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Die Hummel

Das geht ja fix :D
7 oz sind übrigens ca. 200g
Also abzüglich 10g zum trimmen sinds etwa 190g
Da ist die Wollmaus vom Shoestring schon mit dem richtigen Body Mass Index unterwegs.

Sebastian
 

PeterKa

User
Ganz langsam trudeln die ersten Teile aus dem Drucker. Das ist zum Beispiel der Motorspant.

DSC_0255.jpg

Der kann nich in einem Arbeitsgang mit der Hülle gedruckt werden. Zu einen ist er massiv gedruckt und er muß Aufnahmen für die Verschraubungen haben. Auf der Rückseite sind Fächer für die Muttern eingedruckt, da werden sie einfach nur eingedrückt und halten fest. Später kommt man da nicht mehr dran, also muß man sorgfältig vorgehen. Die Motorschrauben sind M2,5.

Dann das erste Rumpf/Flügel Segment mit Höhenleitwerk, sprich die waagrechte Ebene.

DSC_0256.jpg

Das Teil wiegt 9 Gramm und wird mit höchster Auflösung gedruckt. Das dauert 3 Stunden. Es ist das wichtigste formgebende Segment.

Da man an alles im Vorfeld denken muß, sind auch die Schlitze für die Vliesscharniere in der Dämpfungsflosse bereits eingedruckt.

DSC_0257.jpg

Solche Strukturen erhöhen die Stabilität des Ganze erheblich, daher nutze ich solche Tricks gerne und oft.

Boah das Fliegerchen ist echt winzig...

PeterKa
 

Rudi T

Vereinsmitglied
Hätte mich ja wirklich gewundert, wenn da nicht wieder Superideen am laufenden Band heraus kämen.:):):)

Jetzt schon Daumen hoch!
 

PeterKa

User
Danke für die Blumen. Allerdings sind Deine Werke auch nicht gerade von schlechten Eltern :)

Der Druck geht weiter. Die Gewichtsentwicklung ist gut, vermutlich kann ich am Ende doch noch Verstärkungen einbauen, aber noch bin ich zurückhaltend.

Rumpf und Leitwerk mal fürs Photo zusammengetapet.

DSC_0258.jpg

Der Antriebskopf ist das, was am meisten Arbeit macht. So wie ich mir das mit dem Fahrwerk ausgemalt habe ist es sehr fummelig, dafür sieht es dann aber auch tadellos aus. Sicherer wäre es, mit einem einzigen Draht zu arbeiten, doch dafür wären Rumpföffnungen erforderlich, die alles strukturell schwächen und sehr viel zusätzliches Gewicht einbringen.

DSC_0260.jpg

Der Motorspant ist offen, denn anders komme ich weder an das Fahrwerk noch an das Steuersegment, was allerdings noch nicht konstruiert ist.

DSC_0261.jpg

Die Ebene in der dieser Schnitt verläuft, ist die Position von Holm und Steuersegment.

Ach ja, nur als Warnung an alle Nachbauwilligen... Große Finger sind völlig ungeeignet. Es geht filigran zur Sache.

PeterKa

PS: Habe gerade mal alles auf die Waage gelegt. Das Gewicht ist völlig indiskutabel. Mit Motor, Fahrwerksdraht und allen bisherigen Komponenten bin ich bei 90 Gramm. Selbst wenn die Flächen nochmal 60 Gramm beisteuern wird das Teil deutlich zu leicht. Ich drucke es daher erneut aus, aber erheblich stabiler.
 
Hi Peter !
Bei meinem Plastebomber hatte sich durch die Vibrationen das Filament an einigen Stellen voneinander gelöst.
Vielleicht dann das Zentrale Segment etwas robuster machen.
Die Räder wiegen noch mal ordentlich und das Steuerdreieck +Anlenkungen auch, deshalb würde ich es auch nicht übertreiben mit dem extra Gewicht. Ich fänd auch mehr Rippen bei dem Kanal für den Fahrwerksdraht sinnvoll.
Sebastian
P.S. Dank FDM kommen die Cox Kunstofflieger doch wieder in Mode :D
 

PeterKa

User
Ich vertraue auf die Kraft der Kohle ;) Räder und Steuersegment wiegen je 2 Gramm. Mit den aktuellen Änderungen liege ich bei 120 Gramm inkl Motor für die Zelle. Also ich hoffe am Ende in die Nähe der 200 Gramm zu kommen. Das fühlt sich inzwischen auch schon sehr stabil an.

PeterKa

Noch ein kurzer Nachtrag. Die Flächen landen bei 15-18 Gramm pro Hälfte. Doppelwandig und mit Kohleholm. Daß ich mal Register ziehen muss um Gewicht zu verplempern hab ich mir auch nie träumen lassen.
 

PeterKa

User
Das Steuersegment wiegt bloss 1,8 Gramm ;)

Hier die zentrale Einheit zur Steuerung und Stabilität. Sie wiegt komplett, einschließlich der Holme (Kohle 6x1 mm) und Steuersegment 12 Gramm.

DSC_0262.jpg

DSC_0263.jpg

Auch für einen "Überschlagsbügel" versteckt im Seitenleitwerk war noch Platz.

DSC_0264.jpg

Mit all den Änderungen sollte sich das Gewicht nun der 200 Gramm Marke nähern.

PeterKa

@Basti: Das mit der Mode bleibt erstmal abzuwarten. Noch handelt es sich ja nur um eine realisierte Vision, deren Tauglichkeit noch zu beweisen wäre.
 
Nitromethan ?

Nitromethan ?

Hallo Peter

ALLES SEHR SCHÖN soweit.
Als Unwissender nur mal so am Rande nachgefragt.
Wie verhält sich das Druckmaterial (Kunststoff) wenn es mit Nitromethan und , oder mit Methanol in Kontakt kommt ?.
Könnte es evtl. hart, rissig oder gar brüchig werden ???.
UV beständig ?.
Wir fliegen unsere Cöxe mit 20% Nitro.
Ohne Nitro kann ich mir den Weg zum Kreis sparen.
Lets keep drucking.

Gruß
Peter
 

PeterKa

User
Was ich bisher mit dem Kunststoff erlebt habe: Er ist spritbeständig. Wir drucken damit schon lange Ansaugtrichter und Vergaserfittings für große Verbrenner und Benziner (bisher nur 10% Nitro). Die haben in den großen Modellen schon ein Mehrfaches der Flugzeiten eines Mouseracers hinter sich. Es gab bisher nicht die geringsten Angriffspuren.

Was die Haltbarkeit und Crashfestigkeit betrifft. Nun ja. Es ist ein Versuch. Man sollte aber nicht vergessen, daß die Herstellung eines solchen Modells so billig ist (2-3€), daß es kein Problem ist, davon mehrere auf Vorrat zu bauen. Ich bin von der Alltagstauglichkeit noch nicht überzeugt. Aber das hält mich nicht davon ab es zu versuchen, Ausgang ungewiss, da bin ich ehrlich.

PeterKa
 
Ich hab ja den anderen gedruckten Flieger. Der fliegt ja auch seit knapp 4 Jahren gelegentlich mit 10% Nitro. Habe vom Sprit her bisher keine Nachteile feststellen können. Der Sprit zieht ja auch nicht ins Material und man kann den Flieger wegen der hohen Glätte ja auch gut abwischen.
Es gab einige kleine Stellen, wo sich die Filamente voneinander gelöst haben, da ist aber die Ursache eher bei noch nicht ausgereiften Druckparametern und Vibrationen zu suchen.
Und selbst das ist auch noch nicht ganz raus, da die meisten, die noch nie einen gedruckten Flieger in der Hand hatten (ziemlich viele), erstmal drauf rumdrücken um zu sehen wie stabil das ganze ist.

IMG_2418.JPG

Viele Grüße,
Sebastian
 

PeterKa

User
Das verstärkte Rumpfhinterteil ist gerade aus dem Drucker gekommen. Es ist doppelwandig und wiegt 15 Gramm wie vorhergesagt. Das Einwandige hatte bei 9 Gramm gelegen, und wäre ausreichend gewesen, wenn es auf das letzte Gramm angekommen wäre. Aber so ist die Chose schon "Interessiertendickfingerdrückbetrachtern" total gewachsen. Mein großer Segler z.B. ist nur einwandig, da sollte man mit Bedacht drücken.

DSC_0265.jpg

Bei den einzelnen Teilen kommen unterschiedliche Drucktechniken zum Einsatz. Standardmethode ist 2wandig mit 4 lagigen Aussenkanten zum Kleben. Die untere Kufe soll mehr aushalten und ist daher mit einem Füllgrad von 10% gedruckt, dafür allerdings mit nur einer Aussenlage.

Die Spanten sind mit 100% Füllgrad gedruckt, sie sollen ja die Formstabilität sichern.

Die dünnen Flächen (Seite/Höhe) halten so nicht besonders viel aus, aber durch das Kohleinlet werden auch diese fast unzerstörbar, sprich, sollte die Schale mal während eines Rennens irgendwo brechen, braucht der Pitter nur etwas Sekundenkleber und Aktivitor, und schon geht es weiter, errmm... theoretisch versteht sich ;)

Gegenüber der einlagigen Drucke bin ich rund 40% schwerer geworden.

Höhenruder und Ruderhorn sind auch schon fertig, ich mache mich jetzt an die Flächen.

Für die Drucker unter Euch: Simplify3D ist Pflicht, nur damit kann ich alles so hinbiegen wie ich es hier getan habe. Das Material ist PLA klar. Das hat gegenüber eingefärbtem Filament den Vorteil besserer Materialeigenschaften. Ich habe das also nicht gemacht um besonders stylisch auszusehen. Die Düse ist 0,3mm, Layerhöhe 0,1 und Layerbreite 0,48 mm. Ich drucke PLA mit 210 Grad.

PeterKa
 

Rudi T

Vereinsmitglied
Servus Peter!

Schon drei Tage keine Fortschrittsberichte, das könnte bei Deiner "Vomprojektindietatumsetzgeschwindigkeit" bedeuten, dass die Serienproduktion bereits "heimlich" angelaufen ist:D:D:D

Bitte um Aufklärung:D
 
Zuletzt bearbeitet:

PeterKa

User
Serienreife ist noch nicht erreicht ;) Und es gab reichlich Probleme mit dem Drucker, der in unregelmäßigen Abständen immer mal wieder den Geist aufgibt. Meistens nix schlimmes, aber in diesem Fall führte es zu einer hohen Ausschußrate. Die Anforderungen an den Drucker sind bei diesem Modell nicht unerheblich... Schaut selbst.

DSC_0267.jpg

Auch konstruktiv hat es da so seine kleineren Schwierigkeiten. Hier entstehen die Flügel, und die sind mir sehr schlank geraten ;)

Aber das Ende ist in Sicht. Nur noch fix die Flügel zu Ende ausdrucken (10 Stunden Druckzeit+ Ausschußrisiko) und die Räderchen... dann könnte es bald soweit sein.

Beweisphotos (unverklebt):

DSC_0269.jpg

DSC_0268.jpg

Das hab ich eben auf die Schnelle gemacht , um Euren Informationshunger zu stillen ;)

PeterKa


Die Erste Fläche ist fertig. Sie ist unbrauchbar. Ich muß sie umzeichnen. na ja Shit happens halt.
 

PeterKa

User
Die Fläche macht einige Probleme. Nun ja sie ist hauchdünn und läuft messerscharf aus. Außerdem müssen ein Holm und 2 Steuerdrähte gelagert werden. Es gab Platzprobleme, und sie musste anders geschnitten werden.

DSC_0271.jpg

Dies ist der dritte Druck, schon durchaus vernünftig, ist aber dennoch Ausschuß. Eine Flächenhälfte wiegt 16 Gramm und ist in 2 Stunden gedruckt. Sie ist nicht hohl, sondern voll gedruckt mit einem Infill von 50%. Das klappt ordentlich jetzt.

Die Rädchen wiegen jeweils 2,5 Gramm. Käme es auf extremes Gewicht an, könnten sie mit 1,5 Gramm gedruckt werden. Aber so war es mir dann ganz recht.

Damit wären alle Teile fertig. Die Außenfläche hat keine Nuten für die Drähte, dafür eine Bleikammer.

Dennoch werde ich diesen Prototyp nur provisorisch verleimen und als Anschauungsmodell verwenden. Es hat sich herausgestellt, daß es einige Problemchen gab, hauptsächlich verursacht durch geringe Verzüge. Es ist nichts was man nicht mit Klebstoff korrigieren könnte, aber ich möchte das Teilchen einigermaßen perfekt haben. Deshalb entsteht gerade Version 2, die aus deutlich weniger Teilen bestehen soll. Es werden aber von Außen keine Änderungen sichtbar sein. Die größte Änderung betrifft das Fahrwerk. Die Befestigung, die ich konstruiert hatte hält leider nix aus. Also alles nochmal. Das klingt schlimmer als es ist, in ein paar Tagen bin ich fertig.

PeterKa
 

PeterKa

User
Die Umkonstruktion ist fertig. Zur Zeit druckt gerade der abgeänderte Rumpf. Die Flächen habe ich auch abgeändert. Die waren zu weit außen abgeschnitten, dadurch wurde die Verbindungsstelle zum Rumo viel zu klein. Außerdem fehlte ein Klebefalz.

Icih werde jetzt quasi nach und nach die Bauanleitung hier einstellen, da ich davon ausgehe, daß es durchaus Interessenten geben könnte. Es ist aber doch einiges zu bedenken.

Wir fangen an mit der Außenfläche.

DSC_0272.jpg

Sie ist die einfachere, denn es muß nur der Spalt für den Holm und die Bleikammer bearbeitet werden. Leider kommen diese Aussparungen nicht perfekt aus dem Drucker, das Stützmaterial muß herausgepult werden, was durchaus ein paar Minuten in Anspruch nimmt.

Das Bleistück darf nur 1mm dick sein, aber das kann man sich leicht zuhämmern. Ich habe das Gewicht kleiner gemacht, als es vielleicht später gebraucht wird. Es gab Platzprobleme und was an Gewicht erstmal sitzt kann später schwer entfernt werden.

In dem Zustand auf dem Bild können jetzt die Flächenhälften verklebt werden. Der Holm wird nicht mit verklebt, das kommt später. Bitte darauf achten, daß er sich leicht in den Spalt schieben läßt.

Fortsetzung folgt.
 

PeterKa

User
Endkontrolle der Außenfläche auf der Waage:

DSC_0273.jpg

Das Höhenleitwerk ist auch soweit.

DSC_0275.jpg

Ruder und Dämpfungsflosse werden mit Vliesscharnier verbunden. Duch die gedruckten Taschen passt das super ohne die geringste Fummelei.

Die Vliesscharniere sin etwas schwergängiger als die normalen, dafür aber erheblich leichter. Das Ruderhorn ist zum Einschrauben, denn man hat sonst später kaum eine Chance das Gestänge aus dem Rumpf zu entfernen. Das geschieht durch den Motospant.

Endkontrolle:

DSC_0274.jpg


Fortsetzung folgt.
 
Erinnerung!

Erinnerung!

Hallo Peter.

Ich wollte nur kurz daran erinnern, daß ich mich schon gaaanz zu Anfang deiner Vorstellung für eine "Kopie" beworben habe! Meine Bewerbung gilt immer noch und die Währung ist mir auch egal. Alternativ zu Schokolade wäre noch Haribo Gummizeugs, Bratwurst oder/und Kotelett von Axel's Grill, Hamburger diverser amerikanischer "Szene-Restaurants" oder "geistige" Getränke der Bolten Brauerei (Alt/Uralt/Helles) möglich. Den Wechselkurs müßen wir dann noch festlegen.

Ansonsten sieht das Modellchen richtig "heiß" aus! Super gemacht!

Gruß
Willi
 
Hier !

(wink,wink :D )

Würde mich als Nr. 2 anmelden wollen :D
Alternativ zur Nougat-Schoki gäbs noch eine Überraschung, wenn dir das alles zu viel essen wird :D
Schicke dir eine PN heute abend deswegen.


Grüße !
 

PeterKa

User
Basti Du bist Nummer 2 :)

So es geht weiter mit der Bauanleitung.

Das Fahrwerk wurde ja neu konstruiert um mehr Stabilität zu erhalten. Es wird nach kompletter Montage in den Rumpf geschoben und verklebt.


Der 2mm Stahldraht wird nach Zeichnung gebogen und der zweiteilige Fahrwerkspant aus der Kiste geborgen.

DSC_0277.jpg

Der Spant hat Aussparungen für den Draht, aber je nach Genauigeit der Biegung flutscht er mehr oder weniger gut in seine Position.

Aber das ist wirklich einfach zu machen. Ab in den Schraubstock..

DSC_0276.jpg

Leicht anpressen, es wird ein kleiner Spalt bleiben. Dann wird der Draht vorsichtig erwärmt. Mehr als 150 Grad braucht es nicht. Dann ordentlich pressen bis der Spalt weg ist, abkühlen lassen. Wer will kann nun die beiden Hälften mit CA Kleber zusammenkleben, ich ziehe es vor die Hälften zu verschrauben. Passende Senkkopfschrauben liegen dem Baukasten bei.

Rädchen drauf.. so muß das.

DSC_0278.jpg

Die Rädchen haben eine gedruckte Bohrung. Die ist nicht genau und die Räder sind immer etwas schwergängig darin. Ich empfehle auf 3mm aufzubohren und ein Bowdenzugröhrchen einzukleben.

Fortsetzung folgt.

PeterKa
 
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