NORES ein norddeutsches Eigenbau Gemeinschaftsprojekt

"Gemeinsam sind wir stark", sagte Hans im Auftaktgespräch. So beschlossen wir ein gemeinsames Projekt, in dem sich Hans vorrangig um den Rumpf kümmert und ich um die Flügel. Da wir das mit zweihundertfünfzig Kilometern Abstand machen, haben wir uns entschlossen, den erforderlichen Austausch mittels RCN und Skype zu organisieren. Vielleicht ist das Projekt ja auch für andere interessant und eine Anregung für ähnliches.
Für die vorherrschenden norddeutschen Windbedingungen soll der NORES auch die etwas zügigere Gangart beherrschen. Profile mit weitgehend gerader Unterseite haben ihre Vorteile beim Bauen. Im Zeitalter der Fräse und des Lasers ist das aber nicht mehr so wichtig. Einfach ein paar Füßchen dran und gut ist. Somit gibt es Freiheitsgrade, Profile auf die gewünschten Eigenschaften zu optimierten. Als Werkzeug für die Erstellung eines eigenen Profils für den NORES wurde hier das Programm „Profileditor“ von Frank Ranis benutzt.

Profil.jpg

Das Ergebnis ist hier dargestellt.

Polare 1.jpg

Ein Vergleich der Polare mit dem AG 35 (rechts) bei Re = 80 000. Es wird deutlich, dass für eine höhere Geschwindigkeit der Fokus besonders auf die niedrigen Ca-Werte gelegt wurde. Aber auch sonst liegt die Kurve nicht ungünstig.

Die Auslegung des NORES erfolgte mittels FLZ-VORTEX von Frank Ranis.

Auftrieb.jpg

Die grüne Kurve zeigt die Auftriebsverteilung.

Ein weiteres sehr hilfreiches Programm ist der WING HELPER. Weitestgehend ohne Handbuch intuitiv bedienbar ist damit ein Flügel in kurzer Zeit zusammengeklickt.

Ansicht 2.jpg


Nach dem Export der Bauteile im DXF-Format habe ich noch etwas Detailarbeit mit LibreCAD gemacht.

Plan.jpg


Zum Glück habe ich einen Vereinskameraden, der einen Laser hat und der mir vor allem hilfreich unter die Arme greift.
Soweit in Kürze die Vorgeschichte.

Gruß Norbert
 

mipme_kampfkoloss

Vereinsmitglied
Teammitglied
Immer schön neue Flieger zu sehen - und auch neue aerodynamische Konzepte!

Kannst du vielleicht noch etwas mehr zu eurem Profil verraten? Dicke, Wölbung + Lage? Vielleicht ein Vergleich mit T2 Polare?
Verwendet ihr einen Strak oder Schränkung am Flügel?

Viel Glück und Erfolg!
 
Interessantes Projekt! Bis jetzt noch wenig zu sehen, daher nichts zu meckern...Scherz!
Jetzt stellt sich natürlich die Frage, welcher Norden? Der echte Norden? ;)
Seit 10 Jahren stehen meine Kisten im Keller. Nach Kiel gekommen und keine Piste für nen F3A-Modell gefunden. Joker und DG liegen genau so verstaubt im Keller, da allein fliegen keinen Spass macht. RES ist extrem interessant, aber allein immer noch langweilig.
 
Airpanter, lad Dir die App " Modellflugplätze" runter. Dann siehst Du, dass es im "Echten Norden" keinen wirklichen Grund gibt, als Modellflieger und auch speziell als RES- Pilot alleine zu bleiben.

Gruß Hans
 
@ Mipme
Die wesentlichen Eckpunkte bei der Profilentwicklung waren:
- Ausreichende Höhe für den Holm
- Genügend Bauhöhe für stressfreien Einbau des Spoiler-Servos
- Vorgegebene Mindestdicke für die Endleiste
- Angehobene Nasenleiste bzw. Ausrundung der Nase nach Unten um einer Strömungsablösung hinter der für den Schnellflug abgesenkten Nase entgegenzuwirken. Man kann auch einfacher sagen: Versuch der Verbesserung der Schnellflugeigenschaften.

Profil Info.jpg

Einige Daten zum Profil

Typ 2 Polare2.jpg

Typ 2 Polaren Vergleich für 2 m Spannweite, 200 mm Profiltiefe und Gewicht von 500 Gramm.

Gruß Norbert
 

Bebel

User
Guten Abend Norbert,
Ich interessiere mich für das Projekt, ich baue derzeit ein RES mit dem Profil AG 35-16 .. Modellbauer aus München.
Ich habe einen speziellen Rumpf gemacht, wenn Sie Ihre E-Mail schreiben, sende ich Fotos.
Herzlichen Glückwunsch zu Ihrer Arbeit.
Schade, dass ich kein Deutsch spreche .. um mehr auszutauschen.
Michael
michelcastel2@wanadoo.fr



Good evening Norbert, I am interested in the project, I am currently building a RES with the AG 35-16 profile .. modelers from Munich. i made a special fuselage if you write your e-mail I send photos. Congratulations on your work. Too bad I do not speak German .. to exchange more. Michael michelcastel2@wanadoo.fr
 

mipme_kampfkoloss

Vereinsmitglied
Teammitglied
Hi Norbert,

bzgl. Profil - vergleichst du da ein AG35 mit 8% mit deinem oder das Original mit 8,7%?
Wenn ich mir das AG35 dünner mache, wird das Profil natürlich auch weniger Widerstand haben...

Hast du überlegt die Wölbung und/oder die Dicke zur Flügelspitze hin etwas nach vorne zu schieben?
Die Re-Zahlen am Randbogen gehen ja dann auch bei euch deutlich runter oder?
 
@ Michael
Der Konzept für den Rumpf für den NORESl steht bereits. Aber wenn Du einen eigene Entwurf hast, dann kann ich nur anregen, einen Thread in diesem Forum zu öffnen und das Ergebnis zu teilen. Andere und auch ich lesen immer gern mit. Du bekommst meistens auch ein gutes Feedback zurück.

@ Mipme
der Vergleich bezieht sich schon auf das Original mit 8,7 %. Deine Idee der Dickenreduzierung auf 8 % geht natürlich in die richtige Richtung. Aber wenn das allein so wirksam wäre, dann wäre das toll.
Das Profil ist nahezu über die gesamte Spannweite gleich. Nur die Flügelenden ab dem äußeren Knick gehen in ein symmetrisches Profil am Randbogen über. Ich muss dazu ergänzen, dass ich bereits einen Flügel in dieser Konstellation gebaut habe, allerdings mit einem einfacherem Grundriss. Der ist absolut gutmütig ohne Abrisstendenz. Trotzdem zeigt er durch seine Reaktionen die Thermik gut an.

Gruß Norbert
 
Servus Norbert und Hans,

bin sehr gespannt auf euer Projekt. Vielleicht gibt das ja DEN Wind- / Sturmflieger im RES Bereich.
Fest genug bauen ist das eine, bei Wind noch voran zu kommen ist die Kunst.

Good luck

Jörg
 

Bebel

User
Guten Abend Norbert,
Vielen Dank für die Antwort, ich poste Bilder von meinem Projekt, dem Rumpf, Stabilisator mit Abmessungen nach dem 01.01.2021.
Vg
Michael
 
mal was zum Rumpf:
Ich hab vor Jahren mal einen Rumpf mit Kohleheckrohr für den Picares-Flügel gebaut. Der selbe Rumpf hat eine Zeitlang einen X-RES-Flügel getragen und ist jetzt mit einem Andreas-Flügel verheiratet. Wir werden einen ähnlichen Rumpf auch für den NORES verwenden.
IMG_20201227_092021.jpg

Das Konzept: Aufbau mit 3mm Seitenwänden aus mittelfestem Balsa. Tiefgelegtes Heckrohr, um einen strömungsgüstigen Übergang zu erhalten. Der Rumpfkopf kann hinten kurz gehalten werden, da über dem Rohr Platz für die Verschraubung des Flügels bleibt. Servos werden überkopf eingebaut, das macht nach meiner Erfahrung keine Probleme beim Verlegen von Bowdenzügen oder Seil-Feder-Anlenkung. Der große Vorteil ist, dass die Verkabelung nie in Konflikt mit der Anlenkung kommt.
Mit gerader Unterseite ist der Rumpfkopf sehr leicht aufzubauen.
Beim neuen Rumpf fang ich mit einer Zeichnung des Rumpbereichs unter dem Flügel an.
scan Rumpf.jpeg

Diese Zeichnung wird ausgeschnitten und auf ein 3mm Balsabrett geheftet. Davor Servos, Empfänger und Akku verteilt. Beim alten Rumpf hab ich da eine Länge von 20cm bis zum Nasenblock. Beim neuen Rumpf gönnen wir uns etwas mehr Länge. Bei RES-Modellen mit langen Nasen konnten wir noch nie Nachteile in der Seitenruderwirkung durch größeres Trägheitsmomente feststellen.
Als Heckrohr verwendet Norbert eine konisches mit größerem Durchmesser, ich habe eines von Seta und alternativ ein Thielerohr zur Verfügung.
Die Rumpfbreite wird so gestaltet, dass ein SM-GPS-Logger Platz findet, damit wir auch einige Daten sammeln können.

Gruß Hans
 

jafo1

User
Hallo Hans,
interessantes Projekt. Ich würde bei so einem "Windvogel" nicht nach jedem Gramm Baugewicht jagen. Da kann man beim Selektieren schon mal zulangen. Auch die Jagd nach den meisten Erleichterungen pro Bauteil würde ich somit für überflüssig halten. Aus meiner Sicht müssen Profile laufen, manche Profile entfalten ihr Potential erst mit mehr Gewicht. Bei den Berichten aus der Freiflug Szene trifft man wiederholt auf interessante Betrachtungen zu diesem Thema. Die Idee mit der aerodynamischen Schränkung am Ohr finde ich Klasse! Viel Spaß bei der Umsetzung und einen guten Rutsch!

Gruß, Karsten
 
Baubeginn

Vielen Dank für die mehrfachen netten Aufmunterungen!

@ Karsten
Natürlich wollen wir keine Bleiente bauen. Aber Du fasst das sehr treffent zusammen, was Hans und ich bei der Vorplanung überlegt haben.

Holz.jpg

Das Sperrholz habe ich vom Sperrholzshop Zembrod bestellt. Die haben eine Sorte, die zum Lasern geeignet ist. Außerdem habe ich dort bisher maßhaltiges Holz bekommen. So passen die Ausschnitte der Rippen. Aus anderen Quellen hatte ich bisher häufiger Holz mit Plus-Toleranzen.

Bei den Rippen habe ich auf Stege verzichtet, die die Einzelteile in den Brettchen festhalten. Einfach aus Faulheit ;-) So spare ich Schleifarbeit. Eine paar Tesastreifen halten hier die Einzelteile in den Brettchen fest.
Die Stützfüßchen habe ich nur hinten angeordnet. Sie sind so lang gewählt, dass die Rippen vorne direkt auf dem Baubrett aufliegen. Wieder Schleifarbeit gespart :-) Damit das passt habe ich den gesamten Flügel nach der Unterseite ausgerichtet. Kürzere Füßchen brechen auch nicht so leicht ab.

F01.jpg

Die Tragflächenbefestigung erfolgt ähnlich wie beim X-Dream. Vorne mit einem Dübel und hinten mit einer Schraube. Dazu habe ich erst mal ein grob zugeschnittenes 10 mm Balsateil zwischen die beiden Mittelrippen geklebt.

F02.jpg

Nach dem Verschleifen des Balsateils auf die Maße der Sperrholzrippen habe ich die Aussparung für den Holmsteg heraus gebohrt und nachgeschliffen. Den Platz für die Auflage der Befestigungsschraube habe ich ebenfalls nachträglich herausgeschnitten. Ging so ganz einfach und schnell.

F03.jpg

Kiefernholme haben auch manchmal so ihre Toleranzen. Hier habe ich die Kiefernholme 5 x 2 mm von Höllein bezogen. Diese sind wieder sehr genau gefertigt und passten saugend in die Rippen.

F04.jpg

Zum einfachen Ausrichten habe ich als erstes Frischhaltefolie auf den Plan gelegt und den unteren Kiefernholm unter die Frischhaltefolie geschoben, denn der soll nur Führung geben und noch nicht verklebt werden. Dieser steht beidseits über und wird fest genagelt.

F05.jpg

Das vorbereitete Mittelstück wird aufgesetzt und der Holmsteg eingesetzt. Durch das Fixieren des Mittelstücks hat man schon mal eine feste Basis. Jetzt können einfach die Rippen aufgefädelt werden. Also Bauprinzip wie beim ANDREAS.


Zwei Hilfsrippenkämme hier an der rechten Hälfte angesetzt, garantieren die gerade Ausrichtung der Rippen.

Die Bohrungen in den äußeren Rippen werden leicht oval entsprechend der V-Form nachgeschliffen und die Röhrchen für die Flächensteckung gleich mit eingesetzt. Der Rippenkamm gibt die V-Form für die Endrippe vor.

Dann noch die Hilfsnasenleiste aus 2 mm Balsa angeklebt. die ist schon im ersten Bild mit den Rippen zu sehen. Das ging einfach zu schnell, um zwischendurch noch an Baustufenfotos zu denken.
Upps! die Leiste für die Hinterkante der Spoilerklappen ist, wie im vierten Bild zu sehen ist, zu kurz geworden :-(

F07.jpg

Zwei Hilfs-Rippenkämme und der Holmsteg sorgen für eine simple Ausrichtung der Rippen.

Gruß Norbert
 

12PLo

User gesperrt
Hallo Norbert,
hallo Hans,

schöner Bericht! Warum habt ihr in den Stegen einmal nur eine Aussparung drin?

LG Peter
 

Hans J

Vereinsmitglied
Moin Norbert und Hans,
der Nichtflügler hätte sicher seine Freude an einem norddeutschen "Leicht"-gewicht gehabt...

Viel Spaß bei der Entwicklung und berichtet bitte schön weiter.
 
@ Peter
Danke für die Blumen.
Gut aufgepasst. Die Aussparung und eine weitere in einem anderen Teil des Flügels hat das CAD gefressen.
Gruß Norbert
 
Beplankung der Oberseite

Die Holmgurte habe ich ganz nach außen gelegt. Damit sie mit der 0,8 mm Balsabeplankung ganz genau fluchten habe ich Gurte und Balsa zunächst mit Tesa auf Stoß fixiert und mit UHU hart verklebt. Diese Einheit habe ich dann mit Weißleim auf das gesamte Mittelteil geklebt. Nur für das Aufkleben auf die Hilfsnasenleiste habe ich wieder UHU hart benutzt, da es sich besser verschleifen lässt.

F10.jpg

Die Rippenaufleimer habe ich auch gleich aufgeklebt, da sich so die vorgesehene Form der Endleiste leicht anpassen und aufkleben lässt. Der Spoilerkasten ist dabei auch gleich mit fertig geworden.
Mit der Endleiste geht es im neuen Jahr weiter.

Ich wünsche allen ein gesundes und glückliches neues Jahr
Norbert
 

mipme_kampfkoloss

Vereinsmitglied
Teammitglied
wow, 0.8mm Beplankung? Das ist mal ne Hausnummer - sonst reden wir ja über 1-1.5mm!
Die Aufleimer sind mittlerweile ja auch eher unüblich geworden bei den RES Fliegern.

Bin gespannt wie's wird und wie's weitergeht! 👍
Frohes Neues!
 
@ Mipme
Du sprichst schon einen wesentlichen Punkt an. Ob Leichtwindsegler oder Segler für etwas erschwerte Bedingungen. Es bleibt im Detail ein Spagat, sonst endet das Spiel ganz schnell bei einer Bleiente. Ich versuche mal, etwas in Detail zu gehen. Es muss ja nicht jeder hier weiterlesen.

Das Grundprinzip für den Aufbau des Flügels habe ich vom ANDREAS übernommen. Der Flügel geht auch bei ziemlichem Wind noch gut und ich habe ihn auch unter heftigen Bedingungen noch nicht zum Flattern gebracht. Dabei fliege ich ihn jetzt schon über einige Jahre, allerdings mit einem eigenen Rumpf, da der Originalrumpf nicht lange gehalten hat. Aber das ist ein anderes Thema.

Mein ANDREAS ist noch einer der ersten aus einer Zeit, als er noch gar nicht normal im Shop gelistet war. Als ich ihn bekam war ich überrascht, um nicht zu sagen erschrocken, wie dünn die Nasenbeplankung war. Ich habe nachgemessen und 0,8 mm ermittelt. Dabei war das Balsa so weich und labberig, dass mir ein Teil sogar versehentlich in der Mitte quer zu Faser komplett umgeknickt ist. Weil es aber so weich war ist es nicht gebrochen, sondern nur gebogen ähnlich wie sehr weiche Pappe. Ich konnte es zurückbiegen und es blieb heile, so dass ich es noch verarbeiten konnte. Einfach etwa anfeuchten und leicht über schleifen und es passte. Es war eine ziemliche Herausforderung, dieses labberige Zeug einigermaßen beulenfrei aufzubringen. Als es erst einmal auf den Flügel geklebt hat, war ich beeindruckt, wie stabil das ganze wurde. Der Rest der Geschichte ist bekannt: Hält prima!
Hans nannte mir von seinem ANDREAS eine Beplankungsdicke von 1 mm. Jetzt kann ich natürlich nicht nachvollziehen, ob es sich da um Toleranzen handelt, oder ob hier nachträglich geändert wurde.
Im Ergebnis will ich erst mal ganz nüchtern sagen: Beide Flügel halten.

Ein nächster Aspekt ist die Holmposition: Beim ANDREAS ist der Holm deutlich vor dem Schwerpunkt positioniert. Vermutlich wurde das gemacht, um Gewicht bei der D-Box zu sparen. So ganz optimal ist dieses Position ja nun mal nicht. Aber es hält ja! Beim NORES liegt der Holm im Bereich des Schwerpunktes. Die D-Box bekommt dadurch ein kleineres Moment und ist außerdem stabiler, weil größer. Also insgesamt deutlich günstigere Bedingungen.

Außerdem: Bei fast gleicher Dicke des Flügels liegen die Holmgute beim ANDREAS unter der Beplankung. Beim NORES liegen sie direkt auf der Flächenaußenseite. Das Widerstandsmoment steigt in dritter Potenz mit dem Abstand der Holmgurte. Hier also ein deutlicher Gewinn an Festigkeit.

Da die freie Rippenlänge zwischen der recht kurzen D-Box und der Endleiste beim ANDREAS ziemlich lang ist würde der Flügel ohne Rippenaufleimer mit Sicherheit ganz schnell ins Flattern kommen. Also gut gemacht, dieses Problem durch Rippenaufleimer zu vermeiden. Beim NORES ist die Rippenlänge kürzer, also günstiger. Die Rippenaufleimer sind auch breiter, also weiterer Sicherheitsgewinn. Über das minimale Mehrgewicht müssen wir nicht wirklich sprechen. Die etwas größere Breite bringt aber auch im Zweifelsfall eine bessere Profiltreue, die ja gerade bei höheren Geschwindigkeiten gewünscht ist. Insbesondere wurde die Breite aber gewählt, um für die relativ dünne Endleiste günstige großflächige Anbindungspunkte zu erhalten.

Und auch nicht ganz unwichtig ist ein allgemeingültiger Punkt: Bei Leichtmodellen werden immer wieder Klebstoffspartechniken diskutiert. Baut man für etwas mehr Wind, dann muss man eben stattdessen Techniken zur sicheren Verklebung diskutieren.

Zusammenfassung: Für mich war der Flügel des ANDREAS ein positives Vorbild. Ich habe vergleichend versucht, darzustellen wo ich weitere Sicherheiten eingebaut habe. Daher bin ich zuversichtlich, dass das Konzept aufgeht.

Gruß Norbert
 
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