F104 Starfighter "Starfighter Aerospace", Absturz, Fehleranalyse

Also, erstmal mein Mitgefühl zum Verlust des tollen Modells.

Wenn die Klappe fehlt, kann sich dort bei reduzierter Leistung und im Langsamflug soviel Unterdruck bilden, dass die Flammen am Schubrohr vorbei in den Rumpf gesogen werden. Kennt man vom Kraftei mit offenen Dreiecksfenstern. Bei Vollgas und Speed ist alles ok und sobald es langsamer und gedrosselt wird, geht´s los. Als nächstes werden hierdurch irgendwelche Kabel angeschmort und der Rest ist dann Geschichte.

Das da beim Deckel Unterdruck anliegt, merkt schon daran, dass er wegfliegt - insbesondere in der Kurve, wo eben mehr Auftrieb erzeugt werden muss. Der Peak im Log paßt auch irgendwie und deutet einen Kurzen an - als das, was passiert, wenn die Kabel von Außen durchschmoren.

Ist natürlich alles nur Theorie und Ableitung aus anderen Anwendungen.

VG
 
Hi Tobi,
auch mir tut es Leid mit dem Absturz. Ich bin derjenige der Michael die Form verkauft hat und sich mit Andrea zusammen ein neues Positiv und später auch eine neu Form gebaut hat. Mein Staffi in CFK wiegt Abflugfertig 7,3KG und fliegt schon fast wie ein Segler. Ich schließe mich Steve hier an habe aber eine andere Theorie und Vermute auch das die fehlende Klappe im Langsamflug mit L-Klappen und ausgefahrenem Fahrwerk die Ursache zum Strömungsabriss ist.
Ich schließe mich auch Brosi an das der Staffi wirklich lange braucht bis er abreist. Er wackelt schon mit dem Arsch so langsam kann ich Ihn machen und trotzdem kann ich die Nase noch höher ziehen. Daher die Vermutung der ungünstigen Strömungsverhälltnisse ohne Deckel. Der Deckel hat bei Michael gehalten, weil der EDF dafür sorgt, dass hier nichts aufgeht. Sitze in Berlin, sonst hätte ich Dir einen neuen In Sandwich gemacht. Der Michael ist da bestimmt hilfsbereit.

Gruß
Heiko
 
Hallo Tobi,
Ich fliege einen Starfighter in 1/5 gebaut von Fritz Reitz.
Ich hatte auch Probleme mit den Klappen. Das Problem bei mir war, dass er bei vollgesetzten klappen fast unkontrollierbar geworden ist sobald er langsam wurde. Anfangs habe ich versucht das mit dem Kreisel den ich in der Powerbox Mercury habe etwas zu kompensieren und die Querruder etwas hochzustellen doch dies half alles nur bedingt.
Nach einer reihe absolut beschissener Landungen habe ich meine Klappen auf ungefähr 60% ausschlag zur landung reduziert und da, es war gut!!
Er kommt dann zwar etwas flotter rein aber ist fliegbar!!
Ich würde jedem bei solchen modellen einen Kreisel empfehlen da der ihn einfach angenehmer zu fliegen macht. Was ich noch dazu sagen sollte, meiner wiegt bei knapp über 3m länge und voll gfk gerademal 23kg mit 5l sprit.

Hier ist mal ein Video von dem zweiten Flug, da sieht man auch ein leichtes wackeln bei der landung, waren allerdings topp wetterbedingungen.
Danach habe ich aber erst die probleme wie oben beschrieben bekommen.

Wenn du interesse an so einem starfighter hast kann ich dir den kontakt mit Fritz Reitz vermitteln, er hat noch einen komplett Fertig gebaut unlackiert mit Servos und fahrwerk.

Viele Grüße Julian
 
Hallo Julian
Was meinst du mit vollen Klappen? Von wievielen Grad Ausschlag sprichst du? Alles über 20° Ausschlag ist vorallem da, um mehr Widerstand zu haben. Der Auftriebswert verändert sich vorallem bei 0-20°. Ich will damit sagen, mehr Klappen heisst nicht unbedingt langsamer anfliegen.
 
Hallo,
Strömungsabriss würde ich auch für eher unwahrscheinlich halten. Wenn eine 104 zu langsam ist sackt sie einfach durch.
Meine Skymaster macht das auch aber zur Seite kippt sie nicht. Ich bin bei meinen Landungen letztes Wochenende bei jeder zu schnell gewesen, kein Gegenwind.
Ich bin mir ziemlich sicher das dir da ein Servo hops gegangen ist. Die Frage wäre jetzt wie die Servos bei vollen Klappen standen. Wenn meine Klappen hinten fahren ist der Winkel vom Servoarm und das Gestänge eine Linie. Sprich der Kugelkopf hinten, Gestänge fährt über den Arm und die Klappe unten. Damit hab ich auf dem Servo keine Belastung wenn die Kappen gefahren sind. Sollte der Servoarm in einem Winkel zum Servo stehen wenn die Kappe unten ist, könnte ich mir gut vorstellen das dies der Servo nicht lange mit macht. Vor allem wenn du schreibst damit ein paar Runden geflogen zu sein.
Die Klappe bei der 104 ist ja auch nicht die kleinste. Wenn du schreibst sie ist dir nach rechts weg,hört sich das so an als hätte der rechte Klappenservo den Dienst verweigert. Er hat keinen Druck mehr, die Klappe wird nach oben gedrückt, wobei die linke unten bleibt. Bei der größe der Landklappe kannst du diese Drehwirkung mit dem Querruder nicht mehr ausgleichen und sie dreht nach rechts. So könnte ich mir vorstellen das es war, ist aber nur eine Einschätzung von mir.

Grüße aus Gilching
 
bei unserem Erstflug wurde ohne Klappen gelandet wiel er mit Klappen unartig geworden ist.
beim 2. u. 3. Flug reduzierter KL Ausschlag und komplettes Vermesser alle Ausschläge
letztes WE in St. Valentin hat uns derjenige, der uns die Einstellungsdaten gegeben hat und selbst eine 104er in der Göße hat, unsere viel zu große Kl Ausschläge kritisiert. Eine Reduktion + SP Vorlage verbesserte 4. 5. u. 6. Flug deutlich.
Die Landegeschwindigkeit ist weder mit einem Sportjet noch mit den größeren 104en zu vegleichen.
Am WE neueliche Veringerung des KL Weges und noch etwas Gewicht vorne. Wiederum Verbesserung der Landeeigenschaften.
In einigen Tage werde ich die erflogenen Werte messen bzw. wägen.

Ein fehlender Teil am Rumpfücken kann die Strömung am HR schon ganz odentlich beeinflussen, war vor einem Jahr Augenzeuge wie nach Haubenverlust eine Saab 29 unsteuerbar verloren ging .

Die Kombination aus:

FW Vewirbelung
100% KL Position (wieviel das auch immer absolut war)
Fehlen des Tubinendeckels

ist sehr verdächtig die Abstuzusache beteffend.

Eine 160er ist für diese Modellgröße und in einem Impellermodel ist auch schon mächtig ... unsere 110 ev.120er gibt eigentlich auch schon odentlich rumms :(
 
Habe ich vergessen zu erwähnen ich starte und lande mit 25% LK, mehr nicht. Anfänglich hatte ich auch mal eine Stufe mehr versucht, da fing der Schwanz beim Anflug schon arg an zu wackeln, dass ich es für mich so entschieden habe bei 25% zu bleiben.

Hallo Ghostrider auch ein ganz wichtiger Hinweis ...!!!

jedoch die Angabe in Grad halte ich für besser weil was sind 100%?

Unsere 104er kommt in den nächsten Tagen am Tisch und dann messe ich die zuletzt erflogenen Werte
 
Guten Morgen zusammen,

danke für die aktive Beteiligung. Ich habe den Absturz noch nicht 100% verdaut, aber im Großen und Ganzen bin ich drüber hinweg. Irgendwie fliegt der Schisshase jetzt halt mit... aber das vergeht hoffentlich mit der Zeit.

Die definitive Ursache ist wahrscheinlich nie zu erfahren / genau nachzuvollziehen. Eure Beiträge und Meinungen geben in Summe ein gutes Puzzle. Wahrscheinlich wird die Ursache auf ein oder mehrere Puzzleteile zurückzuführen sein. Wer weiß.

Für mich ergibt sich an Learnings aus der ganzen Nummer:

- Wenn möglich einen Pilot(en) zu den Einstellungen und Flugverhalten befragen, der ähnlichen oder gleichen Flieger hat. (Das hatte ich zwar getan, war aber zu ungeduldig und hatte den Erstflug durchgeführt bevor ich eine Rückmeldung hatte. Das hätte mir möglicherweise den Ar@#$ gerettet.)
- LK Weg in Zukunft ebenfalls auf einen Drehregler um bei den ersten Flügen ggf. verringern zu können (Stichwort Erfliegen der Ausschläge)
- LK nicht länger als zwingend nötig stehen zu lassen
- Bei Verlust von Deckeln / Verkleidungsteilen etc. unmittelbar landen
- Ggf. zukünftig in Jets u. hochwertigen Modellen mehr Telemetrie o. Empfangsanlage mit weiteren Sensoren verbauen (Stichwort Logfile).
- Erstflüge von Beginn bis Ende filmen

Zwecks absoluter Weg der LK: zum Start hatte ich ca 3° und bei 100% waren es schätze 25°.

Danke auch für die Angebote mich beim Bau einer neuen F104 zu unterstützen. Ich denke, das wird in nächster Zeit nicht zum Tragen kommen, melde mich bei den entsprechenden Unterstützern aber gerne bei Bedarf.

VG Tobias
 
Ich kann mich daran erinnern mit voll gesetzten Klappen und langsamen Vorbeiflug, das ein Kollege (Harpo) auf einem EDF Meeting in Blankenburg, aus der zweiten Reihe gegröllt hat, dass es keine F19Aurora sei und ich es lassen solle hier mit wackelndem Arsch kurz vorm Abriss Überflüge zu machen. Ich hatte es als Pilot so nicht war genommen. Zu ergänzen wenn ein Deckel fehlt lieber mit etwas mehr Geschwindigkeit landen.
 
Hatte ich leider in dem anderen SF Thread gepostet, Sorry dafür h+r+h. Hier meine Eistellunge die ich von Feldi hier aus dem Forum übernommen habe. Wie oben schon geschrieben Starte und Lande ich nur mit der gezeigten ersten Stellung, allerdings von 7,9°auf 12° angepasst.

photo5418038288729618098.jpg
 
Hallo Tobi,

Du kannst die Telemetriedaten auch im Jetiforum posten, wenn du Unterstützung benötigst.
Der Spannungsverlauf lässt den Schluß zu, dass kurzzeitig eine hohe Last / Strom angelegen hat. Vielleicht ein defektes Servo, dass sich dann ganz verabschiedet hat. Anschließend steigt die Spannung ja wieder auf ein höheres Level.

Viele Grüße
Thomas
 
Moinsen! Ich hatte das Thema fast schon vergessen... oder besser gesagt verdrängt 😉
Inzwischen kann zu 99% das Klappenservo als Ursache herangezogen werden.

So what...

Die nächste Anlenkungen an Klappen werden immer lastfrei realisiert.

PS: noch ein Erinnerungsbild
 

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Dein Starfighter lebt in der aktuellen FMT in einem Bericht weiter 👼.
Von dem ersten Starfighter habe ich immer noch die Besten Flugbilder.
Da ich bei meinen aktuellen (sowohl Impeller als auch Turbine) die LK-Anlenkungen auch nicht lastfrei habe, werd ich mir mal anschauen, ob ich die mit erträglichem Aufwand ändern kann. Sicher ist sicher - auch wenn ich bislang noch bei keinem Modell damit Probleme hatte. Ich nutze die max. Klappenstellung allerdings immer erst im Endanflug, d.h. länger als 20s müssen die Servos das nicht ertragen.
Da ich die Formen inzwischen nicht mehr habe, muss ich auf meine beiden verbliebenen Staffis gut aufpassen.
LG Michael
 
Ich verwende grundsätzlich 180⁰ Servos auf Landeklappen, da sind dann beide Endstellungen mechanisch über den Totpunkt verriegelt, also lastfrei. So ist mir bei ca 5000 Schleppst kein Servo abgeraucht ( 1 HS 5645 pro Landeklappe bei ca 10 cm Tiefe, 100cm Länge und ca 80⁰ Klappenwinkel)
 
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