Surfbrett reparieren

Savoy73

User
Moinnsen zusammen,

Mein Surfbrett von Thommen ist leider durch den Aufprall des Windsurf-Haken vom Trapez stark oberflächlich beschädigt worden.

Wie könnte man hier vorgehen? Die Oberfläche sollte nach Möglichkeit vom Finish (sanding & weiss) nur geringfügig abweichen.

Es handelt sich bestimmt um ein Sandwichmaterial mit Airex M060 „gelb“? …siehe Anhang!


Gruß Frank
 

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Gideon

Vereinsmitglied
Moin, moin.

Stichwortartig wäre das: Schadstelle aufschleifen, um die Größe der Reparatur zu bestimmen. Anschließend ein Gewebelaminat einschäften. Wenn der Schaum etwas abbekommen hat, den vorher noch spachteln. Abreißgewebe drauf und final mit einem PU-Lack in passendem Farbton lackieren.
 

akay

User
Wie lange warst Du mit dem beschädigten Brett noch auf dem Wasser?
Der Schaum eines industriell gefertigten Boards ist meist aus Polystyrol (EPS), vulgo Styropor. Leider säuft das Zeug schnell und gerne Wasser. Das bedeutet: nach dem Aufschleifen der Schadstelle zuerst gut trocknen lassen. Am besten ein paar Wochen lang, in die Sonne legen oder mit einer IR Lampe bestrahlen unterstützt das Ganze.
Dann die Reparatur wie oben angedeutet angehen.
 

Aschi

User
Hi zusammen,
Wie es meine Vorredner schon gesagt haben.

Ich bin da auch oft zu gange , von was meint ihr kommt meine Signatur :) :)

Übrigens habe ich letzen Freitag in dem seltsamen Schnäppchen Markt (Action-Markt) Spraydosen mit Transparentem Anti Rutsch Lack gefunden.

Da werde ich mal Versuche anstellen, das Zeug kostet fast nix.

LG Thomas
 
Wenn die Risse durch das Sandwich durchgehen, dann unbedingt das Sandwich neu aufbauen und eben auch ev. das darunterliegende Styro (wenn es feucht ist) großteils entfernen (schneiden oder fräsen, so ca. 2cm tief) und durch einen neuen Styroblock ersetzen. Für das Innenlaminat so ca. 2 Lagen 55er Glas, dann Herex, Rohacell oder Ähnliches, für das Außenlaminat 2-3 Lagen 163er und noch eine dünne 55er Glas drüber. Der Rest ist Kosmetik.
SG
Sepp
 
Wenn die Schadstelle richtig, d. h. fachmännisch gemacht werden soll, sodaß man die Reparatur danach nicht mehr sieht, gehört das Board in eine Shaper-Werkstatt, vorausgesetzt daß Dir das Brett das wert ist und Du es noch lange fahren willst.
Ansonsten benutze es halt zum üben!
 

akay

User
Das mußte ich mich auch fragen. Hier tummeln sich ausgewiesene composite Experten (wie @Gideon ) und auch viele der zu reparierenden Flugmodelle kosten locker >3k€.
Nichtsdestotrotz ist ein Surfboard natürlich ganz anders konstruiert als ein Flugmodell. Mit etwas Nachdenken und Geschick kann man aber sicher professionelle Ergebnisse erzielen, die denen eines Shapers nicht nachstehen.
Ein "klassischer" Shaper arbeitet übrigens eher simpel mit einem PU Kern (der zieht kein Wasser), simplen Glasgelegen und häufig mit Polyesterharz. Ob der ein Sandwichboard wieder herrichten kann?
 
Nja, "klassiche" Shaper mit Clark-Foam und Polyesther gibt's hierzulande keine mehr. Die wenigen Wellenreitbretter fallen nicht mehr ins Gewicht. Zu 99% sind Windsurfbretter heute Sandwichbretter. Die sind genau so wie unsere Sandwichflügel gebaut. Mit genau dem gleichen Material, oft sogar mit den gleichen Gewebegewichten. Nur der Kern ist statt Luft eben Styro. Jeder Modellbauer der schon mal an einem Sandwichflügel rumwerkelte, produzierte oder reparierte, kann so ein Windsurfbrett reparieren.
Bei einem Thommen-Brett sollte es dann halt auch "schön" gemacht werden, das sind immerhin Bretter von einem der renomiertesten Shaper.
 
Auf der Thommen-Webseite ist ziemlich viel zu der Bauweise, Philosophie und auch Erfahrung dieses Brettherstellers zu ersehen.....die gestellten Grundfragen lassen keinerlei Fachwissen darüber bzw. spezifische Fragen erkennen, die meisten Antworten ebenfalls nicht.
Es ist richtig, dass manche Flugmodelle im Kernsatz auch 3000 € kosten, die Bauweisen sind i.d.R. zugänglich, bekannt, in gewisser Weise auch einfach und seltener nass ( Salzwasser ? ). Aber ist egal, man darf ja dran rumbasteln, ich darf allerdings dazu auch meine nicht ganz so fachfremde Meinung abgeben.
Uli
ehem. auch Stammkunde beim Surf-Nick in Rosenheim, dem Mekka der Shaper in der Gegend. P51 hats superkurz zusammengefasst. M.E. gehört zu so einem Nobelbrett Wissen und Erfahrung dazu, und genau das ist m.M. eben nicht einfach so von 10 postenden Leuten abzugreifen.
 

Aschi

User
Du willst mit Hilfe des RC-Network-Wissens an einem 3000 €-Board rumpfuschen????

Ich bin mir sicher dass das Board schon älter ist und der Zeitwert nur ein Bruchteil davon ist.

Übrigens bin ich der Meinung das dies Modellflieger meist besser können als irgend welche Hiwis an den Surf- Stationen .

LG Thomas
 
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Übrigens bin ich der Meinung das dies Modellflieger meist besser können als irgend welche Hiwis an den Surf- Stationen .
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Auf jedem Schiff das dampft oder segelt ist einer der sich als Chef-Ing. auskennt.

In jeder größeren Surfstation im In- und Ausland ist einer, der eine solche Reparatur fachmännisch ausführen kann - und wenn nicht hat die Station einen externen Fachmann an der Hand, der das für sie erledigen kann.

Diese Kenntnis basiert auf meiner jahrzehnte langen Erfahrung aufgrund von nicht wenigen Surfreisen im In- wie Ausland. Muß mir hier aber keiner glauben.
 

Savoy73

User
zur Info: Das Windsurfbrett ist 4 Jahre alt und hat neu 1599EUR gekostet. Ok, ich war direkt bei Thommen*s Surfshop in Hindeloopen.

Im August 22 war ich noch bei Peter. Die Produktion von seinem neuen Windsurfbretter wird von Thailand nach Griechenland verlagert.

Danke für die Rückmeldungen!

VG Frank
 
Zuletzt bearbeitet:

Aschi

User
Im August 22 war ich noch bei Thomas
?? wirklich, kann mich nicht dran erinnern. ;)

Meine Historie, 1976 die ersten Graupner Mini Speeds in GFK kopiert, und 82 mit dem Windsurfen angefangen.
Schon damals hab ich nicht eingesehen für einen PU Schaum Klumpen umhüllt mit Polypropelen viel Geld auszugeben.
Also wurde selber gebaut. Heutzutage wird gekauft , und bin ich der Packesel für die ganze Famile, und der Restaurator nach jedem Surf Urlaub.
Da kommt schon was zusammen bei 4 aktiven Personen .

LG Thomas
 

akay

User
Eher: schon lange her. PP Aufblasrümpfe gab es auch von TenCate und ein paar wenigen anderen. Unverwüstlich, aber bockschwer und ziemlich wabbelig unter den Füßen im Vergleich zu GfK Rümpfen von damals. Diese Technologie konnte sich dauerhaft im Surfsport nicht durchsetzen, weil zu schwer und zu wenig Fun. Selbst HiFly hat sich schon in den 80ern von der Technik verabschiedet.
Genau wie die Carrera Rümpfe bei den Fliegern halt. Top Material für Anfänger weil nicht kleinzukriegen. Für highspeed im F3B nicht zu gebrauchen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Bauweise mit Tiefziehen von PP-Schläuchen ist eine alte überholte Methode. Die neuere Methode ist der Sandwichbau und verpressen des Sandwich mit einer Ober- u. Unterschale von Prepeg-Material bei Anwendung von Temperatur in einer Form.
 
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