschiedlich effizienten Betriebsbereichen landen, der eine Motor wird dann bei gleicher Drehzahl etwas wärmer als andere. Das spielt meiner Meinung nach keine wirkliche Rolle in der Klasse, da ja die Drehzahl für alle gleich ist (einer DER Vorteile ggü. F3E!). Die SSS-Motoren sind meiner Erfahrung nach übrigens sehr robust :D

Man kann sich also nach meiner Beobachtung in Brüggen einfach eines der o.g. Setups aussuchen, einbauen und einen Wettbewerb gewinnen, auch ohne Datenlogs und Antriebsphilosophie :p
Ich finde, so soll die Klasse sein!

Viele Grüße
Basti
 
Hallo,

da ich es jetzt mal genauer wissen wollte, habe ich heute den im Frankenshark in F3E-600 eingesetzten Dr.Mad Thrust 2970-3000KV einfach mal mit einem ungeflashten YEP 100A-Regler an 3s-2300er-GensAce Zellen mit 45C betrieben, also bis auf den Regler mit meinem Setup in Holstein und Brüggen.

Mit dem für mich doch überraschenden Ergebnis, dass das Setup offensichtlich nicht zu 100% passt!!

Innerhalb der ersten 6,5 Sekunden brechen Spannung und Drehzahl auf unter 10V und minimal 25740 Umdrehungen ein, der Strom erreicht in der Spitze knapp über 100 A. Erst nach 16 Sekunden wird wieder eine Drehzahl von 27500 1/min erreicht, bei welcher der geflashte YPG-Regler eingreifen würde.

Im weiteren Verlauf steigt die Drehzahl allerdings wieder auf ca. 28300 1/min an, der geflashte YPG würde diese auf 27500 1/min begrenzen.

Demnach ist die Leerlaufdrehzahl des Dr.Mad Thrust mit 3150KV doch etwas knapp bemessen, ich verschenke in den ersten beiden Runden deutlich Leistung!

Also, nächster Antrieb aus der Krabbelkiste und probiert....!

Und die Einsicht, dass 4s wahrscheinlich tatsächlich der beste Kompromiss sind...

Grüße,

Thomas
 
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