Frage zum Auswiegen eines Hortenflügels

Hardy

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Endlich komme ich dazu eine 280er Horten 12, die ich schon vor geraumer Zeit hier bei RCN erworben habe, flugfertig zu machen. Am Flügel sind Markierungen für einen vom Erbauer empfohlenen Schwerpunktbereich. Ich solle mich für's Einfliegen besser an die vordere Markierung halten. Zum Auswiegen hänge ich den Flieger an zwei Haken, deren Position ich an kleinen Blechen mit Lochreihen, zwischen Mittelstück und Flächen eingefügt, verändern kann. So weit, so gut.

Jetzt stellt sich aber die Frage, wann ist der Flügel, für den gewählten Aufhängungspunkt, richtig ausbalanciert? Wenn Nasen- und Endkante an der Wurzelrippe auf einer waagerechten Linie sind? Oder an einer anderen Rippe? Oder anders, wo liegt bei einem geschränkten Hortenflügel eigentlich die Null-Grad-Linie?

Gruß,
Hardy
 

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Hallo Hardy,
Du brauchst das bei dieser Horten nicht so genau machen dass es darauf ankäme ob irgend eine Nullinie waagerecht liegt.
Horten sind nicht so schwerpunktenpfindlich wie Bretter, nur stark schwanzlastige Horten machen störendes negatives Wendemoment und drehen dann unwillig und schiebend in die Kurve, je schwanzlastiger umso stärker das Schieben beim Kurven einleiten.
Wenn das eine der von Lothar auf 2,8 m vergrößerte IG-Horten Ho XII ist, dann sollte der Schwerpunkt bei 360 mm hinter der Flügelspitze sein und das Mittelteil dabei mit leicht Nase nach unten bis genau waagerecht hängen.

Gruß,

Uwe.
 
Hallo Uwe,

vielen Dank für die Informationen. Ich meine der Erbauer/Verkäufer hatte damals gesagt er habe den Flieger selbst konstruiert, ob und inwieweit er dabei auf IG Horten Daten zurückgegriffen hat weiss ich leider nicht. Aber vom markierten Schwerpunktbereich könnte das schon hinhauen: 347mm / 18% Stabilitätsmaß - 360mm / 15% Stabilitätsmaß. Mir wäre es ganz recht wenn ich eher an die 360er Markierung rangehen und somit wenigstens etwas beim Nasenblei sparen könnte. Der Flieger ist recht... robust... gebaut und somit nicht gerade ein Leichtgewicht.

Gruß,
Hardy
 
Hallo Hardy,
es gab von der XII der IG-Horten 3 Größen, die alle von Lothar Mentz konstruiert wurden und alle die selbe aerodynamische Auslegung von mir hatten.
Es gab aber noch weitere Nachbauer der selben Aerodynamik, die nicht auf den Frässätzen von Lothar oder Brian Halkett beruhten, aber da ist mir im Moment keine mit 2,8 m Spannweite geläufig.
Ich habe auf die kleinste Version mit 2 m Spannweite sicher weit mehr als 200 Flugstunden geflogen und der Schwerpunkt war bei 15,8 % Stabilitätsmaß = 256,5 mm sehr gut passend, das sind bei der 2,8 m-Version 359 mm. 2-3 mm vor oder zurück machen bei der Großen keinen merkbaren Unterschied, das geht in der Baugenauigkeit unter.

Die IG-Horten-Flieger waren fast alle aus Sperrholz gebaut, nicht leicht, aber sehr robust und gutmütig fliegend. Mit ein paar Fotos von der Wurzelrippe und dem Innenleben des Mittelstücks könnte ich bestimmt sagen ob es eine IG-Horten Variante oder ein anderes Modell der Ho XII ist.

Gruß,

Uwe.

Hier ein Video meiner 2 m - Version...und ja natürlich, Uwe fliegt elektrisch:p: https://www.youtube.com/watch?v=CsMy3DCKZJ0
 
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