Ferritkern zur Entstörung bei Ladegkabel

Hallo Kollegen,

die Firma Schulze-Elektronik bieten bei Ladekabel bzw. Zubehör Ferritkern/-tubus an um die Ladekabel zu entstören.

Nun die Frage:
Warum? Macht es sinn?

Wo ist der Unterschied zwischen Ring und Tubus - also beim Entstören - meine ich natürlich ;)

Wie sieht es mit "Klapp-Schalen"-Ferritkernen aus? Nachteile?

Welche Bezugsquellen habt Ihr so für Ferritkerne, Kabel usw.?

Danke!

[ 08. Januar 2005, 17:41: Beitrag editiert von: eifel-power ]
 

Ulrich Horn

Moderator
Teammitglied
Das hat überhaupt keinen Sinn.

Akkus mögen viele Eigenschaften haben, aber das Erzeugen hochfrequenter Störungen gehört nicht dazu. Auch ist der Akku selbst kaum in der Lage, zu verursachen, dass der Strom am Pluspol vom Strom am Minuspol abweicht - und das ist das Einzige, was ein Ferrit dämpfen kann.

Solche Störungen können nur vom Lader selbst kommen und wären dem Akku selbst komplett egal. Fragt sich also, warum und mit welcher Begründung sowas angeboten wird?

Grüße, Ulrich
 
Wahrscheinlich ist das Ferrit dazu gedacht, um in die Zuleitung geschlauft zu werden.
Dies um die EC Auflagen zu erfüllen.
Mein Schulze UDP (ohne Ferrit) stört das Radio, das 30 cm daneben steht im Netzbetrieb (mit 12V Netzteil).
Eine wirkliche Katastrophe ;)
Gruss Jürgen
 

AchimS

User
Schulze liefert auch einen Tubus fürs Ladekabel mit. Zusätzlich zu dem großen Ring um den die Zuleitung geknotet ist.
Das wird gemacht, wie Jürgen schreibt, um Störstrahlung zu dämpfen. Kann man sich im Normalfall schenken.

Achim

[ 09. Januar 2005, 12:12: Beitrag editiert von: AchimS ]
 

Jan

Moderator
Ich meine auch, dass es um die Zuleitung vom Ladegerät zum Autoakku geht. Der Autoakku hängt an vielen Verbrauchern auch bei ausgeschalteter Zündung dran. Es sollen wohl Störungen durch das Ladegerät vermindert werden. Genau wissen weiß ich aber nichts Näheres ;)
 

Armageddon

Vereinsmitglied
Tach allerseits,

der Ferrit ist wie schon teilweise beschrieben nicht für das Ladekabel zwischen Lader und Akku gedacht sondern für die Zuleitung des Ladegeräts. Es hat zwei Funktionen: Schutz des Laders vor hochfrequenten Störungen aus z.b. einem schlecht gesiebten Schaltnetzteil. Und genauso umgekehrt: Computerlader die 10-Zeller und mehr aus der Autobatterie laden können haben ebenfalls ein internes Schaltnetzteil ein sogenannter Step-Up-Wandler. Der erzeugt ebenfalls ordentlich HF, sodaß ein externes Gerät dadurch gestört werden kann. Ich empfehle die Verwendung des beigelegten Ferrits, er schadet bestimmt nicht (außer dem Zusatzgewicht), kann aber sehrwohl nützlich sein.

Gruß Kai
 
Hallo,

habe heute mit der Technik von Schulze telefoniert. Wie wir vermutet haben (oder auch schon wußten), geht es

1) um die CE (so heißt die - glaube ich) Norm zu erfüllen
2) um den E-Smog weiter zu minimieren

Zwingend notwendig sind die Ferritkerne nicht und der Kern an der 12-Volt-Zuleitung wird auch normal nicht nachträglich eingebaut.

Somit kann man sagen:
"Nice to have, aber auch nicht wirklich notwendig ;)"

Oder?

Danke für Eure Beteiligung an der Diskussion!
 
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