Red Bull X-Alps 2021 -Von Fiesch (TP7) zum Mont Blanc (TP9)-

Text: Claus Eckert
Fotos: Daniel Schulz, Team GER 1 - zooom Productions GmbH - Andi von Dach

Am siebten Tage sollst Du ruhen!“ So ist es zumindest in der Bibel zu lesen. Aber diese Anweisung gilt nicht für das Red Bull X-Alps 2021. Der siebte Tag brachte Action und super Leistungen der Athleten.

Schon am frühen Vormittag konnten Maxime Pinot (FRA1), Chrigel Maurer (SUI1) und Benoît Outters (FRA2) den Turnpoint 8 in Dent d’Oche erklimmen.
Die Reihenfolge in der Gruppe der Führenden hatte sich im Laufe des Vortages etwas verändert. Simon Oberrauner (AUT2) konnte sich auf Platz 4 verbessern. Aaron Durogati (ITA1) auf den 5. Platz und Patrick von Känel (SUI2), lange mit an der Spitze liegend, fiel auf Platz 6 zurück.
Das war zumindest der Stand am frühen Morgen des siebten Tages. Doch schon da war abzusehen, dass der Kampf um die Spitzenplätze an diesem Tag voll entbrennen würde. Zumal die Wettervorhersage perfekte Flugbedingungen prognostizierte.

Am Turnpoint 8 in Dentd’Oche gibt es eine Besonderheit. Dieser Turnpoint muss gegen den Uhrzeigersinn passiert werden. Erst danach gilt er als erledigt. Fliegend ist das kein größeres Thema. Aber am Vormittag war fliegen noch nicht möglich. Bereits vor neun Uhr war der Turnpoint 8 für Chrigel Maurer (SUI1) und Maxime Pinot (FRA1) erledigt und sie flogen Richtung Turnpoint 9 am Mont Blanc. Benoît Outters (FRA2) kam als nächster Athlet am Turnpoint 8 an.

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Maxime Pinot (FRA1) auf dem Weg zum Mont Blanc, Turnpoint 9.

Jetzt lag die Strecke zum Mont Blanc vor den führenden Athleten. Mit seinen 4810 m ist er der höchste Berg in Europa. Dieser Wendepunkt muss im Gegenuhrzeigersinn umflogen werden. Dabei gibt es keine Abstandsregeln, was bedeutet, dass kein Zylinder existiert, in den hineingeflogen werden müsste. Das machte es zwar einfacher, aber nicht unbedeutender. Die umliegenden Berge sind noch hoch genug. Chrigel Maurer (SUI1) flog in einer Höhe von mehr als 3800 m.

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Die beiden Frauen, (v.l.) Yael Margelisch (SUI4) und Laurie Genovese (FRA4), befanden sich auf dem Weg zum Turnpoint 7. Interessanterweise wählten sie einen Flugweg östlich vom Walensee, um dann, nach einem Fußmarsch entlang der nördlichen Grenze von Graubünden, in Richtung Fiesch zum Turnpoint 7 zu fliegen. Dort kamen sie aber an diesem Tag nicht mehr an. Die Flugbedingungen waren einfach zu schwierig.

Manuel Nübel (GER1) kämpfte in unterschiedlichen Höhen ebenfalls ständig mit wechselnden Windrichtungen. Auf Instagram konnte er seinen Fans in einer Live-Übertragung von den Herausforderungen des Tages berichten und sie an seinen Erlebnissen teilnehmen lassen. Das Video findet man hier und zeigt mehr, als ich mit 1000 Worten erzählen könnte.

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Michael Lacher (GER3) ist leider wieder in Rückstand zu Manuel geraten. Einen Teil der Strecke konnten sie noch gemeinsam gehen. Der anschließende Flug lief für Michael aber nicht so gut.

Markus Anders (GER2) behauptete seine Position. Für ihn lief der Tag sehr gut. Er erreichte den Turnpoint 8 in Dent d’Oche.

Manuel Nübel (GER1) traf am Abend am Turnpoint 7 in Fiesch ein und übernachtete dort.

Die Spitzengruppe mit Chrigel Maurer (SUI1), Maxime Pinot (FRA1), Benoît Outters (FRA2), Patrick von Känel (SUI2) und Simon Oberrauner (AUT2) schaffte an diesem Tag mit Dent d’Oche (TP 8) und dem Mont Blanc (TP 9) zwei Turnpoints.
Und dann deuteten sich große Strategieänderungen an. Chrigel Maurer (SUI1), Maxime Pinot (FRA1) und Benoît Outters (FRA2) bewegten sich in Richtung Nordosten zum Turnpoint 7 (Fiesch), während Patrick von Känel (SUI2) und Simon Oberrauner (AUT2) einen südlichen Kurs entlang des Aosta-Tales wählten.

Der Sonntag wird zeigen, was die drei Erstplatzierten wussten und den beiden Athleten auf den folgenden Rängen verborgen blieb. Da zeigen sich zwei völlig unterschiedliche Strategien, um den Turnpoint 10 am Piz Palü zu erreichen. Welche am Ende funktioniert kann jeder im Live-Tracking verfolgen.


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Alle Artikel:

Der Prolog

20. Juni Start in Salzburg bis nach Wagrain

21. Juni Von Wagrain nach Lermoos

22. Juni Vom Chiemsee nach Lermoos

23. Juni Von Lermoos zum Säntis

24. Juni Von Lermoos nach Fiesch

25. Juni Vom Säntis nach Fiesch

26. Juni Von Fiesch zum Mont Blanc

27. Juni Vom Mont Blanc zum Piz Palü

28. Juni Vom Piz Palü ins Ziel

29. Juni Der Kampf um Platz 2

01. Juli Der Kampf um die Platzierung

02. Juli „Comeback-Nübel“ landet auf dem sechsten Platz


Extra:
23. Juni Das I-Clip Gewinnspiel
 
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