RC Motor + Controller mit 400 Watt bei 4000 rpm

TommyB

User
ich habe nochmal das benötigte Drehmoment gemessen, und dabei meine Messmethode verändert (verbessert?): Ich habe an die Hauptwelle eine Knarre befestigt und messe über eine Waage nun "direkt" das Drehmoment, welches die Hauptwelle benötigt (die vorherige Lösung über den Drehmomentbegrenzer des Akkuschraubers war mir zu indirekt):
Mit angeschlossenem Motor+2-stufigem Getriebe: Spitze bei ~4,6Nm (Motoren waren angeschlossen aber stromlos, manuelle Drehzahl war nahezu 0)
Ohne Motor und ohne Getriebe (also nur Hauptwelle mit ihren Innereien): Spitze bei ~1,68Nm


Bei einem einstufigem Getriebe könnte ich mir auch 7:1 als realistisch vorstellen (Durchmesser 14cm vs 2cm. Realistisch aus Bauraum-Sicht des Gesamtsystems und der Belastung z.B. der Zahnräder/Lager)
Ich versuche mal zu rechnen:
-> 0,24Nm notwendig
Bei 2 Motoren gäbe das nach meiner Rechnung (Berücksichtigung des Wirkungsgrades durchs einstufiges Getriebe fehlt), pro Motor:
0,12 Nm
~55% Wirkungsgrad
~30A
Bei einer Hauptwellendrehzahl von 1000RPM konsumiert diese ca. 173W, die Motoren verbrauchen bei 55% Wirkungsgrad insgesamt ~315Watt, also pro Motor ~160W?

Würde das vom Setup her ok sein? Ich könnte sonst auch auf 3 Motoren aufstocken, wenn ich dann um brushless drum rum komme...

Was wäre denn optimal für die Motoren? Die Drehzahl zu erhöhen (z.B. 20000RPM) oder eher dass der Wirkungsgrad optimal ist (~0,1Nm laut der einen Tabelle)?

Gibt es eine gute Seite, wo ich mich tiefer in die Thematik einlesen kann? Ich finde die Grafiken gut, mit einigen kann ich aber nichts anfangen und evtl. interpretiere ich Grafiken/Berechnungen falsch.
 
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Hallo Tommy,

mit einem einstufigen gedruckten Getriebe wirst Du m. E. auch nicht viel weiter kommen.
Die Belastung wird das Getriebe nicht lange standhalten. Mit 2 Motoren und 1:7 Einstufig wird sich der max. Strom auf ca. 40 A im Idealfall reduzieren.
Das ist immer noch zuviel für den Bürstenmotor. Zudem wirst Du für jeden Motor einen Regler für Bürstenmotoren zur
Regelung der Drehzahl benötigen.

Gruss
Micha
 

S_a_S

User
Zudem wirst Du für jeden Motor einen Regler für Bürstenmotoren zur Regelung der Drehzahl benötigen.
zunächst sind das ohnehin nur Steller und außerdem wird die Drehzahl der beiden Motoren über das gemeinsame Getriebe synchronisiert.
Inwieweit jetzt Serien- (anderer Akku!) oder Parallelschaltung (Strombelastung!) der Bürstenmotoren an einem Regler sinnvoll ist, steht auf einem anderen Blatt.

Bei Bürstenlosen EC-Motoren ohne Sensor sind selbstverständlich getrennte Ansteuerungsschaltungen erforderlich. Mit Sensor (nur bei einem Motor) kommt es auf die phasengleiche Ausrichtung/Montage zum Zahnrad an, ob die Sache überhaupt läuft oder wie die Stromaufteilung erfolgt.

Aufschwingen am Zahnflankenspiel ist bei beiden Varianten natürlich getrennt zu betrachten - da kommt es auch auf die Welligkeit des Drehmoments über eine Umdrehung an.

Erhöhe die Übersetzung (zweite Stufe, gefräste Zahnräder + ordentliche Kugellager erhöhen den Wirkungsgrad). Dann sinken Strom und Drehmoment am Motor, er dreht höher und arbeitet mit besserem Wirkungsgrad.

Grüße Stefan
 
zunächst sind das ohnehin nur Steller und außerdem wird die Drehzahl der beiden Motoren über das gemeinsame Getriebe synchronisiert.
Hallo Stefan,

bei uns Modellfliegern werden die Drehzahlsteller nun mal in der Umgangssprache meistens als Regler bezeichnet.

Bei dem hohen Anlaufstrom von 2 Motoren parallel sind m. E. je ein Drehzahlsteller pro Motor besser. Bei 10V sind das schon knappe 200 A bei 0.1 Ohm pro Motor. Zudem gehen die käuflichen Drehzahlsteller für Bürstenmotoren meist nur noch so bis 40 A.


Erhöhe die Übersetzung (zweite Stufe, gefräste Zahnräder + ordentliche Kugellager erhöhen den Wirkungsgrad).
Bei den Graupner Speed Motoren gab es die Motoren mit Sinterlager oder mit Kugellager, die Speed BB Typen, der Wirkungsgradunterschied
lag im Bereich von 2 % - 3 %. Das macht den Kohl auch nicht fett. :D

Ohne ein gescheites Getriebe (Zahnräder) hat das ganze eh wenig Sinn.

Gruss
Micha
 
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