Welchen Folienplotter für kleine Schriftgrößen?

Liebe RCN Mitglieder,

ich möchte mir demnächst einen Folien Schneidplotter zulegen um die Beschriftungen für meine Modelle selbst herstellen zu können. Meine Frage ist, ob ihr bestimmte Plotter empfehlen könnt, mit denen ich Schriftgrößen ab etwa 3mm Schriftgröße brauchbar plotten kann.
Natürlich kommt es auch auf die spätere Einstellung der Plotter stark drauf an ob die Aufkleber brauchbar geschnitten sind oder nicht, aber es gibt auch Plotter, die für kleine Schriftgrößen erst gar nicht geeignet sind habe ich mittlerweile mitbekommen.


Vielen Dank schonmal für Eure Erfahrungsberichte und Tips!
 
Hallo Chris,

ich verwende seit Jahren einen alten Roland Stika Plus um Designs für meine Modell zu erstellen. Schriftgrößen unter 10 mm mag er nicht wirklich. Scharfe Ecken sind dann ein Thema und bei sehr kleinen Sachen reicht oft die Klebekraft der Folie auf dem Träger nicht mehr aus und das Messer reist es mit.
Laut den Experten bei mir in der Firma geht so was richtig gut nur mit einem angetriebenen Messer und nicht mit einem Schleppmeser.

Ich umgehe das Problem indem ich mir mal "relativ" günstig einen Roland ColorCamm PC-60 zugelegt habe. Kleine Schriften drucke ich damit auf transparente Folie und schneide nur den Umriss aus. Lässt sich auch wesentlch beser anbringen.

Hier im Forum gibt es einige Berichte über die üblichen Modelle von Helo, Silhouette, Refine. Vielleicht kann ja einer der so ein "neueres" Modell hat noch was zu deiner speziellen Frage bzgl. der kleinen Schriften sagen.
 
Cameo

Cameo

Hallo
ich verwende den silhouette cameo.
Bin wirklich zufrieden damit.
Kann ich bestens empfehlen.
Die Software ist ausgereift und sehr bedienerfreundlich.
Der Plotter schneidet auch sehr feine Konturen.
3mm Schrift habe ich persönlich aber noch nicht probiert.

Guckst Du hier:
http://www.modellbaufreunde.net/news/229-schneidplotter-fuer-modellbauer.html?showall=1

Allgemein:
3mm Schrift ist schon sehr anspruchsvoll.
Hier hängt es auch stark an der Folie.
Je dicker die Folie, desto schwieriger wirds.

Zudem gibt es ja immer auch eine Nachbearbeitung.
Beim Buchstaben O muss zum Beispiel der Innenteil händisch entfernt werden.
Das ist dann schon recht knifflig und aufwändig.
Markus
 
Moin Chris,

mach Dir mal Gedanken darüber, welche Größe ein Punkt, ein Umlautpunkt oder ähnliches in einer Schriftgröße von 3mm hat. Der Punkt ist eher kleiner als ein Stecknadelkopf. Wie soll so eine kleine Klebefolie ausreichende Klebekraft auf einem Silikonpapier haben ? Zudem kommen noch die Schneidekräfte des Messers und der Vorschub des Messers dazu. Selbst wenn das Messer noch ganz scharf ist, jedoch schon durch das Schneiden mit Kleber verunreinigt ist, kommen noch Klebekräfte hinzu. Selbst wenn man es geschafft hat, die Schrift sauber zu schneiden, reißt man spätestens beim Entgittern Punkte und kleine Buchstabenteile mit. Und auch wenn Du mit einem Skalpell, Pinzette und großer Lupe arbeitest bzw. versuchst diese kleinen Punkte zu reparieren, hat man noch immer die unruhigen Hände, die alles erschweren. Und wenn Du es geschafft hast, den Schriftzug erfolgreich zu übertragen, reißt Du mit dem Ablösen des Übertragungspapiers diese kleinen Schriftteile wieder ab. Und bei so vielen kleinen Problemen nützt Dir auch ein Profigerät ziemlich wenig.

Sicherlich können Profigeräte besser schneiden als unsere Hobbyplotter. Macht es aber Sinn, für ein wenig Flugmodellverschönerung, sich solch ein Profigerät für mehr als das Zehnfache an Euros auszugeben ? Ich denke, das man hier nicht übertreiben sollte, da die Beschaffung eines Hobbyplotters eh schon nicht gerade günstig ist. Wenn man sich nicht selbst belügt, bezahlt man für einen Hobbyplotter 250,00 bis 320,00 Euro, für Werkzeuge, Rakel, Reiniger etc. kann man auch schon 100,00 Euro rechnen, 10 Rollen Folie und 1 Rolle Übertragungsfolie sind auch schon ca. 180,00 Euro. Dazu kommen noch die Programmerweiterungen, damit man auch vernünftig auf verschiedene Ebenen plotten (55,00 Euro) oder gleich eine Corel Draw Version (bis zu 250,00 Euro) und ein PlugIn (45,00 Euro), damit man aus Corel Draw auch direkt plotten kann. Da sind schon einmal die ersten 900,00 Euros ausgegeben.

Fazit von mir: Ich habe aufgegeben, mich mit zu kleinen Schriften zu belasten.

Es macht aus meiner Sicht mehr Sinn, diese kleinen Schriften auf Druckfolie zu drucken und nur einen Konturschnitt zu machen.

Ich selbst arbeite mit einem Silhouette Cameo 3 und bin mit dem Schneideplotter sehr zufrieden. Schriftgrößen in Großbuchstaben und ohne Umlaute sind bis 5mm gut möglich. 4mm und 3mm machen aufgrund sehr viel Ausschuss und Zeit keinen Sinn. Schriftgrößen ab 8mm mit Umlautpunkten funktionieren recht gut. Ab 10mm gibt es keine Probleme.

Gruß
Cord
 
danke für eure Antworten! Ich habe mir den Hobbycut ABH 361 bestellt. Mal sehen was der kann wenn mal richtig eingestellt. Größtenteils mache ich nur Kennungen für 1:3 Modelle. Aber gerade bei den Hubschraubermodellen wird die Schrift oft recht klein. Das hab ich immer auf Decalfolie ausgedruckt und als Wasserschiebebild aufgebracht.

Eigentlich machen mir ein paar Jungs aus einem Großbetrieb immer die Decals gegen eine kleine Spende für die Kaffeekasse :) Auch minikleine Schriften. Die verwenden allerdings Profigeräte...

Weil das aber manchmal länger dauert und auch ein Stück entfernt ist, hab ich mir so ein Teil nun endlich zugelegt :D Als Scalemodellbauer kann man so etwas ohnehin gut gebrauchen. :D
 
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Bin vollstens zufrieden mit meinem Plotter. Schriftgröße an der Tür 4mm!
 
Hallo,

ich habe eine Frage zu den Plottern

Kann man mit so einem Plotter Folien mit einer Dicke von 0,3mm schneiden?
Es sind Klarsichtfolien, die auf Form geschnitten werden müssen, und einige Löcher erhalten sollen. Die Löcher sollen 5-6mm groß sein.

Geht So etwas?

Welchen Plotter würdet Ihr aktuell empfehlen?

Gruß
Christian
 
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