Baubericht RESkant XDR - eine Konstruktion von Ralf Paehl

Hallo ihr stillen Mitleser,
es ist jetzt wieder recht schnell gegangen zum Ende hin, aber vorab sei gesagt, der Vogel ist heute zum ersten mal in der Luft gewesen :cool: und ich bin für die ersten 45 min Flugzeit die ich heute nur hatte wirklich positiv angetan. Aber das Gewicht ohne Ballast - 430 Gramm- (ohne Trimmblei war ich bei 400Gramm) war einfach zu wenig für den Wind heute. Den Ballast habe ich noch nicht angepasst aber mir hat es so in den Fingern gejuckt den Flieger aus zu probieren... :rolleyes: 🙃

Aber alles der Reihe nach...
Nachdem ich dann alle Teile fertig gebügelt hatte und die Leitwerken ein richtiges Tesa-Scharnier verpasst bekommen haben wurden die Ruderhörner eingeklebt und nun konnte ich mich dran machen die Öffnungen für die Zughüllen in den Rumpf an der richtigen Stelle an zu zeichnen und zu schneiden.
Ich hab ein bisschen rum probiert dass der Teil der aus der Hülle raus zum Ruderhorn schaut nicht zu lang ist, aber dennoch noch genug Weg für einen vernünftigen Ausschlag bietet. Da habe ich schon ein, zwei mal ordentlich gepennt und anschließend war ich nicht zufrieden weil die Anlenkung wabbelig war. Da ist nacharbeiten immer doof.

Als dies nun erledigt und die Züge durchgefummelt waren (entgegen meiner Meinung zu Carbonstäben habe ich doch wieder welche genommen, aber diesmal 0,8er :rolleyes:) habe ich noch den zu verklebenden Teil des Rohrs angeraut, entfettet und fürs verkleben in den Rumpf vorbereitet. Jetzt habe ich die Leitwerke eingesteckt (die Passgenauigkeit der Löcher die ich mit Ralf seiner Bohrlehre gebohrt habe ist super!) und das Rohr sowie im Rumpf mit Endfest großzügig eingeschmiert, eingestöpselt und per Augenpeilung ausgerichtet.
Ich hatte noch nie ein so sauberes Heck! :cool: Das durfte dann erstmal über Nacht trocken.

Im Anschluss habe ich die Leitwerke und das Rohr an entsprechender Stelle zum verkleben vorbereitet. Heißt wieder angeraut, entfettet und die Klebestellen ausreichend mit dem Aktivatorstift eingeschmiert. Der gefällt mir immer besser. Ich habe auch beim Flügelbau versucht bei recht vielen und vorallem unter Last stehenden Teilen die Klebeflächen vorher mit dem Stift zu bepinseln.
1. habe ich dann nicht so viel "Dampf" vom Aktivatorspray im schlecht belüfteten Kellerabteil oder Wohnzimmer :rolleyes: und
2. härtet der Sekundenkleber meiner Meinung nach gleichmäßiger aus. Ich finds klasse. Aber jedes Teil ein zu streichen ist echt mühsehlig...
Zurück zum Leitwerk.
Jetzt habe ich die Leitwerke mit Ihren Kohlestiften einfach wieder in die Löcher gesteckt und noch einmal kontrolliert ob alles stimmt.
Gott sei Dank. Ich wollte ja eine kleinere EWD von Anfang an haben. :eek: Gerade noch rechtzeitig dran gedacht...:rolleyes: Ralf hat in der Konstruktion eine EWD von ca. 1° vorgesehen. Das hat auch wie Arsch auf Eimer gepasst. Jedoch habe ich bei der EWD Verringerung beim Prime auf 0,4° nur gute Erfahrungen gesammelt und auch bei anderen Piloten auf den Wettkämpfen nur gutes darüber gehört.
Man kann den Schwerpunkt weiter hinten fliegen, braucht weniger Blei in der Nase und der Flieger geht einfach besser voran. Gerade wenn man bei windigem Wetter aus dem Rückraum zurück kommen will...aber das ist nur ein Beispiel.

Nun habe ich mit der Excel Tabelle zum EWD berechnen die es mit Anleitung bei den "Geiern" gibt (Super Seite übrigens mal so am Rande. Ich stöber immer gerne mal wieder hier rum. Vor allem in den Wettbewerbsergebnissen) ausgerechnet wieviel beim Pylon angewinkelt werden muss und habe das dann angezeichnet und mit dem Cuttermesser sauber abgeschnitten. Eine erneute Kontrolle und nachmessen mit der "Küchentischmethode" der EWD zeigte, dass ich wie gewollt bei einer EWD von 0,4° gelandet bin. Super!
An der Ausrichtung der Leitwerke hat auch alles gepasst und so konnte ich nun Seitenleitwerk und Pylon im Rohr und mit ein paar Tropfen von außen verkleben. Vorher habe ich die Zughüllen noch mit Stahlstäben gefüllt, mittels Magneten an die Innenwand in die richtige Position gebracht und quasi gleichzeitig in einem Atemzug mit den Leitenwerken verklebt.
Aus Interesse habe ich mal nachgewogen. Ich habe wirklich großzügig Kleber reinlaufen lassen und das waren dann 0,7 Gramm. Also da bloß kein schlechtes Gewissen haben wenn der Heckausleger mal was mehr Kleber schluckt. Lieber ist die Zughülle wirklich gut im Rohr verklebt!
Jetzt konnten nun die schon angesprochenen Carbonstäbe abgelängt und mit Stahlstäben als Endstücke für die Anlenkung versehen werden. Wichtig auch hier wieder an der Klebestelle - gut anrauen und endfetten- das zieht sich durch wie ein roter Faden. ;)
Schrumpfschlauch drüber, schrumpfen und dann langsam Sekundenkleber reinlaufen lassen bis man sieht das er voll ist. Aktivatorspray drüber, fertig. Das hält auf jeden Fall, eher bricht der Kohlestab... und ja, ich wollte eigentlich keine Carbonstäbe mehr nehmen, aber sonst hätte ich vorne noch ein gutes Stück mehr Blei reingeben müssen. Fürs gute Gewissen sind es diesmal 0,8er Stäbe.:p Mal kucken ob das besser hällt. Man muss halt vor jedem Flug bzw. nach jeder Landung die Funktion der Ruder überprüfen. Aber das hat sich bei mir sowieso mittlerweile schon eingebrannt.

Somit war vom bauen her alles abgeschlossen und ich konnte den Flieger mit seinen restlichen Teilen bestücken. 1s 650mha Akku, Gaupner GR12, Zepsus Magnetschalter und 2x Chaservo DS06. Jetzt mussten nach dem auswiegen nur noch die Ruderausschläge programmiert werden. Aber auch hier habe ich es mir einfach gemacht, da ich einfach den Prime als Modell kopiert und dann noch die Max.Werte für HLW und SLW angepasst habe. Der Rest wurde als gut befunden und so belassen.

Als es dann heute über den Vormittag fast windstill war und ich beim Arbeiten am Haus draußen stand, hat es mir schon richtig in den Finger gejuckt. Eigentlich wollte ich erst morgen bei mehr Sonnenschein raus und heute noch was am Haus schaffen, aber was solls...was getan ist, ist getan und es waren ja wieder bloß ein paar Schritte zum "Platz". :cool:
Eine Stunde zwischen drin kann man sich schon mal abseilen...
Das Gummi war schnell aufgebaut aber jedoch hatte nun mittlerweile der Wind deutlich aufgefrischt (10-15km/h).
Von der Windstille war leider nichts mehr übrig und ich kam schon ins grübeln ob das nicht zu viel Briese für die 430 Gramm sind. Für die ersten Würfe habe ich dann recht windstille Momente abgewartet aber hier hat sich schnell gezeigt, dass bei EWD und Schwerpunkt gleich alles auf anhieb passt.
Jetzt durfte der Flieger auch gleich mit einer recht vorderen Hakenposition ans Gummi. Zwei mal habe ich den Haken weiter nach hinten verstellt und war dann auch erst ein mal mit den Starthöhen so zufrieden. Hier kann ich ja noch rumspielen.
Ich habe dann auch gleich Thermik unter den Flügel bekommen und konnte beim dritten Gummistart sogar fast die Zeit voll fliegen. Dann musste ich aber auch meinen heimischen Dienst wieder antreten und konnte nicht weiter testen und habe das auf morgen bei besserem Wetter verschoben.

Was mir aber gleich positiv aufgefallen ist:
Trotz des leichten Abfluggewicht mangels noch nicht fertigem Ballast ging der Flieger wirklich gut gegen den Wind. Auch die Steuerwirksamkeit war mit "nur" 45° SLW Ausschlag beim kreisen auch bei stärkerem Wind voll gegeben und wirkte in keiner Art und Weise träge oder dergleichen. Die hohe Pfeilung ermöglicht ein ruhigen geradeaus Flug und wird in den Kreisen auch bei einem Richtungswechseln nicht hektisch. Auch der Landeanflug ist sehr ruhig und die Klappen wirken brachial gut.
Alles in allem bin ich bis jetzt sehr zufrieden und der RESkant XDR entspricht auf jeden Fall meinen Erwartungen. Ich freue mich schon auf mehr Flüge und werde dann hoffentlich morgen mein Ballast fertig machen können. Die Messingstäbe hab ich ja schon da.
Ich kann @Ralf Paehl zu der Konstruktion nur gratulieren!🥳🥳 Das Konzept funktioniert - wie gut wird die Zeit noch zeigen, aber wie gesagt.... ich bin sehr angetan und optisch ein absoluter Leckerbissen!

Jetzt gibts noch ein paar Fotos und dann geht es ins Bett,
Beste Grüße Marcel


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(das schwarze Isoband müsst Ihr euch weg denken) :D

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Hallo ihr stillen Mitleser,
es ist jetzt wieder recht schnell gegangen zum Ende hin, aber vorab sei gesagt, der Vogel ist heute zum ersten mal in der Luft gewesen :cool: und ich bin für die ersten 45 min Flugzeit die ich heute nur hatte wirklich positiv angetan. Aber das Gewicht ohne Ballast - 430 Gramm- (ohne Trimmblei war ich bei 400Gramm) war einfach zu wenig für den Wind heute. Den Ballast habe ich noch nicht angepasst aber mir hat es so in den Fingern gejuckt den Flieger aus zu probieren... :rolleyes: 🙃

Aber alles der Reihe nach...
Nachdem ich dann alle Teile fertig gebügelt hatte und die Leitwerken ein richtiges Tesa-Scharnier verpasst bekommen haben wurden die Ruderhörner eingeklebt und nun konnte ich mich dran machen die Öffnungen für die Zughüllen in den Rumpf an der richtigen Stelle an zu zeichnen und zu schneiden.
Ich hab ein bisschen rum probiert dass der Teil der aus der Hülle raus zum Ruderhorn schaut nicht zu lang ist, aber dennoch noch genug Weg für einen vernünftigen Ausschlag bietet. Da habe ich schon ein, zwei mal ordentlich gepennt und anschließend war ich nicht zufrieden weil die Anlenkung wabbelig war. Da ist nacharbeiten immer doof.

Als dies nun erledigt und die Züge durchgefummelt waren (entgegen meiner Meinung zu Carbonstäben habe ich doch wieder welche genommen, aber diesmal 0,8er :rolleyes:) habe ich noch den zu verklebenden Teil des Rohrs angeraut, entfettet und fürs verkleben in den Rumpf vorbereitet. Jetzt habe ich die Leitwerke eingesteckt (die Passgenauigkeit der Löcher die ich mit Ralf seiner Bohrlehre gebohrt habe ist super!) und das Rohr sowie im Rumpf mit Endfest großzügig eingeschmiert, eingestöpselt und per Augenpeilung ausgerichtet.
Ich hatte noch nie ein so sauberes Heck! :cool: Das durfte dann erstmal über Nacht trocken.

Im Anschluss habe ich die Leitwerke und das Rohr an entsprechender Stelle zum verkleben vorbereitet. Heißt wieder angeraut, entfettet und die Klebestellen ausreichend mit dem Aktivatorstift eingeschmiert. Der gefällt mir immer besser. Ich habe auch beim Flügelbau versucht bei recht vielen und vorallem unter Last stehenden Teilen die Klebeflächen vorher mit dem Stift zu bepinseln.
1. habe ich dann nicht so viel "Dampf" vom Aktivatorspray im schlecht belüfteten Kellerabteil oder Wohnzimmer :rolleyes: und
2. härtet der Sekundenkleber meiner Meinung nach gleichmäßiger aus. Ich finds klasse. Aber jedes Teil ein zu streichen ist echt mühsehlig...
Zurück zum Leitwerk.
Jetzt habe ich die Leitwerke mit Ihren Kohlestiften einfach wieder in die Löcher gesteckt und noch einmal kontrolliert ob alles stimmt.
Gott sei Dank. Ich wollte ja eine kleinere EWD von Anfang an haben. :eek: Gerade noch rechtzeitig dran gedacht...:rolleyes: Ralf hat in der Konstruktion eine EWD von ca. 1° vorgesehen. Das hat auch wie Arsch auf Eimer gepasst. Jedoch habe ich bei der EWD Verringerung beim Prime auf 0,4° nur gute Erfahrungen gesammelt und auch bei anderen Piloten auf den Wettkämpfen nur gutes darüber gehört.
Man kann den Schwerpunkt weiter hinten fliegen, braucht weniger Blei in der Nase und der Flieger geht einfach besser voran. Gerade wenn man bei windigem Wetter aus dem Rückraum zurück kommen will...aber das ist nur ein Beispiel.

Nun habe ich mit der Excel Tabelle zum EWD berechnen die es mit Anleitung bei den "Geiern" gibt (Super Seite übrigens mal so am Rande. Ich stöber immer gerne mal wieder hier rum. Vor allem in den Wettbewerbsergebnissen) ausgerechnet wieviel beim Pylon angewinkelt werden muss und habe das dann angezeichnet und mit dem Cuttermesser sauber abgeschnitten. Eine erneute Kontrolle und nachmessen mit der "Küchentischmethode" der EWD zeigte, dass ich wie gewollt bei einer EWD von 0,4° gelandet bin. Super!
An der Ausrichtung der Leitwerke hat auch alles gepasst und so konnte ich nun Seitenleitwerk und Pylon im Rohr und mit ein paar Tropfen von außen verkleben. Vorher habe ich die Zughüllen noch mit Stahlstäben gefüllt, mittels Magneten an die Innenwand in die richtige Position gebracht und quasi gleichzeitig in einem Atemzug mit den Leitenwerken verklebt.
Aus Interesse habe ich mal nachgewogen. Ich habe wirklich großzügig Kleber reinlaufen lassen und das waren dann 0,7 Gramm. Also da bloß kein schlechtes Gewissen haben wenn der Heckausleger mal was mehr Kleber schluckt. Lieber ist die Zughülle wirklich gut im Rohr verklebt!
Jetzt konnten nun die schon angesprochenen Carbonstäbe abgelängt und mit Stahlstäben als Endstücke für die Anlenkung versehen werden. Wichtig auch hier wieder an der Klebestelle - gut anrauen und endfetten- das zieht sich durch wie ein roter Faden. ;)
Schrumpfschlauch drüber, schrumpfen und dann langsam Sekundenkleber reinlaufen lassen bis man sieht das er voll ist. Aktivatorspray drüber, fertig. Das hält auf jeden Fall, eher bricht der Kohlestab... und ja, ich wollte eigentlich keine Carbonstäbe mehr nehmen, aber sonst hätte ich vorne noch ein gutes Stück mehr Blei reingeben müssen. Fürs gute Gewissen sind es diesmal 0,8er Stäbe.:p Mal kucken ob das besser hällt. Man muss halt vor jedem Flug bzw. nach jeder Landung die Funktion der Ruder überprüfen. Aber das hat sich bei mir sowieso mittlerweile schon eingebrannt.

Somit war vom bauen her alles abgeschlossen und ich konnte den Flieger mit seinen restlichen Teilen bestücken. 1s 650mha Akku, Gaupner GR12, Zepsus Magnetschalter und 2x Chaservo DS06. Jetzt mussten nach dem auswiegen nur noch die Ruderausschläge programmiert werden. Aber auch hier habe ich es mir einfach gemacht, da ich einfach den Prime als Modell kopiert und dann noch die Max.Werte für HLW und SLW angepasst habe. Der Rest wurde als gut befunden und so belassen.

Als es dann heute über den Vormittag fast windstill war und ich beim Arbeiten am Haus draußen stand, hat es mir schon richtig in den Finger gejuckt. Eigentlich wollte ich erst morgen bei mehr Sonnenschein raus und heute noch was am Haus schaffen, aber was solls...was getan ist, ist getan und es waren ja wieder bloß ein paar Schritte zum "Platz". :cool:
Eine Stunde zwischen drin kann man sich schon mal abseilen...
Das Gummi war schnell aufgebaut aber jedoch hatte nun mittlerweile der Wind deutlich aufgefrischt (10-15km/h).
Von der Windstille war leider nichts mehr übrig und ich kam schon ins grübeln ob das nicht zu viel Briese für die 430 Gramm sind. Für die ersten Würfe habe ich dann recht windstille Momente abgewartet aber hier hat sich schnell gezeigt, dass bei EWD und Schwerpunkt gleich alles auf anhieb passt.
Jetzt durfte der Flieger auch gleich mit einer recht vorderen Hakenposition ans Gummi. Zwei mal habe ich den Haken weiter nach hinten verstellt und war dann auch erst ein mal mit den Starthöhen so zufrieden. Hier kann ich ja noch rumspielen.
Ich habe dann auch gleich Thermik unter den Flügel bekommen und konnte beim dritten Gummistart sogar fast die Zeit voll fliegen. Dann musste ich aber auch meinen heimischen Dienst wieder antreten und konnte nicht weiter testen und habe das auf morgen bei besserem Wetter verschoben.

Was mir aber gleich positiv aufgefallen ist:
Trotz des leichten Abfluggewicht mangels noch nicht fertigem Ballast ging der Flieger wirklich gut gegen den Wind. Auch die Steuerwirksamkeit war mit "nur" 45° SLW Ausschlag beim kreisen auch bei stärkerem Wind voll gegeben und wirkte in keiner Art und Weise träge oder dergleichen. Die hohe Pfeilung ermöglicht ein ruhigen geradeaus Flug und wird in den Kreisen auch bei einem Richtungswechseln nicht hektisch. Auch der Landeanflug ist sehr ruhig und die Klappen wirken brachial gut.
Alles in allem bin ich bis jetzt sehr zufrieden und der RESkant XDR entspricht auf jeden Fall meinen Erwartungen. Ich freue mich schon auf mehr Flüge und werde dann hoffentlich morgen mein Ballast fertig machen können. Die Messingstäbe hab ich ja schon da.
Ich kann @Ralf Paehl zu der Konstruktion nur gratulieren!🥳🥳 Das Konzept funktioniert - wie gut wird die Zeit noch zeigen, aber wie gesagt.... ich bin sehr angetan und optisch ein absoluter Leckerbissen!

Jetzt gibts noch ein paar Fotos und dann geht es ins Bett,
Beste Grüße Marcel



Dann muss mal gesagt werden das die beitragen von Marcel am RC absolut große Klasse 👍 sind!
Zum lesen freut mich immer sehr und gibt immer gute neue Ideen zum basteln.
Freue mich jetzt schon wieder auf sein Nachste Beitrag uber der Prime III!
Denke, ihr sind alle einverstanden mit dieses Schreiben? 😁
Lass mal hören 🥳🙋🏻‍♂️
 
Vielen Dank für die netten Worte Kees. Freut mich auf jeden Fall zu hören.

Jetzt habe ich auch den Ballast fertig gemacht und um dann hier den sack zu machen zu können was den Baubericht betrifft, gibts dazu jetzt gleich noch ein paar Fotos und dann gehts raus zum fliegen. :cool:

Die Grundbasis des Ballast bestand aus 8x8mm Messing 4 Kantstangen die ich mir dann entsprechend meiner Ballastkiste abgelängt habe. dann kam mir aber die Idee 2 verschiedenen Ausführungen zu probieren. Für quer bekomme ich mehr Ballast rein. Bis zu 210 Gramm, Jeztzt mit jeweils 3 Stagen komme ich auf maximal 160 Gramm, kann aber mit dem Gewicht ein bisschen nach vorne oder hinten gehen um so mit größerem Gewicht bei mehr Wind mit dem Schwerpunkt ein bisschen spielen zu können.

Die kleine Ausführung des Ballast ist in Längsposition. Hier musste ich die Enden noch an die Profiloberseite anpassen, was aber danke Dremel hald so wild war. Somit kann ich jetzt entweder links und rechts ein Block einlegen (40 Gramm) oder jeweils 2 Blöcke (80 Gramm) und kann jetzt erstmal zwischen 40, 60, 80,100 und160 Gramm auswählen. Das sollte vorerst reichen. Die Sicherung wollte ich mittels einem Quersteg der in die Rippen geht gestalten. Jedoch hat sich gezeigt das die Magneten die Klappe ausreichend geschlossen halten. Selbst wenn ich den Flieger auf den Kopf halte und wirklich stark schüttel öffnet sich da nichts. Zum probieren muss das reichen. Mag daran liegen, dass es sich ein bisschen klemmt, da alles recht eng gestaltet ist. Saugend quasi. Jetzt gehts aber auch raus zum fliegen.
Euch allen ein schönes Wochenende!
Ein Flugvideo werde ich die Tage noch posten um ein paar Eindrücke aus dem Flug zu bekommen.
Hier erstmal die Bilder zum Ballast.


Beste grüße Marcel

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^°Dann muss mal gesagt werden das die beitragen von Marcel am RC absolut große Klasse 👍 sind!
Zum lesen freut mich immer sehr und gibt immer gute neue Ideen zum basteln.
Freue mich jetzt schon wieder auf sein Nachste Beitrag uber der Prime III!
Denke, ihr sind alle einverstanden mit dieses Schreiben? 😁
Lass mal hören 🥳🙋🏻‍♂️
Das kann ich nur unterschreiben. Tolle Berichte von Dir Marcel, egal ob Bauberichte, Bilder oder kurzweilige Videos von den Veranstaltungen. Wer von uns schaut sich das nicht gern an? Außerdem sind in Deinen Bauberichten, wie Kees schon sagt, immer wieder tolle Tips enthalten.
Aber nicht nur der Berichte wegen: Du bist eine große Bereicherung für die Szene!

Heute raus zum Fliegen? Hier im Norden startete der Tag heute mit starkem Regen. Danach kam die Sonne, Temperaturen um die 25 Grad und stürmischer Wind. Also nix mit RES. Hat aber auch seine guten Seiten. Bei mir ist ein neuer RESkant entstanden, den ich jetzt erstmalig zusammenstecken konnte. Mit nur Platz für einen 10er Rohrholm macht er seinem Namen wieder alle Ehre😬. Gelasert hat mit die Teile in Top-Qualität Lars Heinemann. Insgesamt ein eher grenzwertiger Entwurf mit nur 185mm Wurzeltiefe und mit etwas Glück für windige Tage brauchbar. Mal schauen. Mehr kommt hier nicht dazu, ich will nicht Marcels Thread kapern, aber ist halt auch ein RESkant.

Liebe Grüße, Ralf
 

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Hier wollen bestimmt mehr Leute Infos zu deinem neuen Flügel. 😋 Also immer her damit! Ich finde deine neuen Flügel sehr spannend!

Hier im RCN ist zur Zeit eh fast tote Hose, zu min. Im RES Bereich. Da freut man sich doch über jeden Input. 🙏

Ich war heute bei dem von dir genannten Wind (20-25, Spitzen mit 35km/h) beim fliegen und konnte gleich den heute erst gebauten Ballast ein weihen.

Zuerst hab ich’s ganz ohne probiert um dann mit steigender Zuladung den Unterschied ausmachen zu können. Bei 430!Gramm wurde er ganz schön herum geworfen… mit 80 Gramm ging das schon besser und 160 Gramm waren dann zum Schluss doch zu wenig gewesen um weitestgehend ruhig in der Luft zu bleiben.

Dennoch hatte ich viel Spaß, habe bei dem Modell viel dazu gelernt und konnte aber auch 2 mal gut mit der Thermik relativ weit weg gehen. Aus dem Rückraum kam er dann mit meiner schon mal erwähnten „Streckenstellung“ auch super zurück ohne großen Höhenverlust. Natürlich liegt das aber auch an der kleinen EWD von 0,4 Grad das sich der Flieger regelrecht durch die Luft „bohrt“.

Jetzt kommen auch bei uns erstmal ein paar ganz stürmische Tage - perfekt zum Werkstatt aufräumen, relaxen und Fliegervideos machen. 😎

Schönen Abend euch noch,
Beste Grüße Marcel
 
Servus,

zur Verbesserung der Flugeigenschaften beim langsamen kreisen habe ich gestern beim Ausflug mit @Paf-Fred ein paar Turbulatoren an den geknickten Stellen der Tragfläche bei 12,5% Flächentiefe probeweise aufgeklebt. Auch das Seitenleitwerk hat zur Verbesserung der Wirksamkeit bei wenig Wind links und rechts jeweils von oben bis unten ein Zickzack-Band aufgeklebt bekommen.
Zusätzlich zu den Turbulatoren habe ich die Leitwerke und die Bremsklappen noch mit einem Spaltabdeckband versehen. Positiver Nebeneffekt bei den Klappen: die Wirksamkeit wurde gesteigert da das Spaltband die Fläche der Klappe vergrößert.

Ich war verblüfft wie krass der Effekt hier gewesen ist. Engste kreise, ganz langsam ohne einen Strömungsabriss war das Ergebnis.
Da ich unter die Turbulatoren zum Positionswechseln noch ein Streifen "schlechtes Klebeband" geklebt habe, werde ich jetzt noch ein bisschen rumprobieren was passiert wenn ich die Streifen weiter nach hinten versetze. Weiter nach vorne bringt meines Erachtens keinen Sinn.
Auf jeden Fall konnte damit wieder ein kleines Stück die Leistung gesteigert werden. Aber Versuch macht klug und deswegen geh ich jetzt noch ein bisserl probieren. :cool: ;)

Einen schönen Tag euch noch,

Beste Grüße Marcel


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Hallo Marcel,

danke für den Tipp mit den Klappen. Das war eigentlich ein logischer Schritt.
Ich habe diese auch innen rechts und links abgedichtet.
Dein Zackenband über den Knicken habe ich aber noch nicht verstanden.
Was für ein Gedanke steht hier dahinter?

BG Peter
 
Servus Peter,

der Plan war die Langsamflugeigenschaften zu verbessern.
Mit den Turbulatoren an dieser Stelle wird die Strömungsablösung verzögert. Heißt, der Strömungsabriss kommt deutlich später und ich kann dadurch den Flieger langsamer fliegen. Und das hat sich gestern bei wenig Wind dann auch super mit Erfolg testen lassen.

Beste Grüße Marcel
 
Dein Zackenband über den Knicken habe ich aber noch nicht verstanden.
Was für ein Gedanke steht hier dahinter?
Hallo Peter,

als erste grobe Idee würde ich folgenden Gedanken in den Ring werfen.

1. Man schaut die Tragfläche von vorne, oder hinten an.
2. Man "bügelt" die V-Form aus der Tragfläche und trägt die hoffentlich elliptische Auftriebsverteilung auf.
3. Die drei Ellipsenteile werden nun unter der jeweiligen lokalen V-Form auf die Tragfläche verschoben / gedreht.

Hier das Bild dazu:
Auftriebsverteilung_mit_V_Form.png


Nun gibt es Bereiche, die den Nachbar-Bereich mehr "belasten", als es die gerade gebügelte Tragfläche an den Stellen getan hatte.
Diese Bereiche habe ich mit einer roten Schraffur versehen.
Auf Grund der Mehrbelastung kann es sein, das es der Grenzschicht in diesen Bereichen nicht gelingt (vor der Profilendkante) sich wieder der Profiloberfläche anzulegen. Sprich die lokale Ablöseblase geht über das Profilende hinaus, was deutlich mehr Widerstand produziert, als wenn die Grenzschicht sich wieder anlegen kann.

Vielleicht kann einer der vorhandenen Experten diesen Gedanken bestätigen, oder eine andere / bessere Erklärung liefern.

Viele Grüße
Mirko
 
mich würde interessieren, ob sich auch eine bessere Wendigkeit des Fliegers durch die Tabulatoren eingestellt hat. sollten die Tabulatoren im Knickbereich ein vorzeitiges Abreißen der Strömung verhindern, dürfte der Flieger auch leichter einkreisen. die Sinnhaftigkeit der Turbolatoren am Seiten Leitwerk erschließt sich mir allerdings nicht. wenn man wissen will, ob die Turbolatoren etwas bringen, würde ich diese zunächst nur auf einer Seite anbringen. wenn der Flieger dann immer zu der Seite zieht, auf die er sich keine Tabulatoren befinden, hat man ein Indiz dafür, dass die andere mit Tabulatoren verseheneFlächenseite mehr Auftrieb liefert, weil dort kein vorzeitiger Strömungsabriss eintritt.
 
Hey hey Dieter,
mich würde interessieren, ob sich auch eine bessere Wendigkeit des Fliegers durch die Tabulatoren eingestellt hat.
Durchaus.

sollten die Tabulatoren im Knickbereich ein vorzeitiges Abreißen der Strömung verhindern, dürfte der Flieger auch leichter einkreisen.
nicht so viel grübeln - einfach ausprobieren.
die Sinnhaftigkeit der Turbolatoren am Seiten Leitwerk erschließt sich mir allerdings nicht.
Bei wenig Wind erzeugen sie mehr Druck auf das Ruder. Ergo bessere Wirkung bei Schleichfahrten. Auch hier - einfach mal ausprobieren.
(Der Tipp kommt von einem F3K Teamweltmeister)
wenn man wissen will, ob die Turbolatoren etwas bringen, würde ich diese zunächst nur auf einer Seite anbringen. wenn der Flieger dann immer zu der Seite zieht, auf die er sich keine Tabulatoren befinden, hat man ein Indiz dafür, dass die andere mit Tabulatoren verseheneFlächenseite mehr Auftrieb liefert, weil dort kein vorzeitiger Strömungsabriss eintritt.
Ich bin davon überzeugt das die Turbulatoren etwas bringen, deswegen sind sie dann auch gleich an beide Seiten gekommen. Der Effekt ist ja durchaus spürbar. Und natürlich reagiert auch jedes Profil anders darauf. Deswegen - ausprobieren. :cool:

Beste Grüße Marcel
 
Beim Seitenleitwerk kannst du auch mal was anderes probieren: die freiflieger machen keine dichten Scharniere sondern lassen einen Spalt, damit die Strömung am Knick durch das Leitwerk fließen kann. Dadurch bleibt die Strömung länger am ruderblatt und das SLW verträgt größere ausschläge. Ähnlich der einblasung bei Tragflächen.

Was mich interessieren würde ist ob ein turbulator bei dir am ganzen außenflügel sinnvoll wäre. Eigentlich wirken die knicke ja schon von selbst wie ein turbulator…
 
die freiflieger machen keine dichten Scharniere sondern lassen einen Spalt, damit die Strömung am Knick durch das Leitwerk fließen kann. Dadurch bleibt die Strömung länger am ruderblatt und das SLW verträgt größere ausschläge.
Das hört sich auch interessant an - merk ich mir mal für das nächste SLW, danke.

Was mich interessieren würde ist ob ein turbulator bei dir am ganzen außenflügel sinnvoll wäre.
Hier möchte ich auch noch ein Versuch starten um zu schauen wie sich das dann in der Praxis verhält. Dabei würde ich dann wie von @airfish27 beschrieben vorgehen und erst ein mal nur ein Außenteil bekleben um einen besseren Vergleich zu bekommen.
 
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