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Estlcam Version 11

Udo1

User
Hallo Udo,

Wenn du beim Fräsen einer T-Nut bist, dann wäre bei Pause das Fahren auf Sicherheitshöhe eine Katastrophe.

Grüße --- Peter
Hallo Peter,

da hast du allerdings recht. Das hatte ich nicht bedacht.

Allerdings, wenn ich nach Pause wieder auf Play gehe, fährt der Fräser ja doch auf Sicherheitshöhe, um dann auf den Anfang des Satzes wieder einzufahren.
Also sollte man tunlichst bei T-Nuten nicht auf Pause gehen.

Gruß
Udo
 
Hallo,

bei der T-Nut hast du die Möglichkeit vor Neustart im Programmcode ein paar Zeilen bis vor die Nut zurückzugehen bevor du neu startest.
Ist in der Tat allerdings eine knifflige Situation in der man aufpassen muss.

Ich werde es demnächst so ändern dass wenn die Fräse nur pausiert aber nicht bewegt wurde das hochfahren entfällt.

Christian
 

onki

User
GRBL-Steuerung unter Estlcam - Limitschalter

GRBL-Steuerung unter Estlcam - Limitschalter

Hallo,

ich hab gestern die Limitschalter (Schließer) auf alle drei Achsen montiert und verkabelt.

Beim Test über die Estlcam-Steuerung wurden die Schalter aber geflissentlich ignoriert und die Achsen liefen jeweils an den Anschlag.
Muss ich das noch irgendwie konfigurieren, da Estlcam ja offenbar eine eigene Firmware zur Steuierung aufspielt?

Gruß
Onki
 
Hallo,



genau so ist es. Eine Steuerung sollte meiner Meinung nach möglichst wenig eigenmächtige Bewegungen ausführen weil es einfach Situationen wie die von dir gerade beschriebene gibt in denen man das sonst schnell bereut.
Stehen bleiben ist die sicherste Option, danach kann der Benutzer selbst entscheiden was er machen möchte.

Ich weiss dass sich manche nicht so recht trauen die Maschine in einer Programmunterbrechung manuell zu bewegen und nur deswegen Werkzeugwechselpositionen und Parkpositionen festlegen. Es ist in Estlcam allerdings wirklich völlig unproblematisch bzw. regelrecht vorgesehen die Maschine in Pausen manuell zu verfahren. Es ist auch völlig unproblematisch das Programm dort zu beenden und den Computer auszuschalten. Die Steuerung merkt sich alles was nötig ist um am nächsten Morgen direkt weitermachen zu können - man muss einfach nur wieder dieselbe Datei öffnen und wird dann gefragt ob man dort weitermachen möchte. Man darf nur nicht zwischenzeitlich ein anderes CNC Programm öffnen oder die Maschine stromlos bewegen.

Christian
Geniale Funktion!!
Nach Pause abschalten und am nächsten Tag weiter machen, ist eine Option die ich zwar bis jetzt noch nicht gebraucht habe aber ich kann mir schon Vorstellen bei welchen Ereignissen ich sie nutzen und sicher brauchen werde :D
Mir Stellt sich jetzt nur die Frage "kann es gerade nicht Testen, bin am zerlegen", wartet das Programm bis der Motor hochgefahren ist oder beginnt das Programm sofort mit der Arbeit?
Die Spindel braucht ja auch eine gewisse Zeit!
Oder sollte man vorher lieber die Spindel starten um auf Nummer sicher zu gehen?
Das dürfte ein Nützlicher Hinweis für die Funktion sein, also falls der Motor zu lange braucht, lieber erst die Spindel starten?
 
Joystick!

Joystick!

Joystick:
Ich finde die Bedienung mit dem Joystick von "Christian" einfach GENIAL!
Das die Drehknöpfe für Spindel Drehzahl und Fahrgeschwindigkeit beim Drücken noch zusätzliche Funktionen haben, ist etwas undokumentiert bzw. versteckt und für manche eventuell nicht ganz Praktisch.
Aber Steuert man mal die Fräse per Hand "NC" um schnell mal was ohne Programm zu Fräsen, ist der Joystick genau das richtige Werkzeug ;)

Gewünschte Position mit dem Joystick anfahren, Spindel mit dem Drehknopf "links" starten und Fräser in oder auf die Position welche gefräst werden soll fahren und die gewollte Achse langsam bewegen.
Die Tiefe kann natürlich auch eingestellt werden, 1x kurz den Joystick drehen "der Hebel von Joystick" und anschließend mit dem Handrad langsam bei fahren "wichtig ist die Einstellung in Estlcam auf 1:1 zu stellen".
Beim Betätigen des Joysticks muss man sich langsam antasten, damit die passende Geschwindigkeit für den Fräser gefunden werden kann, wer ein Modell steuern kann kann also auch seine Fräse feinfühlig steuern!

Das ist für mich ein Grund meine Fräse zu überarbeiten um diese Funktionen mit dem Programm beibehalten zu können "wink"
 

Udo1

User
Moin,

Bei meiner Fräse sind 1204 Kugelgewindespindeln und JMC-Servos verbaut. Die Schritte pro Umdrehung kann ich bei den Servos sehr variabel einstellen. Sowohl die 1600 Schritte pro Umdrehung, als auch zb. 4000 Schritte pro Umdrehung. Je höher die Anzahl der Schritte desto geringer die max. mögliche Vorschubgeschwindigkeit in Estlcam, bedingt durch die max. Pulsfrequenz des Arduino.
Soweit so gut. Meine Fragen:
Wie machen sich die Schritte pro Umdrehung auf die Genauigkeit beim Fräsen bemerkbar?
Bei 4mm Steigung und 4000 Schritte ergibt das eine Auflösung von 0,001mm. Würde das von Estlcam unterstützt?
Die Servos unterstützen auch 400 Schritte pro Umdrehung, würde eine Auflösung von 0,01mm ergeben. Was ist jetzt besser?
Abgesehen von der höheren max. Vorschubgeschwindigkeit.

Gruß
Udo
 

uscha

User
Moin Udo,

wenn du in Holz für den Hobbybereich denkst, reichen die 0,01mm schon völlig, meiner Meinung nach.
Die Wiederholgenauigkeit und das Spiel in den einzelnen Paarungen Antrieb/Muttern/Spindeln und die Steifheit ist mindestens so wichtig.
Was nützt dir die "Einstellgenauigkei"t im TAUSENDSTELbereich (0,001mm) , wenn z. B. das Portal beim Fräsen im MILLIMETERBEREICH etwas "weich" ist?
Ich bekomm bei uns (Industrie) schon einen Lachanfall, wenn ich Vorgaben wie 24,35° bei Stanzbiegeteilen Ø 40mm in "Hütchenform" sehe,
die dann noch geglüht werden.
 
Hallo,

die Schritte je Umdrehung haben 2 Aspekte:

  • Einerseits die absolute Genauigkeit:
    • Da kann man bei Schrittmotoren grob von ca. 400 Schritten je Umdrehung ausgehen - viel mehr ist einfach nicht drin.
      Eigentlich sogar nur 200, denn die 400 sind schon Zwischenschritte, doch halbe Positionen hält ein Motor noch recht gut ein.
    • Der Grund ist dass Mikroschritte elastisch sind und die Motorwelle ihre theoretische Position nicht genau halten kann.
      Je nach dem was gerade an Kraft vom Fräser entgegen kommt weicht sie schnell um mehrere Mikroschritte ab.
      Kann man leicht ausprobieren, indem man einen langen, festen Zeiger an die Welle montiert und dagegen drückt.
      Die Welle lässt sich leicht ein kleines Stückchen ablenken und kehrt zum Ausgangspunkt zurück sobald man los lässt.
      Je näher man an einen halben Schritt Abweichung kommt, desto schwerer wird es. Es entsteht allerdings noch kein dauerhafter Schrittverlust - die Welle kehrt ohne Kraft einfach wieder zurück.
      Erst wenn man mit sehr viel Kraft mehr als einen halben Schritt drückt kommt man schlagartig aus dem elastischen Bereich heraus und der Motor verliert dauerhaft einen Schritt.
    • Bei Servos ist es im Prinzip nicht so viel anders - die haben ihre Encoderauflösung von in der Regel 1000 Strichen je Umdrehung und pendeln ein paar Striche drum herum. Nur dauerhafte Schrittverluste gibt es dort nicht.
    • Bei Hobbymaschinen spielt das dann allerdings so oder so kaum eine Rolle.
      Eine 5er Spindel auf nur 400 Schritten je Umdrehung ist von der Schrittauflösung her immerhin auf ca. 1,25 hunderstel genau.
      Allerdings dürfte es nur wenige Hobbymaschinen geben die das auch mechanisch bringen.
      Eine auf 2-3 Hunderstel genaue Maschine ist schon sehr sehr gut und immer noch schlechter als Motoren auf läppischen 400 Schritten.
  • Der andere Punkt ist jedoch Laufruhe:
    • Ein Motor auf 200 oder 400 Schritten je Umdrehung läuft mit analogen Endstufen einfach sehr rauh und lässt die ganze Maschine vibrieren.
    • Die Vibrationen kann man gerade bei Metallbearbeitung dann auch am Werkstück sehen.
    • Mit 800 Schritten ist es schon deutlich ruhiger und mit 1600 nochmal besser...
    • Viel besser als mit 1600 wird es allerdings in der Regel nicht mehr - 3200 oder 6400 bringen wenn überhaupt nur noch minimale Verbesserungen.
    • Bei Digitalen Endstufen und Servos ist der Punkt wiederum meist ziemlich egal. Zumindest die etwas besseren berechnen intern ohnehin Zwischenschritte und laufen selbst mit 400 Schritten fast genauso geschmeidig wie mit 1600.

Fazit: bei Schrittmotoren ist 1600 in der Regel ein guter Kompromiss, bei Servos 1000 oder 2000 weil das ganzzahlige Vielfache der üblichen Encoderauflösungen sind.


Christian
 

habib

User
Mit Klemmenadapter und Handrad keine Referenzfahrt

Mit Klemmenadapter und Handrad keine Referenzfahrt

Hallo zusammen,

Ich habe die Frage schon in einem anderen Beitrag geschrieben, war aber leider der falsche.

So nun zu meinem Problem.

Ich habe mir den Klemmenadapter und das Handrad von Christian zugelegt.
Es klappt alles einwandfrei, aber wenn ich eine Referenzfahrt machen will passiert garnix.
Ich muss danach den CNC-Kontroller von Estlcam beenden und neu starten um die Fräse wieder bedienen zu können.

Vorher hatte ich den Estlcam-Controller mit dem Arduino-Nano.
Da klappte alles wunderbar.


Hab ich bei den Einstellungen was übersehen?

Gruß Richard
 
Moin
Wenn alle auf einer Leitung dann in Reihe.Sonst funkt das nicht weil der Kontakt nie offen ist.Es sei denn du hast Schliesser montiert und auch so konfiguriert.
mfg Hermann
 

Ay3.14

User
Fehler gefunden: Schneidenwinkel 30° und geringe Frästiefe

Fehler gefunden: Schneidenwinkel 30° und geringe Frästiefe

Estlcam Version 11.117

Habe folgendes Fehlverhalten festgestellt. ;)
Ablauf:

1a) Teil erstellen (hier Leiterbahn zwischen 2 Bohrungen; provisorisches Isolationsfräsen)
1b) Diesem Teil wird eine Frästiefe von 0,2mm vorgegeben.

2) In der Werkzeugliste wird ein Fräser mit Schneidenwinkel 30° und Durchmesser 2,0mm wird ausgewählt.

==> Estlcam stellt aber die Fräsbahn nicht mit einer Breite von ca. 0,107mm (wie berechnet mit Winkel 30° und 0,2mm Frästiefe) dar, sondern mit der Breite von 2,0mm was dem Durchmesser des gewählten Fräsers entspricht.

Das ist natürlich beim Gravieren (oder Isolationsfräsen) eine unschöne Sache, da der Abstand zum Teil (oder Gravur) nicht stimmt.

Albert
 

Ay3.14

User
Hallo,

der Abstand der Fräsbahn für normale Teile, Ausschnitte und Gravuren wird in Estlcam immer über den Fräserdurchmesser berechnet.
Spitze Fräser sind eigentlich nur für die Carve Funktion gedacht bzw. bei Gravuren wird noch die tiefenabhängige Breite mit angezeigt.

Christian
Hallo Christian,

den gleichen Effekt (mit dem falschen Abstand der Fräsbahn) habe ich aber auch beim Gravieren "Gravur/Automatsich/Links" mit spitzen Fräsern.

Albert
 
Hallo,

ja, wie oben geschrieben wird auch bei Gravuren der Abstand durch den Fräserdurchmesser bestimmt.
Nur dass bei Gravuren noch die tiefenabhängige Breite angezeigt wird was allerdings keinen Einfluss auf die Radiuskorrektur hat.
Das ist Absicht - nicht vom Fräserdurchmesser auszugehen wäre die aus meiner Sicht unlogischere und problematischere Option auch wenn es für deinen Zweck schöner wäre. Gib einfach einen dem gewünschten Abstand entsprechenden Fräserdurchmesser an.

Christian
 

Ay3.14

User
Hallo,

ja, wie oben geschrieben wird auch bei Gravuren der Abstand durch den Fräserdurchmesser bestimmt.
Nur dass bei Gravuren noch die tiefenabhängige Breite angezeigt wird was allerdings keinen Einfluss auf die Radiuskorrektur hat.
Das ist Absicht - nicht vom Fräserdurchmesser auszugehen wäre die aus meiner Sicht unlogischere und problematischere Option auch wenn es für deinen Zweck schöner wäre. Gib einfach einen dem gewünschten Abstand entsprechenden Fräserdurchmesser an.

Christian
Hallo Christian,

danke für deine prompte Mühewaltung. :)
Zumindest weiß ich nun das du mein geschildertes "Problem" beim Gravieren (spitzer Fräser) verstanden hast.

Als Workaround hatte ich mir gestern den theoretischen Fräserdurchmesser selber ausgerechnet und in der Werkzeugliste entsprechend bei "Durchmesser" (bei einem fiktiven 30° Gravurfräser mit definierter Frästiefe) eingetragen. Damit konnte ich dann schon mal prima das Isolationsfräsen von Platinenleiterbahnen (außerhalb der Leiterbahn) mittels Estlcam Gravurfunktionalität und mit KiCAD erstellen DXF Dateien ausprobieren.

Danke nochmals und ein schönes erholsames Wochenende.

Albert
 
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